Autor: Valérie Herzog
54-Monats-Daten von Acoramidis bei kardialer Amyloidose
Reduziertes VTE-Risiko unter Bempedoinsäure
DAPT nur in den ersten 24 Stunden nützlich
Hypertonie senkt Demenzrisiko
Insomnietherapie mit Schlafmitteln: Nur vorsichtig und kurzfristig einsetzen
Bei der Behandlung der Insomnie sind nicht pharmakologische Massnahmen zwar schwieriger umzusetzen, dafür ohne Nebenwirkungen. Mit solchen, darunter auch Auswirkungen auf das Gedächtnis, ist z.B. beim Einsatz von Benzodiazepinen zu rechnen. Andere Schlafmittel scheinen diesbezüglich weniger problematisch, die Datenlage ist jedoch schwach, wie Prof. Dr. Nicolas Schaad, Pharmacie interhospitalière de la Côte, Université de Genève, Faculté de medécine, am Frühjahrskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) in Lausanne berichtete.
Depression: „Der Hausarzt ist sehr wichtig für die Psychiatrie“
Patienten mit beginnenden Symptomen einer Depression suchen lieber den Hausarzt auf als einen Psychiater. Hausärzte leisten damit einen wichtigen Beitrag in der Früherkennung der Depression. Welche Diagnose und Therapieoptionen durch den Hausarzt abgedeckt werden können und wann eine Überweisung in eine psychiatrische Praxis oder Klinik sinnvoll ist, erklärte Prof. Dr. Erich Seifritz, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, am Ärztekongress in Davos.
Adipositastherapie: Gewichtserhaltung als Langzeitprojekt
Gewicht reduzieren mit pharmakologischer Hilfe kann sehr schnell gehen. Den Gewichtsverlust zu erhalten ist jedoch weitaus schwieriger, da der Körper den physiologischen Set-Point heraufsetzt. Langzeittherapie plus begleitende Massnahmen sind deshalb wichtig, wie PD Dr. Eleonora Seelig, Leiterin Zentrum für Adipositas und Ernährung, Stv. Chefärztin, Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus, Universitätsspital Basel, an der medart Basel erklärte.
Muskuloskelettale Schmerzen: Schmerzmittel als Mittel zum Zweck einsetzen
In der Behandlung von muskuloskelettalen Schmerzen sei es wichtig, diese nicht als Krankheit, sondern als vorübergehendes Phänomen wahrzunehmen. Weiter sei wichtig, in Bewegung zu bleiben, was mit einer adäquaten Schmerzmedikation gut machbar sei. Opiathaltige Schmerzmittel seien dazu nicht nötig, denn sie wirkten nicht besser als nicht opiathaltige. Diese Botschaften vermittelte die Schmerzexpertin Prof. Dr. Maria Wertli, Direktorin Departement Innere Medizin und Chefärztin Allgemeine Innere Medizin, Kantonsspital Baden, am Frühjahrskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) in Lausanne.