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Autor: Richard Altorfer

Editorial

100 Jahre – vielleicht ein bisschen weise …

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 01/2011  ·  17. Januar 2011

Das eben eingeläutete Jahr 2011 ist für ARS MEDICI ein besonderes Jahr. Wer ist schon 100 Jahre alt und fühlt
sich dennoch jung, tatendurstig und angriffig? Das kann nur einer Zeitschrift passieren, die zur Institution geworden ist. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! 1911, das Gründungsjahr von ARS MEDICI, wird in jeder der 24 Ausgaben 2011 eine Rolle spielen. 100 Jahre Medizin und medizinische Fortbildung für Hausärzte werden uns das ganze Jahr über begleiten: Ernst und heiter, lehrreich und unterhaltsam, anekdotisch und essayistisch, konzentriert und ausschweifend werden wir uns des Themas annehmen. Eine kleine Vorschau auf die geplanten Aktivitäten von Verlag und Redaktion:

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Rosenbergstrasse 115

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 01/2011  ·  17. Januar 2011

Das neue Jahr hat begonnen und, nun ja, die (meisten) Probleme sind geblieben. Für manche sind sogar noch welche dazugekommen. Banale wie das von Weihnachtsgebäck und Weihnachtsbraten verursachte Übergewicht oder ernstere wie Krankheiten von Angehörigen (oder einem selber), die sich ausgerechnet in diesen Tagen aufdrängen mussten. Allen Kolleginnen und Kollegen, denen die gut ins neue Jahr gerutscht sind ebenso wie jenen, denen an den selten schönen weissen Weihnachtstagen nicht nur Erfreuliches widerfuhr, sei hiermit ein erfolgreiches, gesundes, glückliches, von Ärger und Sorgen möglichst freies Jahr 2011 gewünscht.

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Rosenbergstrasse 115

«Schuster bleib bei deinen Leisten»

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 25-26/2010  ·  22. Dezember 2010

Wenn es sogar der Verlagsleiter des mehrheitlich in FMH-Besitz befindlichen EMHVerlags (SÄZ, Primary Care u.a.) behauptet, wird es schon stimmen: Die Zeiten sind hart im medizinischen Fachzeitschriften- und Inserategeschäft. So hart, dass man – wenn man sich das erlauben kann –, so scheint es, um eine Erhöhung des Zwangsabonnementspreises für die Mitglieder der SGAM beziehungsweise der Hausärzte Schweiz nicht herumkommt (Primary Care 2010; 10: Nr.16). Genauso wie das bei der Ärztezeitung auch geschehen ist. Merkwürdig dabei ist lediglich, dass wir «Unabhängigen» (gemeint sind Medical Tribune, Hausarzt Praxis, ARS MEDICI & Co.), das heisst nicht mit der Option des Preisaufschlags für die Leserinnen und Leser Gesegneten, auch ohne eine solche Mehrbelastung auskommen. Ohne deswegen schlechtere Qualität zu liefern. Wer macht hier was falsch?

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Editorial

Inserate, Geld und Ehre

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 23/2010  ·  22. November 2010

Vermutlich werden auch Sie Woche für Woche mit telefonischen oder elektronischen Umfragen belästigt. Werden zu Ihren Vorlieben bei der Geldanlage oder zu Ihren Einkaufsgewohnheiten befragt. Und in diesem Herbst auch, möglicherweise gleich zweimal, zu Ihren beruflichen Lesegewohnheiten. Der Verlag EMH hat, im Alleingang leider und nicht wie eingeladen zusammen mit allen anderen medizinischen Fachverlagen, eine solche Umfrage lanciert. Warum im Alleingang? Nun, wir wollen nicht grübeln. Die Resultate sprechen für sich.

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Rosenbergstrasse 115

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 22/2010  ·  5. November 2010

Das ARD-Nachrichtenmagazin Panorama berichtet, dass die deutschen Bundesbürger mit der Einführung des Gesundheitsfonds vor knapp zwei Jahren ein Volk von chronisch Kranken geworden sind. Die Zahl der Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen ist zwischen 2007 und 2008 nämlich um 4,6 Prozent gestiegen, was «medizinisch kaum erklärlich» sei. Offenbar ist bei 23 Krankheitsgruppen sogar ein Anstieg von über 10 Prozent zu verzeichnen, zum Beispiel beim ADHS (+14%), bei Erkrankungen des Ösophagus (+16%) und bei Diabetes (+17%).

