Schlagwort: Vorhofflimmern
Notfalltherapie von Rhythmusstörungen – Vorgehen bei Vorhofflimmern und Tachykardien
Arrhythmien gehören zu den häufigsten Gründen für die Vorstellung in einer Notaufnahme. Der Schnittstelle zwischen niedergelassenem Bereich, Notaufnahmen und Spezialambulanzen kommt bei diesen oft zeitkritischen Erkrankungen eine besondere Wichtigkeit zu. In diesem Artikel soll die Notfalltherapie für Patienten mit Arrhythmien behandelt werden, aber auch Langzeittherapieoptionen beleuchtet werden.
Schlaganfall und Vorhofflimmern: Neueste Erkenntnisse und offene Fragen
Etwa ein Viertel aller ischämischen Schlaganfälle ist durch Vorhofflimmern (VHF), die häufigste kardiale Arrhythmie, bedingt. Obwohl in den letzten Jahren – insbesondere nach der Einführung der direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) – signifikante Fortschritte in der Behandlung von Schlaganfallpatienten mit VHF erreicht wurden, bestehen vielfältige Herausforderungen und für den klinischen Alltag hoch relevante Fragen, die intensiv erforscht werden. Einige davon sind: Wann kann mit den DOAK nach einem Schlaganfall, der kürzlich stattgefunden hat, begonnen werden? Bleibt das günstige Sicherheitsprofil der DOAK bei speziellen Hochrisikopatientenpopulationen erhalten? Wie sind VHF-Patienten, die trotz Antikoagulation einen Schlaganfall erleiden, sekundärpräventiv zu behandeln? Sind die DOAK auch beim embolisch anmutenden Schlaganfall ohne VHF geeignet? Neben den DOAK eröffnen neue, innovative, präventive Ansätze, sowohl medikamentös als auch interventionell, neue Horizonte in der Behandlung von Schlaganfallpatienten mit VHF.
Antikoagulation bei Vorhofflimmern: Therapie mit DOAK ist nützlich
Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) sind gemäss den Guidelines der European Society of Cardiology (ESC) für die Hirnschlagprävention bei Vorhofflimmern den Vitamin-K-Antagonisten vorzuziehen, ausser bei Patienten mit mechanischer Herzklappe oder mittelschwerer bis schwerer Mitralstenose (1). Wie sich der Nutzen beim Einsatz von DOAK zur Hirnschlagprävention gestaltet und welche Dosierung für welche Altersgruppe besser ist, zeigten 2 Studien mit Rivaroxaban, die am virtuellen Jahreskongress der ESC vorgestellt wurden.
Antikoagulation bei Vorhofflimmern – Therapie mit DOAK ist nützlich
Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) sind gemäss den Guidelines der European Society of Cardiology (ESC) für die Hirnschlagprävention bei Vorhofflimmern den Vitamin-K-Antagonisten vorzuziehen, ausser bei Patienten mit mechanischer Herzklappe oder mittelschwerer bis schwerer Mitralstenose (1). Wie sich der Nutzen beim Einsatz von DOAK zur Hirnschlagprävention gestaltet und welche Dosierung für welche Altersgruppe besser ist, zeigten 2 Studien mit Rivaroxaban, die am virtuellen Jahreskongress der ESC vorgestellt wurden.
DOAK nach Klappenersatz – Edoxaban gleich gut wie Vitamin-K-Antagonist
Edoxaban ist Vitamin-K-Antagonisten (VKA) bei Patienten mit Vorhofflimmern nach einer Transkatheteraortenklappenimplantation (TAVI) nicht unterlegen. Das zeigte die ENVISAGE-TAVI-AF-Studie, die am virtuellen Jahreskongress der ESC in einer Hotline-Session vorgestellt und gleichzeitig im «New England Journal of Medicine» publiziert wurde.
Neue Entwicklungen bei Herzschrittmachern und Defibrillatoren
Vor- und Nachteile transvenöser, kabelloser und subkutaner Systeme
Häufige Komplikationen der Schrittmacher- beziehungsweise der Defibrillatortherapie sind Infektion und Elektrodenkomplikation. Diese Risiken können durch den kabellosen Herzschrittmacher oder den subkutanen Defibrillator reduziert werden. Aufgrund anderer Limitationen werden diese neuen Systeme in den nächsten Jahren jedoch nicht die konventionellen transvenösen Systeme komplett ersetzen. Uns werden künftig transvenöse, kabellose und subkutane Systeme im Alltag begegnen. Aus dem Fehlen einer infraklavikulären Aggregattasche darf nicht geschlossen werden, dass dem Patienten kein Herzschrittmacher oder Defibrillator implantiert wurde.
Vorhofflimmern: Hoch dosierte Omega-3-Fettsäuren können das Risiko steigern
Der tatsächliche Nutzen der Omega-3Fettsäuren zur allgemeinen kardiovaskulären Prävention ist umstritten. Auch die Hoffnung, damit dem Vorhofflimmern vorbeugen zu können, hat sich nicht erfüllt.
Hirnschlagpatienten mit Vorhofflimmern – Wie antikoagulieren bei hochbetagten Menschen?
Sehr alte Hirnschlagpatienten mit Vorhofflimmern profitieren von einer Therapie mit direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK). Warum eine Zurückhaltung bei Sturzgefährdeten, auf fremde Hilfe angewiesenen Gebrechlichen oder alten Patienten mit intrakraniellen Mikroblutungen unbegründet sei, erklärte Prof. Stefan Engelter, Chefarzt Rehabilitation Universitäre Altersmedizin Felix Platter und Leitender Arzt Behandlungskette Schlaganfall, Stroke Center, Klinik für Neurologie, Universitätsspital Basel, am Jahreskongress des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM).
LAAOS-III-Studie – Vorhofohr-Verschluss reduziert Hirnschlagrate
Patienten mit Vorhofflimmern haben aufgrund einer erhöhten Thrombosegefahr ein höheres Risiko für Hirnschlag. Die Thromben entstehen häufig im linken Vorhofohr, was die Vermutung nahelegte, dass ein Verschluss desselben das Hirnschlagrisiko verringern könnte. Die LAAOS-III-Studie, die am Jahreskongress des American College of Cardiology (ACC) präsentiert wurde, untersuchte diese Fragestellung und zeigte für diese Methode eine Risikoreduktion von 33 Prozent. Das könnte sich praxisverändernd auswirken.