Autor: Valérie Herzog
Universität Basel: Neue Moleküle gegen «kalte» Tumore
Lipidsenkung: Einfach – oder eben doch nicht?
Obwohl die Lipidsenkung mit den verfügbaren Medikamenten einfach zu bewerkstelligen wäre, erreichen viele Patienten ihre Zielwerte nicht. Woran das liegt und welche Konsequenzen das hat, diskutierte Prof. Dr. Georg Ehret, Service de Cardiologie, Hôpitaux Universitaires de Genève, am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) in Lausanne.
Therapien zum Gewichtsverlust: 19 Medikamente im Vergleich
Zur pharmakologisch gestützten Gewichtsabnahme stehen bereits einige Medikamente zur Verfügung, und es werden laufend mehr. Was sie bringen und welche Risiken damit einhergehen, liefert ein systematischer Review mit Metaanalyse. Hauptergebnis: je stärker die Wirkung, desto stärker auch die Nebenwirkungen.
Wie gut helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?
Viele Raucher haben grosse Mühe, von Zigaretten loszukommen. Ein aktualisierter Cochrane-Review ging der Frage nach, wie gut E-Zigaretten Raucher bei der Tabakentwöhnung helfen. Das Ergebnis: Zwar bringen nikotinhaltige E-Zigaretten mittelfristig etwas mehr Menschen vom Tabak ab als Nikotinpflaster, -kaugummis und andere herkömmliche Nikotinersatzpräparate. Aber einem Grossteil der Menschen gelingt auch mit E-Zigaretten kein Rauchstopp.
Herzinsuffizienz früher diagnostizieren: «Nicht heilbar, aber exzellent behandelbar»
Bei Patienten mit langjähriger Hypertonie, koronarer Herzkrankheit oder Vorhofflimmern sollte eine Herzinsuffizienz gesucht werden. Denn es gibt Hinweise, dass eine unerkannte Herzinsuffizienz in der tertiären Versorgung nicht selten ist. «Eine unerkannte Herzinsuffizienz ist eine verpasste Gelegenheit für eine evidenzbasierte Behandlung», so Prof. Dr. Christian Müller, Leiter Cardiovascular Research Institute Basel (CRIB), Universitätsspital Basel, am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) in Lausanne.
Chronische Rhinosinusitis: «Asthma der Nebenhöhlen»
Die Behandlung der chronischen Rhinosinusitis erfolgt nach einem Stufenplan. Doch sei es wichtig zu vermitteln, dass es bei der primären chronischen Rhinosinusitis nur eine Symptomkontrolle und keine kurative Therapie gibt, wie Dr. Samuel Heimgartner, FMH HNO, spez. Hals- und Gesichtschirurgie, Praxis Länggasse, Bern, am Jahreskongress des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM) in Luzern betonte.
Prävention bei älteren Menschen: Impfen mit Zusatznutzen
Mit steigendem Alter werden Impfungen gegen saisonale Infekte durch Grippeviren, Respiratory Syncytial Virus (RSV) und Pneumokokken wie auch gegen die saisonunabhängige Entwicklung einer Gürtelrose immer wichtiger. Mittlerweile ist bekannt, dass Impfungen aber nicht nur gegen den Infekt selbst schützen, sondern als Zusatzeffekt noch das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und für Demenz senken können.
Kinder mit einem schwierigen Start ins Leben: Entwicklungsprognosen sind schwierig
Die Entwicklungsprognose ist ein wichtiges Thema in der Praxis, da Eltern von Kindern mit schwerem Start ins Leben häufig nach der zukünftigen Entwicklung ihres Kindes fragen. Eine positive Haltung ist trotz der Komplexität der Vorhersage nötig und hilfreich. Sie ermöglicht es, Hilfsmittel zu erhalten, die intensive Therapie aufrechtzuerhalten und den Verlauf zu verbessern, wie Prof. Dr. Beatrix Latal, Ko-Leiterin Abteilung Entwicklungspädiatrie, Universitätskinderspital Zürich, ausführte.
Kindliche Kurzsichtigkeit: Nicht nur die Bildschirmzeit ist entscheidend
Kinder verbringen viel Zeit mit Lesen, Hausaufgaben und digitalen Geräten. Viele Eltern sorgen sich darum, ob die Bildschirm- und Lesezeit der Augengesundheit schadet. Doch für die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit ist nicht allein entscheidend, ob Kinder auf ein Smartphone, ein Tablet oder in ein Buch schauen. Eine wichtige Rolle spielen vielmehr die lange Naharbeit ohne Pausen und zu wenig Zeit im Freien.