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Rosenbergstrasse 115

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 21/2010  ·  25. Oktober 2010

Endlich ein eingängiger Name für ein Übel, das keineswegs nur Grossbritannien heimsucht, das in Grossbritannien aber kürzlich ein Thema wurde: Quangos. Quangos (der Begriff wurde bereits 1967 geprägt) sind «qua(si) n(on)g(overnmental) o(rganization)s». Organisationen also, die staatliche Funktionen wahrnehmen, aber ausserhalb der Verwaltung und jenseits jeglicher demokratischer Kontrolle agieren. Quangos messen, kontrollieren, prüfen, regulieren, zertifizieren, überwachen, fördern – grad wie es ihnen beliebt.

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Rosenbergsstrasse 115

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 20/2010  ·  11. Oktober 2010

Wie beim Tarmed – auch gegenüber Managed Care ist das Misstrauen der «Basis» zwar spür- und greifbar, aber eine politisch schlagkräftige Opposition konnte sich vorderhand nicht bilden. Nicht einmal innerhalb der Ärzteschaft. Die Folge? Einmal mehr wird – wie beim Tarmed – die zwar misstrauische, aber mutlose Basis den Empfehlungen und Versicherungen der Funktionäre glauben. Selbst jenen Funktionären, die selber in den Führungsgremien aller möglichen Managed-Care-Organisationen sitzen und längst keine objektive und unabhängige Meinung mehr vertreten.

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Rosenbergstrasse 115

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 19/2010  ·  29. September 2010

Stuttgart, die Hauptstadt des Landes Baden-Würtemberg und der Schweizer Mentalität nahe, erlebt in diesen Tagen das Fehlen der direkten Demokratie. Die Politiker haben beschlossen, einen neuen Bahnhof zu bauen – natürlich nicht nur der Liebe zur Bahn wegen, sondern auch, weil dadurch ein paar Hektaren Land gewonnen und überbaubar würden. Ein gutes Geschäft – nur leider nicht für die Steuerzahler. Die sollen die Kosten von anfänglich geschätzten 2, vielleicht auch 6 und am Ende möglicherweise 8 oder 10 Milliarden Euro übernehmen. Dagegen wehrt sich die Bevölkerung, wenn auch, leider, mit untauglichen politischen Mitteln.

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Editorial

Das Cassis-de-Montagnola-Prinzip

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 18/2010  ·  10. September 2010

Ob Kollege Hollenstein Sarbach die hanebüchene Duplik von Kollege FDP-Bundesratskandidat Ignazio Cassis in der SAeZ Nr. 33 auf seinen Leserbrief selber tripliziert? Wir wissen es (noch) nicht. Nötig wärs. Denn da steht von Dummheiten bis Ungeheuerlichkeiten so ziemlich alles drin, was man sich nicht wünscht. Beginnen wir mit der rhetorischen Frage, ob 2 Milliarden Franken Mehrumsatz pro Jahr im Gesundheitswesen in Ordnung seien. Allein die Frage impliziert: Sie sind es nicht und sie seien dank integrierter Versorgung (teilweise) einzusparen.

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Rosenbergstrasse 115

Von Richard Altorfer  ·  Ars Medici 18/2010  ·  10. September 2010

Unsere normale deutsche Sprache, vor allem die geschriebene, bietet offenbar zu wenig Möglichkeiten, sich differenziert auszudrücken. Immer häufiger sehen wir uns ideologisch motivierten, typografischen Innovationen ausgesetzt. Kaum haben wir uns an den Anblick (wenn auch nicht den Gebrauch) des genderkorrekten beziehungsweise feministischen «I» gewöhnt, setzt man uns neue, ungewohnt platzierte Versalien beziehungsweise Majuskeln vor.

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