Asthma – was ist neu im Jahr 2015?
Die neueste Revision der GINA-Guideline
Die Guideline der Global Initiative for Asthma (GINA) ist kürzlich überarbeitet worden und erfährt einige Änderungen bei der Definition, Diagnostik und Therapie von Asthma.
Die neueste Revision der GINA-Guideline
Die Guideline der Global Initiative for Asthma (GINA) ist kürzlich überarbeitet worden und erfährt einige Änderungen bei der Definition, Diagnostik und Therapie von Asthma.
Inhalieren will gelernt sein
Wir wissen, dass 40 bis 80 Prozent aller Patienten bei der Inhalation entscheidende Fehler machen und damit eine ausreichende Deposition der Pharmaka in den Atemwegen verhindern. Auswege aus dieser Misere bieten die kluge Auswahl des Inhaliergerätes, gute Schulungen und regelmässige Kontrollen der Inhaliertechnik.
Die Frage, ob es sich bei Asthma und COPD um zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen oder zwei Seiten der gleichen Atemwegspathologie handelt, ist nicht vollständig geklärt. Im klinischen Alltag hat man es bei Patienten häufig mit Anzeichen beider Erkrankungen zu tun.
Zwei neue, im Lauf des Jahres präsentierte, Leitlinien sollen die Behandlung von Asthmatikern im klinischen Alltag erleichtern und verbessern. Diese Dokumente wurden auch im Rahmen des europäischen Pulmologenkongresses ERS in München diskutiert.
Der Pneumologe Prof. Dr. med. Michael Tamm, Universitätsspital Basel, präsentierte in Davos einen aktuellen Überblick über die Therapie des Asthmas. Dabei wies er auch auf die Bedeutung der anatomischen Veränderungen der Luftwege hin, die bei Patienten mit Asthma beobachtet werden können.
Eine Netzwerk-Metaanalyse
Kombinationen inhalativer Kortikosteroide und lang wirksamer Betaagonisten als Erhaltungs- und Bedarfsmedikation sowie Fixkombinationen dieser Substanzgruppen erwiesen sich in einer NetzwerkMetaanalyse als wirksamste Strategien zur Prävention von AsthmaExazerbationen im Vergleich zu allen Einzelsubstanzen und allen anderen Kombinationen.
Bei jedem Erwachsenen mit neu aufgetretenem Asthma an Berufsasthma denken
Der Kontakt mit bestimmten Substanzen am Arbeitsplatz kann zu einem Berufsasthma führen. Im Hinblick auf die Prognose ist es wichtig, ein arbeitsplatzassoziiertes Asthma möglichst frühzeitig zu erkennen und eine weitere Exposition gegenüber der auslösenden Substanz zu vermeiden.
Daten aus der Praxis
Beim allergischen Asthma kommt es durch die Bindung von IgE an Mastzellen und basophile Granulozyten zu einer Ausschüttung von Entzündungsmediatoren. Der gegen IgE gerichtete Antikörper Omalizumab bindet das freie IgE und verhindert so nicht nur dessen Andocken an Entzündungszellen, sondern bewirkt auch eine Downregulation beteiligter Rezeptoren mit daraus resultierenden immunmodulatorischen Effekten. Der monoklonale Antikörper ist in der Indikation schweres allergisches Asthma zugelassen. Doch für welche Patienten kommt diese Therapie überhaupt infrage? Was ist dabei zu beachten? Antworten gab Dr. med. Alexander Turk, Zürcher Höhenklinik Wald.
Kommt die phänotypgerechte Therapie für schwere Asthmaformen?
Die Asthmaforschung ist in den vergangenen Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Beispielsweise gibt es neue Erkenntnisse zur Pathogenese der Erkrankung, und es zeichnen sich neue, zielgerichtete Therapiemöglichkeiten insbesondere für Patienten mit schwerem Asthma ab.
Der Pneumologe Prof. Dr. med. Michael Tamm, Universitätsspital Basel, präsentierte in Davos einen aktuellen Überblick über die Therapie des Asthmas. Dabei wies er auch auf die Bedeutung der anatomischen Veränderungen der Luftwege hin, die bei Patienten mit Asthma beobachtet werden können.