Kosmetischer Eingriff mit Folgen: Disseminierte Sarkoidose wegen Augenbrauen-Tattoo
Tätowierungen können kutane Sarkoidose-Läsionen induzieren – eine mögliche erste sichtbare Manifestation einer multisystemischen granulomatösen Erkrankung.
Tätowierungen können kutane Sarkoidose-Läsionen induzieren – eine mögliche erste sichtbare Manifestation einer multisystemischen granulomatösen Erkrankung.
Die Behandlung der Rosazea ist anspruchsvoll, da zahlreiche Faktoren wie Barrierestörungen, Mikrobiomveränderungen und inflammatorische Prozesse ineinandergreifen. Zusätzlich zu den bestehenden Optionen befinden sich einige interessante neue Behandlungsmöglichkeiten in der Pipeline.
Durch Januskinase(JAK)-Hemmer-Inhibitoren wird die Entzündungskaskade schon weit oben gebremst, was sich in der Behandlung bei Psoriasis und atopischem Ekzem bereits bewährt hat. Etliche neue JAK-Hemmer – topisch und oral – stehen in den Startlöchern für eine Reihe weiterer chronisch entzündlicher Hauterkrankungen, wie auf dem Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) deutlich wurde.
Durch Januskinase(JAK)-Hemmer-Inhibitoren wird die Entzündungskaskade schon weit oben gebremst, was sich in der Behandlung bei Psoriasis und atopischem Ekzem bereits bewährt hat. Etliche neue JAK-Hemmer – topisch und oral – stehen in den Startlöchern für eine Reihe weiterer chronisch entzündlicher Hauterkrankungen, wie auf dem Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) deutlich wurde.
Chronischer Juckreiz, Schlaflosigkeit, Schmerzen und soziale Ausgrenzung schränken die Lebensqualität bei schwerem atopischem Ekzem oft so stark ein, dass die Betroffenen an Suizid denken. Wie gross das Suizidrisiko tatsächlich ist, wurde in der «Scars of Life»-Studie untersucht, die auf dem Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) vorgestellt wurde. Bemerkenswert: vor allem unter 30-jährige und übergewichtige Patienten sind gefährdet.
Für die Therapie der Psoriasisarthritis steht heute eine Vielzahl von Therapien mit unterschiedlichen Wirkmechanismen zur Verfügung. Direkte Vergleichsstudien sind rar und zeigen zwischen den verschiedenen Biologika keine Unterschiede in der Wirksamkeit. Therapieentscheidungen sollen daher anhand des Patientenprofils und in Abhängigkeit von den Psoriasismanifestationen sowie den Komorbiditäten getroffen werden. Gemäss dem Treat-to-Target-Konzept soll der Therapieerfolg regelmässig überprüft und die Therapie bei Bedarf angepasst werden.
Zwei aktuelle Cochrane-Reviews liefern die bislang umfassendste Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) und untermauern die bestehenden Impfempfehlungen – ohne Anhaltspunkte für schwere unerwünschte Wirkungen.
Cochrane Review
Infolge des globalen Tourismus und der erneuten Zunahme des Flugverkehrs nach der COVID-Pandemie werden auch wieder häufiger Patienten mit Erkrankungen gesehen, die in fernen Destinationen aufgetreten sind. Eine Kenntnis der dortigen endemischen Krankheitsbilder ist deshalb notwendig.
Raphael Brändle, Corinne Marbet, Markus Streit
Allgemeiner Überblick: Pathophysiologie, Diagnose, Therapie
Chronischer Pruritus ist ein häufig auftretendes Symptom, das auf zahlreiche dermatologische und nicht dermatologische Erkrankungen zurückgehen kann. Obwohl heute einige pathophysiologische Mechanismen zur Entstehung des Juckreizes bekannt sind, lassen sich chronische Formen häufig schwer therapieren. An einer gemeinsamen Fortbildung des Universitätsspitals und des Stadtspitals Zürich gingen namhafte Spezialisten dem Phänomen Pruritus in seinen vielen Facetten auf den Grund. Ein allgemeiner Überblick in diesem ersten Teil des Berichtes.
Für die Behandlung von Wunden aller Art stehen mittlerweile eine ganze Reihe unterschiedlicher Hautersatzprodukte bereit. Am 19. Luzerner Wundtag stellte der Spezialist für komplexe Wunden, PD Dr. Dieter Mayer, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, die verfügbaren Optionen und ihre Eigenschaften vor. So unterschiedlich die Verfahren in ihrer Herstellung auch sein mögen, eines gilt für alle: Je früher mit der Verwendung von Hautersatz bei schwer heilenden («hard-to-heal») Wunden begonnen wird, desto besser sind die Ergebnisse.
Handekzeme zählen zu den häufigen berufsbedingten Hauterkrankungen und stellen sowohl für Betroffene als auch für Betriebe eine Belastung dar. Bis zu 10% der Allgemeinbevölkerung leiden unter einem chronischen Handekzem, wobei die Prävalenz in bestimmten Berufsgruppen deutlich höher liegt. Insbesondere bei Coiffeurfachkräften, Reinigungskräften und Beschäftigten im Gesundheitswesen, in Metallbetrieben oder in der Bauwirtschaft werden Punktprävalenzen von bis zu 40% beschrieben.