Schlagwort: Hausarztmedizin
KI in der Hausarztpraxis: Viel Potenzial – schwieriger Start
Ohne technische Unterstützung ist das Patienten- und Bürokratieaufkommen nicht mehr zu bewältigen, und daher ist das Interesse an Entlastung schon jetzt sehr gross, wie der Allgemeininternist und Fach informatiker Frederik Hantke im Gespräch mit Ars Medici hervorhebt. Wo er Potenzial in künstlicher Intelligenz (KI) sieht und wo er Gefahren vermutet, lesen Sie im folgenden Interview.
Kardiovaskuläre Konsequenzen: Gibt es die gesunde Adipositas?
Gesunde adipöse Personen ohne kardiometabolische Veränderungen gibt es. Das Problem dabei ist: Es bleibt nicht so, Fettgewebe wandelt sich mit der Zeit vom ruhenden Energiespeicher zum metabolisch aktiven Gewebe. Die kardiometabolischen Konsequenzen der Adipositas und die Verbesserungen, die durch Therapie erzielt werden können, waren Thema am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Kardiologie (SGK) in Zürich.
Update Adipositas: Richtig einteilen, Stigmatisierung vermeiden
Im Umgang mit Adipositas ist eine empathische, nicht stigmatisierende Einstellung zentral. Wie eine neue Definition der Adipositas Fehlklassierungen bei Übergewichtigen und Adipösen vermeidet und welche Rolle der Lifestyle-Veränderung, den neuen Adipositas-Medikamenten oder bariatrischen Operationen heute in der Therapie zukommt, erläuterte Dr. Maria Mathiopoulou, Oberärztin, Endokrinologie und Diabetologie, Spital Uster, am 4. Ustermer Symposium.
GLP-1-Rezeptoragonist oder Sport – Pro und Contra
Soll man Übergewichtigen Sport empfehlen oder eine Therapie mit GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) starten? Während zuerst der Endokrinologe Prof. Dr. Bernd Schultes, Stoffwechselzentrum St. Gallen, die Vorteile der GLP-1-RA hervorhob, zeigte anschliessend der Kardiologe Prof. Dr. Christian Marc Schmied, HerzZentrum Hirslanden Zürich und HerzGefässZentrum im Park, Zürich, die Bedeutung der körperlichen Aktivität auf. Schnell wurde klar, nicht «entweder oder», sondern «sowohl als auch». Beide Referenten betonten, wie wichtig die Kenntnis der Wirksamkeit und Grenzen beider Therapien ist, um jedem Patienten die optimale Behandlung zu ermöglichen.
Neue Empfehlungen für Diabetes am Steuer
Achtung: neue Grenzwerte für die Fahrerlaubnis
In diesem Jahr wurden aktualisierte Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie (SGED) zur Fahreignung und zur Fahrfähigkeit bei Patienten mit Diabetes mellitus publiziert. Was sich neben neuen Grenzwerten auch noch geändert hat, erklärte Prof. Dr. Roger Lehmann am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) in Basel.
Evidenz und Risiken Die antientzündliche Ernährung
Bei verschiedenen Krankheiten kann eine antientzündliche Ernährung einen günstigen Effekt haben. Sie sollte eine medikamentöse Therapie aber nicht ersetzen. Prof. Dr. Kim Lauper, Leitende Ärztin, Rheumatologie, Universitätsspital Genf (HUG), präsentierte die aktuellen Erkenntnisse zur Wirkung antientzündlicher Ernährung und zeigte auch deren Grenzen auf.
Bei verschiedenen Krankheiten kann eine antientzündliche Ernährung einen günstigen Effekt haben. Sie sollte eine medikamentöse Therapie aber nicht ersetzen. Prof. Dr. Kim Lauper, Leitende Ärztin, Rheumatologie, Universitätsspital Genf (HUG), präsentierte die aktuellen Erkenntnisse zur Wirkung antientzündlicher Ernährung und zeigte auch deren Grenzen auf.
Entscheiden im Dazwischen
«Die künstliche Intelligenz hält in der Medizin rasend schnell Einzug»
Die künstliche Intelligenz (KI) wird die Arbeit der Ärzte in den kommenden Jahren stark verändern, Diagnosen werden schneller und präziser, personalisierte Therapieentscheidungen einfacher. Zu den Höhepunkten des europäischen Jahrestreffens der Rheumatologen (EULAR) in Barcelona äusserte sich Dr. Adrian Forster von der Schulthess Klinik in Zürich. Lesen Sie über hilfreiche und «blödsinnige» KI, die Wege zur möglichst optimalen Therapieentscheidung und eine gänzlich neu beschriebene Erkrankung.
Osteoporose: Knochendichte im Zentrum des Managements
Das Risiko für osteoporotische Frakturen kann durch adäquate Therapien deutlich gesenkt werden. Obwohl die Behandlungsoptionen bislang überschaubar sind, ist beim Therapiemanagement sehr vieles zu beachten. Am diesjährigen Treffen der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) in Barcelona gab Prof. Dr. Bente Langdahl vom Universitätsspital Aarhus (DK) einen umfassenden Überblick.