FSME-Impfung: Indikation grosszügig stellen
Mit dem Frühling kommen auch die Zecken. Und damit die von ihnen übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Eine Schutzimpfung gegen diese Erkrankung beugt bleibenden Schäden vor.
Mit dem Frühling kommen auch die Zecken. Und damit die von ihnen übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Eine Schutzimpfung gegen diese Erkrankung beugt bleibenden Schäden vor.
Klimakterische Beschwerden beeinträchtigen die Lebensqualität von Betroffenen oft stark. Dabei tangieren die Stimmungsschwankungen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch deren Umfeld und Lebenspartner. Die Symptome können durch Massnahmen wie Hormontherapie, kognitive Verhaltenstherapie sowie Life Coaching gelindert und die Handlungsfähigkeit wieder gesteigert werden.
In der Prävention von kardiovaskulären Ereignissen sind neben Massnahmen zu klassischen Risikofaktoren auch Impfungen in den Fokus gerückt. Denn Infekte können zur Ruptur von vulnerablen Plaques führen. Wie sich Impfungen gegen RSV und Pneumokokken auf kardiorespiratorisch bedingte Hospitalisation und Mortalität auswirken und welche Impfungen die European Society of Cardiology (ESC) für die einzelnen Patientengruppen empfiehlt, war an ihrem Jahreskongress zu erfahren.
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine komplexe, multisystemische Erkrankung, deren erfolgreiche Behandlung weit über die medikamentöse Therapie hinausgeht. In einer Fachpräsentation am Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie (SGP) in Genf betonten Dr. Patrick Brun, Chefarzt Pneumologie und Innere Medizin am Berner Reha Zentrum, Dr. Thomas Sigrist, Leiter Departement Innere Medizin und Chefarzt Pneumologie an der Klinik Barmelweid, sowie Dr. Nikolay Pavlov, Oberarzt an der Universitätsklinik für Pneumologie am Inselspital Bern, die zentrale Bedeutung nicht medikamentöser Massnahmen für Lebensqualität, körperliche Leistungsfähigkeit und Prognose.
Schilddrüsenüber- und -unterfunktionen könnten in der Hausarztpraxis gut abgeklärt und therapiert werden. Nur bei erfolglosem Therapieversuch und persistierender Symptomatik sei eine Überweisung zum Endokrinologen angezeigt, erklärte PD Dr. Stefan Bilz, Endokrinologie/Diabetologie, Kantonsspital St. Gallen, am Ärztekongress in Davos. Worauf bei der Diagnostik und Therapie geachtet werden kann.
Eine risikoadaptierte Senkung des LDL-Cholesterins ist zur Prävention von atherosklerosebedingten kardiovaskulären Ereignissen notwendig und reduziert das Risiko wirksam. Wie Risikomodifikatoren die Situation zusätzlich verändern und ob eine starke Absenkung des LDL-C-Spiegels auch gefahrlos für andere Organe ist, erläuterte Dr. Lilian Sewing, Universitätsspital Basel, an einer FOMF-Veranstaltung.
Harndrang, Nykturie, schwacher Harnstrahl – bis zu 40% aller Männer über 50 Jahre haben damit zu kämpfen. Die Symptome dieser «lower urinary tract symptoms» (LUTS) variieren in Anzahl und Ausprägung stark. Um den Patienten das Wasserlassen zu erleichtern, aber auch um Folgeprobleme wie Harnverhalt oder Niereninsuffizienz zu vermeiden, sollte eingegriffen werden.
Bei Patienten, die sich mit schweren Infekten oder Malignomen präsentieren, sollte immer auch an eine mögliche Human-Immunodeficiency-Virus(HIV)-Infektion gedacht werden. Umgekehrt können eine frühzeitige HIV-Diagnose und -Therapie schwere opportunistische Erkrankungen verhindern und eine gute Lebensqualität ermöglichen, wie Prof. Dr. Christoph Stephan, Klinik für Infektiologie, Universitätsklinikum Frankfurt (D), an einer FOMF-Fortbildung für Innere Medizin darlegte.
Nicht nur die Blutdrucksenkung ist zur Hirnschlagprävention ein probates Mittel. Auch andere Massnahmen wie die Gabe von GLP-1-RA und Lipidsenkern wie PCSK9-Hemmern haben den Beweis für eine effiziente Reduktion des Hirnschlagrisikos erbracht. Wie gross ihr Effekt ist, und warum es funktioniert, war an einer FOMF-Veranstaltung zu hören.
Grundsätzlich stehen in der Osteoporosebehandlung anabole und resorptionshemmende Therapien zur Verfügung. Häufig ist auch ein Wechsel zwischen diesen beiden nötig. Prof. Dr. Christian Meier, Leiter der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus am Universitätsspital Basel, präsentierte die Empfehlungen zur Wahl der Ersttherapie aufgrund des Frakturrisikos und zeigte auch auf, welche Abfolge von Medikamenten eine ideale Sequenztherapie darstellt.