Rosenbergstrasse 115
Ärzte (Vasella), Banklehrlinge (Ospel) und Steuerexperten (Marchionne) erscheinen dieses Jahr neben Unternehmern aus Familiendynastien neu auf der Liste der reichsten Schweizer – wenn da auch auf den hintersten Rängen. Man mag sie nicht so recht, diese Manager mit den Millionenbezügen. Standardkritik: Woher nur nimmt einer sich das Recht, für seine Arbeit so viel Geld einzukassieren, bis zu tausendmal mehr als ein gewöhnlicher Arbeitnehmer? Eine berechtigte Frage, zweifellos. Ein ganz klein wenig nur wundert man sich darüber, dass niemand sich darüber aufregt, dass man als Durchschnitts-Eishockeygoalie in Kanada auch als Schweizer drei Millionen pro Jahr verdienen kann oder aber als gescheiterter Fussballtrainer bei der Entlassung eine Abfindung von fast sechs Millionen kassieren darf.