Neue Wege in der Therapie
Fortschritte in Diagnostik und Therapie versprechen Patienten mit primärer biliärer Cholangitis eine individualisierte Behandlung und eine verbesserte Lebensqualität. Neue Ansätze könnten die Zukunft der Therapie prägen.
Fortschritte in Diagnostik und Therapie versprechen Patienten mit primärer biliärer Cholangitis eine individualisierte Behandlung und eine verbesserte Lebensqualität. Neue Ansätze könnten die Zukunft der Therapie prägen.
Die Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen ist in den vergangenen Jahren zunehmend differenzierter geworden. Neue Wirkmechanismen, molekulare Zielstrukturen und therapeutische Kombinationen ermöglichen heute individualisierte Behandlungsansätze für Erkrankungen wie Psoriasis, atopische Dermatitis oder Vitiligo.
Von unspezifischer Immunsuppression zu zielgerichteter Modulation
Die atopische Dermatitis ist ein Paradebeispiel dafür, wie translationale Forschung die klinische Praxis verändert. Dank präziser Zielstrukturen wie IL-13, IL-31 oder OX40 eröffnen sich heute zunehmend individualisierte Behandlungsstrategien.
Patientinnen mit schwerer atopischer Dermatitis (AD) benötigen auch in der Schwangerschaft eine Therapie. Ein Positionspapier gibt Dermatologen eine Richtlinie für die Therapieauswahl, die jedoch immer individuell zugeschnitten sein muss.
Wie kann der Gonorrhoe-Welle Einhalt geboten werden?
Die Inzidenz von Geschlechtskrankheiten befindet sich im Aufwind. Vor allem bei Gonorrhoe (GO) steigen die Erkrankungszahlen, aber auch die Resistenzraten gegen bewährte Antibiotika. Welche Ursachen dahinterstecken und welche Chancen bei Prävention und Therapie bestehen, beleuchtete Prof. Dr. Norbert Brockmeyer aus Bochum (D) bei der Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) in Berlin.
Kleine Neozoen mit potenziell grosser Wirkung
Der Klimawandel wirkt sich auf vektorassoziierte Erkrankungen aus. Insbesondere die Häufigkeit und das Überleben der Vektoren, aber auch deren Aktivität und Stechfrequenzen hängen vom Klima ab. In naher Zukunft ist mit einem vermehrten Auftreten sowie auch mit der Etablierung von Infektionen, die bisher nur als Reisekrankheiten auftraten, zu rechnen. Aber auch einheimische Erreger, wie etwa die Borrelien, werden vermutlich vom Klimawandel profitieren.
Die HPV-Impfung schützt nicht nur vor Genitalwarzen, sondern auch vor Gebärmutterhals- oder Analkrebs und Kopf-Hals-Tumoren. Auch Menschen über 18 Jahre, die noch keine HPV-Impfung hatten, können von einer Impfung gegen HPV profitieren. Darauf machten die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und die Deutsche STI Gesellschaft (DSTIG) anlässlich des Welt-HPV-Tages am 4. März 2025 aufmerksam.
Die meisten Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis werden heute nicht leit liniengerecht behandelt. Dabei zeigen immer mehr Daten, dass Patienten durch eine wirksame System therapie eine Krankheitskontrolle erreichen können, was auch ihre Führung in der Praxis vereinfacht.
Bei dystrophischer Epidermolysis bullosa gab es bisher kaum Möglichkeiten, um die Wunden der vulnerablen Haut nachhaltig zu schliessen und somit langfristig Narbenkontrakturen vorzubeugen. Mit einer topischen Gentherapie könnte sich das nun ändern, wie Prof. Dr. Cristina Has aus Freiburg im Breisgau (D) auf der diesjährigen Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Berlin erläuterte.