Kongressnews
– Kinder und Jugendliche psychisch durch CED belastet
– Bessere Einschätzung von Colitis ulcerosa durch künstliche Intelligenz?
– Kein erhöhtes postoperatives Komplikations- risiko durch Biologika
– Kinder und Jugendliche psychisch durch CED belastet
– Bessere Einschätzung von Colitis ulcerosa durch künstliche Intelligenz?
– Kein erhöhtes postoperatives Komplikations- risiko durch Biologika
Interview mit Prof. Gerhard Rogler, Universitätsspital Zürich
Am diesjährigen Jahrestreffen der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) in Kopenhagen zeigte sich, dass neben den Biologika die Januskinase-Inhibitoren in Zukunft eine immer wichtigere Rolle für die Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen spielen. Im Interview erläutert der Gastroenterologe Prof. Dr. med. Dr. phil. Gerhard Rogler vom Universitätsspital Zürich seine Kongress-Highlights.
Ob DNA-Methylierung, Genzusammensetzung, Proteinmuster oder Mikrobiom: Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wird zunehmend nach Möglichkeiten gesucht, den Krankheitsverlauf und/oder den Erfolg bestimmter Therapien vorherzusagen. An der Jahrestagung der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) in Kopenhagen wurden dazu neue Studien vorgestellt.
Sowohl für Patienten mit Morbus Crohn als auch Colitis ulzerosa stehen Januskinase-Inhibitoren bereit, die auch dann noch wirken, wenn Behandlungen mit konventionellen Medikamenten oder Biologika gescheitert sind. Am diesjährigen Treffen der Spezialisten für entzündliche Darmerkrankungen in Kopenhagen wurden dazu neue Ergebnisse vorgestellt.
Chronischem Pruritus können sehr komplexe Ursachen zugrunde liegen, weshalb die therapeutischen Optionen individuell auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt werden sollten. Dr. Markus Streit vom Kantonsspital Aarau berichtete an der Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (SGDV) in Bern von einem extrem hartnäckigen Fall, der ihn jahrelang begleitete und dem schliesslich geholfen werden konnte.
Während der SARS-CoV-2-Pandemie war vor allem bei jüngeren Menschen ein rätselhaftes Phänomen zu beobachten: Rot-violett verfärbte Zehen, so genannte Covid-Toes. Allerdings ist bis heute ungeklärt, ob diese Hautveränderungen überhaupt ursächlich mit SARS-CoV-2 in Zusammenhang stehen. Am SGDV in Bern gab PD Dr. med. Helmut Beltraminelli vom EOC in Bellinzona dazu einen Überblick.
Die Anwendung von neoadjuvanten Immuntherapien bei fortgeschrittenen Melanomen zeigt in verschiedenen Studien einen klaren Vorteil im Gesamtüberleben der Patienten – eine Erkenntnis, die die Melanombehandlung verändern wird. «Es geht darum, die Behandlungen zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen», sagte Prof. Reinhard Dummer vom Universitätsspital Zürich bei seinem Vortrag am Jahrestreffen der Schweizer Dermatologen (SGDV) in Bern.
Mit der Erweiterung der Therapieoptionen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wird zunehmend nach prognostischen Markern gesucht. Jedoch stecken solche Ansätze bislang zumeist noch in der Versuchsphase. Am Jahrestreffen der European Crohnʼs and Colitis Organisation (ECCO) in Kopenhagen wurde eine Reihe von interessanten neuen wissenschaftlichen Studien vorgestellt.
Patienten mit rheumatoiden Erkrankungen werden immer wieder von Schmerzen heimgesucht. Obwohl für den Einsatz von Opioiden zur Schmerzbekämpfung bei rheumatischen Erkrankungen nur wenig Evidenz vorliegt, werden sie in den USA inflationär verschrieben. Und in Europa? Am EULAR-Kongress beschäftigten sich sehr unterschiedliche Studien mit den Möglichkeiten einer Schmerzreduktion.
Bei rheumatoiden Erkrankungen werden Glukokortikoide immer noch häufig als Basistherapeutika eingesetzt. Vorteile: schnell einsetzende Wirkung, Reduktion von Schwellungen und Schmerzen, Verbesserung der Funktion sowie Hemmung der radiologischen Progression. Allerdings ist die Liste der damit verbundenen und zum Teil erheblichen Nebenwirkungen sehr lang. Deshalb gilt die Regel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Am Kongress der SGR in Interlaken wurde diesem Thema eine eigene Session gewidmet.