Autor: Renate Bonifer
RSV-Schutz für Neugeborene: Was spricht für die maternale Impfung?
Um Neugeborene vor dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) zu schützen, kann man bei einem Geburtstermin von Oktober bis März entweder die Schwangere rechtzeitig impfen oder dem Neugeborenen einen monoklonalen Antikörper verabreichen.
Update Reisemedizin: Empfehlenswerte Impfungen für die Reise
Bei Reiseimpfungen denken vermutlich viele eher an klassische Tropenkrankheiten, aber auch der Schutz vor Infektionskrankheiten wie COVID-19, Influenza, RSV und Pneumokokken ist für Reisende wichtig. Folgerichtig ging es am 27. Forum Reisen und Gesundheit in Berlin neben aktuellen Informationen zu Dengue und Chikungunya, Gelbfieber, Typhus und Tollwut auch um die Rolle überall verbreiteter Infektionen.
Relevantes Risiko trotz WHO-Entwarnung: Mpox-Viren zirkulieren weltweit
Im September 2025 erklärte die WHO den wegen Mpox ausgerufenen globalen Gesundheitsnotstand für beendet. Verschwunden ist das Virus jedoch nicht. Es zirkuliert weiterhin in verschiedenen Ländern und Regionen, teils unabhängig von Reisen und nicht nur in den bekannten Hot Spots in Afrika. Auch in Europa und den USA treten immer wieder Mpox-Fälle auf.
Neuigkeiten im Schweizer Impfplan: Impfungen für Erwachsene rücken in den Fokus
Während Impfungen früher eher ein Thema für Pädiater waren, rückt das Impfen der Generation 65+ zunehmend in den Fokus. Das zeigt sich bei den Neuigkeiten zum Schweizer Impfplan, die Prof. Dr. Christoph T. Berger, Basel, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF), im Hinblick auf Grippe, COVID-19, Pneumokokken und RSV am Schweizer Impfkongress vorstellte.
Nicht so selten: Symptomatische FSME ohne ZNS-Beteiligung
Als relativ harmlos galten bis anhin Symptome einer Infektion mit dem FSME-Virus ohne Beteiligung des ZNS, weil sie meist scheinbar folgenlos abheilen. Doch dem sei nicht so, betonte Prof. Dr. Dace Zavadska, Universitätsspital Riga, Lettland. Auch eine Non-ZNS-FMSE könne einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Patienten haben, sagte sie in ihrer Keynote-Lecture am Schweizer Impfkongress.
Immunseneszenz: Was bremst die Alterung des Immunsystems
Mit dem Alter sinkt die Abwehrkraft des Organismus. Die Präventionsstudien VITAL und DO-HEALTH zeigten, dass Supplemente mit Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren sowie ein einfaches Krafttraining diesen Prozess verzögern könnten, berichtete Prof. Dr. Heike A. Bischoff-Ferrari, Leiterin des Schweizer Campus für gesunde Langlebigkeit der Universität Basel, am Schweizer Impfkongress.
Monitoring von Infektionskrankheiten: Abwasserscreening in der Schweiz
Meldepflicht und Sentinella-Meldesystem liefern einen Eindruck von der Infektionslage in der Schweiz, wenn auch mit leichter Verzögerung. In Echtzeit und repräsentativ für die Bevölkerung gibt hingegen das Abwasser Auskunft über zirkulierende Keime. Wie das funktioniert, erklärte Dr. Christoph Ort vom Wasserforschungsinstitut Eawag am Schweizer Impfkongress.
Reiseberatung – Impfprävention und Mückenschutz
Angesichts massiv steigender Fallzahlen rücken Denguefieber und andere durch Mücken übertragene Krankheiten zunehmend in den Fokus der Reiseberatung. Gleichzeitig betonte man am 26. Forum Reisen und Gesundheit in Berlin die Rolle der Reiseberatung als Chance, Lücken bei Routineimpfungen wie zum Beispiel bei Influenza oder Masern zu schliessen, zumal diese Impfungen nicht nur zu Hause, sondern gerade auch auf Reisen wichtig sind.
Trotz Immunsuppression auf Reisen – Impfempfehlungen für Reisende unter immunmodulierenden Therapien
Wer unter einer chronisch autoimmun-entzündlichen Erkrankung leidet, trägt per se ein höheres Infektionsrisiko als immunologisch Gesunde. Hinzu kommt die immunsuppressive Wirkung der entsprechenden Therapien, welche das Infektionsrisiko zusätzlich steigert. Ein guter Impfschutz ist für diese Patienten deshalb noch wichtiger als für Gesunde. Wie man diesen erreichen kann, war eines der Themen am 26. Forum Reisen und Gesundheit in Berlin.