Schlagwort: Herzinsuffizienz
MRA senken Hospitalisationen bei HFpEF
Herzinsuffizienz: Daran denken und abklären
Viele Patienten überleben heutzutage den Herzinfarkt oder leiden an einem Typ-2-Diabetes. Das macht sie zu Kandidaten für eine Herzinsuffizienz. Wie man sie erkennt und was weiter zu tun ist, erklärte Prof. Dr. Mattia Arrigo, Chefarzt und Professor für Innere Medizin, Ospedale Regionale di Lugano und Università della Svizzera italiana, am Ärztekongress in Davos anhand von zwei Fallvignetten.
Oraler GLP-1-RA kann auch Herzinsuffizienz reduzieren
Herzinsuffizienz ist eine häufige Komplikation bei Patienten mit Typ-2-Diabetes. In der doppelblinden, plazebokontrollierten, randomisierten und multizentrischen klinischen Phase-3b-Studie SOUL reduzierte orales Semaglutid das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse (MACE), bestehend aus kardiovaskulärem Tod, nicht tödlichem Myokardinfarkt oder nicht tödlichem Hirnschlag, bei Patienten mit Typ-2-Diabetes.
Patienten mit Diabetes: HbA1c-Jahre entscheiden über Spätkomplikationen
Früherkennung und rigorose HbA1c-Kontrolle können das Auftreten von Spätkomplikationen hinauszögern. Entscheidend dabei ist die kumulative glykämische Belastung, die in Anlehnung an die Packyears in HbA1c-Jahren angegeben wird. Welche Spätkomplikationen mit welchen Therapien beeinflusst werden können, erklärte Prof. Dr. Roger Lehmann, Zürich, an einer FOMF-Veranstaltung.
Hypertrophe Kardiomyopathie: Was sich hinter HFpEF-Symptomen noch verbergen kann
Kardiomyopathien führen zu Symptomen einer Herzinsuffizienz, bei denen die klassische Herzinsuffizienztherapie zu keiner wesentlichen Besserung führt. Meist werden diese Kardiomyopathien zufällig entdeckt. Im Fall einer obstruktiven hypertrophen Kardiomyopathie besteht jedoch eine spezifische Therapie, wie Dr. Niccolò Maurizi, Service de cardiologie, Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), Lausanne, berichtete.
Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion: Ist der klinische Verlauf beeinflussbar?
Für die Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion (HFrEF) existiert mit der Vierfachtherapie eine effiziente Behandlung der Symptome. Unter bestimmten Umständen kann sich der Verlauf dieser Erkrankung jedoch so verändern, dass eine Verringerung oder sogar ein Stopp der Therapie möglich ist. Wann das der Fall ist, wurde am Jahreskongress der European Society of Cardiology (ESC) diskutiert.
Herzinsuffizienz bei Frauen zeigt sich anders
Die kleinen, aber fatalen Unterschiede
Die traditionellen Risikofaktoren für eine Herzinsuffizienz sind bei beiden Geschlechtern gleich: Hypertonie, Diabetes, Adipositas und Rauchen. Allerdings schädigen sie Frauenherzen stärker. Warum Frauen häufiger eine Herzinsuffizienz mit erhaltener und Männer eher eine Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion entwickeln, erklärten Expertinnen der Universitätsspitäler Genf und Basel.
Herzinsuffizienz zu häufig unentdeckt: «Eine Hospitalisierung ist Resultat einer zu späten Diagnose»
Unentdeckte Herzinsuffizienzen sind häufig. Sie mindern nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern generieren im Fall einer Hospitalisierung auch hohe Kosten. Um eine Verschlechterung der Herzinsuffizienz abzubremsen, müsse die Diagnose möglichst früh gestellt werden, so Prof. Dr. Christian Müller, Universitäres Herzzentrum, Universitätsspital Basel. Eine Schweizer Studie soll den Unterschied dokumentieren.
Immer mehr Anwendungsbereiche: GLP-1-RA auch bei Herzinsuffizienz?
Weil Adipositas ein starker Risikofaktor für Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion (HFpEF) ist, müssten sich die Symptome mit einer Gewichtsabnahme verbessern. Diese Hypothese wurde mit den neuen Medikamenten zur Gewichtsabnahme bei Patienten mit HFpEF getestet. Die Resultate sind vielversprechend, wie Dr. Matthias Nägele, Kardiologie, Universitätsspital Zürich, berichtete.