Suchtmedizin: CBD mindert Alkoholverlangen bei Alkoholkranken
Für die Behandlung von alkoholbezogenen Erkrankungen gibt es nur wenige Medikamente.
Für die Behandlung von alkoholbezogenen Erkrankungen gibt es nur wenige Medikamente.
Die Antibiotikaresistenz ist heute eine der grössten globalen Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit. Wenn Mikroorganismen sich weiterentwickeln und nicht mehr auf verfügbare Therapien ansprechen, werden die Möglichkeiten zur Behandlung und Prävention schwerer Infektionen eingeschränkt.
Wer unter einer chronisch autoimmun-entzündlichen Erkrankung leidet, trägt per se ein höheres Infektionsrisiko als immunologisch Gesunde. Hinzu kommt die immunsuppressive Wirkung der entsprechenden Therapien, welche das Infektionsrisiko zusätzlich steigert. Ein guter Impfschutz ist für diese Patienten deshalb noch wichtiger als für Gesunde. Wie man diesen erreichen kann, war eines der Themen am 26. Forum Reisen und Gesundheit in Berlin.
Es sind nicht nur immunsupprimierende Medikamente, die Patienten für Infekte anfällig machen. Eine Immundefizienz kann angeboren sein und lange verborgen bleiben. Wann Infekte hellhörig machen sollten und wie sie abgeklärt werden können, erklärte Prof. Dr. Philip Tarr, Stv. Chefarzt Klinik Innere Medizin, Leiter Infektiologie, Kantonsspital Baselland, an einem FOMF Allgemeine Innere Medizin Update Refresher in Basel. Die beste Prävention bei diesen Patienten sind Impfungen, doch können bei ihnen nicht alle Impfstoffe jederzeit verabreicht werden.
Müdigkeit nach viralen Infekten ist ein häufiges Problem. Gemäss einer Untersuchung in britischen Hausarztpraxen leidet zirka ein Drittel der infektgenesenen Patienten noch nach sechs Monaten an übermässiger Müdigkeit.
Akute wie chronische Wunde bedürfen je nach Beschaffenheit spezieller Behandlungen, um sie zu einer guten Heilung zu bringen. Wie dabei vorzugehen ist und welche Wundverbände sich für welche Wunde eignen, erklärte Dr. Simon Wrann, Chefarzt, Chirurgische Klinik, See-Spital, Horgen, am Jahreskongress des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM) in Luzern
Für das Vorgehen bei kolonisierten, infizierten oder infektionsgefährdeten Wunden bestehen international abgestützte Empfehlungen, die Dr. Thomas Eberlein, College of Medicine and Medical Sciences, Arabian Gulf University, Manama, Bahrain, am 23. Symposium der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung vorstellte.
In der Behandlung chronischer Wunden wie den Ulzera verschiedener Genese führen an sich einleuchtende Konzepte auch immer wieder zu einer gewissen Ernüchterung, wenn sie nach den Massstäben der evidenzbasierten Medizin geprüft werden. Deren Ergebnisse seien keine Konkurrenz zur klinischen Erfahrung von Ärzten oder Pflegenden, sondern ergänzten sie, so Prof. Dr. Jürg Hafner, Leitender Arzt, Dermatologischen Klinik, Universitätsspital Zürich, am 23. Symposium der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung.
Vor dem Hintergrund weltweit zunehmender Resistenzen wird der sachgemässe Einsatz von Antibiotika immer dringlicher. Um deren Verbrauch und damit weitere Resistenzentwicklungen zu reduzieren, sind andere Behandlungsansätze gefragt. In vielen Fällen können Phytotherapeutika sinnvolle Alternativen darstellen. Besonders auch, weil es sich dabei um Naturstoffgemische handelt, die synergistisch wirken und andere Virulenzfaktoren als Antibiotika zum Ziel haben.