Pharmakologie: Paracetamol kann den Blutdruck steigern
In einer kleinen, doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie erhielten 110 Personen 2 Wochen lang die Höchstdosis von 4 g Paracetamol pro Tag oder ein Plazebo.
In einer kleinen, doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie erhielten 110 Personen 2 Wochen lang die Höchstdosis von 4 g Paracetamol pro Tag oder ein Plazebo.
Die umstrittene Zulassung von Aducanumab gegen Alzheimer-Demenz in den USA und die Ablehnung der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) werfen einmal mehr ein Schlaglicht auf das nach wie vor ungelöste Problem, eine überzeugende Therapie für Alzheimer-Patienten zu finden. Fortschritte scheint es bei der Suche nach Verfahren zu geben, die eine einfachere Bestimmung potenzieller Demenzmarker erlauben.
Die Leitlinie zur stationären Therapie von COVID-19-Patienten wurde aktualisiert. Sie enthält nun Empfehlungen zu allen derzeit verfügbaren und wirksamen COVID-19-Medikamenten. Neu hinzugekommen sind mehrere medikamentöse Therapien, die in der Frühphase der Erkrankung eingesetzt werden.
Infektionen eines künstlichen Hüft- und Kniegelenks sind eine zwar seltene, aber gefürchtete Komplikation. Sie tritt mitunter noch Jahrzehnte nach der Implantation auf. Deshalb empfehlen Fachgesellschaften in Deutschland und in den USA grundsätzlich die einmalige Gabe eines Antibiotikums, wenn bei Trägern künstlicher Gelenke blutende Eingriffe an den Zähnen erfolgen (z. B. Paradontosebehandlung, Zahnreinigung, Zähne ziehen).
Dass ein Gesprächspartner schlechter zu verstehen ist, wenn er eine Gesichtsmaske trägt, hat vornehmlich visuelle Gründe.
Seit Jahren wird diskutiert, ob Hypertonie per se sowie bestimmte Blutdrucksenker Risikofaktoren für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes sind. Gemäss einer kürzlich publizierten Studie könnten ACEHemmer und Sartane das Diabetesrisiko für Hypertoniepatienten senken, Betablocker und Thiaziddiuretika hingegen erhöhen.
Jeder kennt ihn, den geheimnisvollen Plazeboeffekt, der Zuckerpillen medizinische Wirksamkeit verleihen kann. Lange Zeit glaubte man, dass man den Patienten die inerte Natur des vemeintlichen Heilmittels wohlweislich verschweigen müsse, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Deshalb verordneten Ärzte früher, ohne mit der Wimper zu zucken, so manchem Patienten ein vermeintlich «sehr wirksames Medikament», das in Tat und Wahrheit nur ein Plazebo war.
Als Impfstoff haben sich Ribonukleinsäuren (RNA) bereits bewährt, und sie ermöglichen darüber hinaus neue Therapieansätze. So wurde am Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin eine RNATherapie gegen Herzinsuffizienz entwickelt, die bereits eine klinische Phase-Ib-Studie durchlaufen hat.
Patienten, denen eine Hüftprothese eingesetzt wurde, sind frühestens 4 Wochen nach der Operation wieder fahrtüchtig (1). Nach dem Ersatz ihres Kniegelenks sollten sie mindestens 6 Wochen warten (2). Das ergaben 2 klinische Studien an der Charité in Berlin.
In einer britischen Studie spielte Sex als Todesursache offenbar nur bei 0,2 Prozent der Patienten, die an plötzlichem Herztod verstorben waren, eine Rolle. Die Kohorte umfasste 6847 Personen, die nach plötzlichem Herztod von Januar 1994 bis August 2020 an der kardiologischen Pathologie der St. George’s University in London obduziert wurden (1).