Autor: Christine Mücke
Aktualisierte Onkopedia-Leitlinien und Webinare
Die Prognose von Erwachsenen mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL) hat sich in den letzten Jahren verbessert. Neue Behandlungsansätze und präzisere Therapiesteuerung spielen dabei eine zentrale Rolle. Diese Fortschritte spiegeln sich in der aktualisierten Leitlinie «Akute Lymphatische Leukämie (ALL)» wider. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Nicola Gökbuget, Frankfurt, wurden die Empfehlungen für Diagnostik und Therapie überarbeitet, angelehnt an die Protokolle der German Multicenter Study Group for Adult ALL (GMALL) und die internationalen Konsensusempfehlungen des European Leukemia Net (ELN).
S3-Leitlinie zur onkologischen Ernährung aktualisiert – Fokus auf perioperative Betreuung und Warnung vor restriktiven Diäten
Nach gut zehn Jahren ist die S3-Leitlinie «Klinische Ernährung in der Onkologie» überarbeitet und erstmals in das Leitlinienprogramm Onkologie integriert worden. Eine zentrale Botschaft betrifft sogenannte Krebsdiäten: Für restriktive Ernährungsformen wie Fastenprogramme, ketogene Diäten oder spezielle Krebsdiäten etwa nach Budwig oder Breuss fehlt bislang ein belegter Nutzen.
Ovarialkarzinom programmiert das Omentum für Metastasen um
Ein Ovarialkarzinom hat oft bereits zum Zeitpunkt der Diagnose ins Omentum metastasiert. Forscher der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel haben gezeigt, dass Tumorzellen dieses Organ umfassend umprogrammieren und ein metastasenförderndes Mikromilieu schaffen können. Ihren Untersuchungen lag eine praktische Frage zugrunde, so PD Dr. Francis Jacob vom Departement Biomedizin der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel: Sollte bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom neben den sichtbaren Tumoren und Metastasen prophylaktisch das gesamte Omentum chirurgisch entfernt werden, um die Rezidivrate zu senken?
Rheumaliga: Neue Broschüre informiert über Morbus Sjögren
Die Rheumaliga Schweiz hat eine neue Broschüre zu Morbus Sjögren veröffentlicht. Die chronisch-entzündliche Auto- immunerkrankung betrifft in der Schweiz schätzungsweise 15 000 bis 20 000 Personen, Frauen erkranken rund zehn- mal häufiger als Männer.
Pharmamarkt Schweiz 2025: Generika und Biosimilars treiben Wachstum
Der Schweizer Medikamentenmarkt ist 2025 weitergewach- sen. Gemäss von IQVIA erhobenen Daten wurden Arznei- mittel im Wert von 8,1 Milliarden Franken zu Fabrikabga- bepreisen verkauft. Das entspricht einem Plus von 5,0% gegenüber dem Vorjahr.
Chronobiologie: Frühlingsmüdigkeit – alles nur Einbildung?
Fühlen Sie sich im Frühjahr öfter müde und erschöpft als sonst? Damit sind Sie nicht allein. Doch ist das wirklich so? Da wissenschaftliche Daten dazu fehlten, hat eine Studie der Universität Basel, der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel sowie des Inselspitals Bern diese Frage nun näher beleuchtet. Die Ergebnisse deuten eher auf ein kulturelles Wahrnehmungsmuster als ein messbares biologisches Phänomen.
Achtung, Beipackzettel
«Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.» Diese gesetzlich vorgeschriebene Standardformel kennt jeder aus der Werbung für rezeptfreie Medikamente. Im Praxisalltag zeigt sich jedoch, wie unterschiedlich Menschen auf diesen Hinweis reagieren können. Manche nehmen ihn zur Kenntnis und schenken einer Packungsbeilage keine weitere Aufmerksamkeit. Andere lesen selbst die Beipackzettel verordneter Medikamente mit Akribie, vergleichen Prozentzahlen und wägen auch geringe Wahrscheinlichkeiten für eine Nebenwirkung sorgfältig ab.
Medikamentenadhärenz: Apps kein Ersatz für Gesundheitsfachpersonen
Bis zur Hälfte derjenigen, die regelmässig auf Medikamente angewiesen sind, nehmen diese langfristig nicht wie verordnet ein. Das kann gesundheitliche Folgen für die Betroffenen haben und das Gesundheitssystem belasten: Einer länderübergreifenden Review zufolge entstehen jährlich zusätzliche Kosten von 950 bis 44 000 US-Dollar pro Person durch Non-Adhärenz, so die Pharmazeutin Dr. Kirstin Messner in einer Medienmitteilung der Universität Basel.
Angst, Depression, ADHS: Hohe Bildschirmzeit schadet der psychischen Gesundheit von Kindern
Eine aktuelle Analyse repräsentativer US-Daten zeigt: Kinder und Jugendliche, die täglich mehr als vier Stunden vor Bildschirmen verbringen, haben ein deutlich höheres Risiko für psychische Störungen.