Autor: Valérie Herzog
Kaffeeverzicht nach Kardioversion unnötig
Facts zu Hypothyreose
GeriPAIN Eigene Leitlinie für das Schmerzmanagement bei geriatrischen Patienten
In Deutschland und auch in der Schweiz ist etwa ein Fünftel der Bevölkerung über 65 Jahre alt. Dieser Anteil wird in den nächsten Jahren weiter steigen. In diesem Altersabschnitt werden Multimorbidität und Polypharmazie häufiger, ebenso Immobilität, Sturzneigung, kognitive Defizite und Schmerzen. Um diese Patientengruppe spezifischer behandeln zu können und die Patientensicherheit zu erhöhen, wurde die S3-Leitlinie «Schmerzmanagement bei geriatrischen Patienten (GeriPAIN)» erstellt.
Kardiometabolische Nebenwirkungen von Antidepressiva: Grosse Unterschiede entdeckt
Antidepressiva induzieren auch kardiometabolische Veränderungen. Eine Netzwerk-Metaanalyse deckte klinisch relevante Unterschiede auf in Bezug auf Gewicht von etwa 4 kg, Herzfrequenz über 21 bpm und Blutdruck über 11 mmHg. Die Kenntnis dieser Unterschiede ermöglicht, bei der Verschreibung entsprechend darauf Rücksicht zu nehmen und die Überwachung dieser Parameter besser zu planen.
Kardiale Amyloidose: Die Prognose hat sich radikal verändert
Ein besseres Verständnis der kardialen Transthyretin-Amyloidose (ATTR-CM) in der Pathophysiologie, bessere Daten hinsichtlich der Prävalenz, Fortschritte in der Bildgebung, insbesondere der Knochenszintigrafie, die es ermöglichen, die Diagnose nicht invasiv zu stellen, haben den Weg für spezifische Entwicklungen in der Therapie bereitet. Diese zum Teil schon verfügbaren Behandlungen haben die Behandlung der ATTR-CM revolutioniert.
Hypertrophe Kardiomyopathie: Was sich hinter HFpEF-Symptomen noch verbergen kann
Kardiomyopathien führen zu Symptomen einer Herzinsuffizienz, bei denen die klassische Herzinsuffizienztherapie zu keiner wesentlichen Besserung führt. Meist werden diese Kardiomyopathien zufällig entdeckt. Im Fall einer obstruktiven hypertrophen Kardiomyopathie besteht jedoch eine spezifische Therapie, wie Dr. Niccolò Maurizi, Service de cardiologie, Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), Lausanne, berichtete.
Parkinson Kombination verbessert motorische Symptomschwere
Catechol-O-Methyltransferase-(COMT)-Inhibitoren werden routinemässig zur Behandlung motorischer Fluktuationen bei Patienten mit Morbus Parkinson eingesetzt. Welche Wirkung der COMT-Hemmer Opicapon auf die Schwere motorischer Symptome bei mit Levodopa behandelten Patienten ohne motorische Komplikationen hat, wurde in einer randomisierten, doppelblinden und plazebokontrollierten Studie untersucht.
Mortalitätsrisiko bei Demenzpatienten unter Antipsychotika nicht erhöht
Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzerkrankungen gehen mit Depressionen, Agitiertheit und anderen verhaltensbezogenen und neuropsychiatrischen Symptomen einher. Zur Behandlung von Agitiertheit ist das Antipsychotikum Brexpiprazol (Rexulti®) zugelassen. Wie alle atypischen Antipsychotika enthält es jedoch einen Warnhinweis über ein erhöhtes Mortalitätsrisiko bei Menschen mit Demenz. Eine Real-World-Studie untersuchte nun das Mortalitätsrisiko bei einer Medicare-Stichprobe von erstmaligen Anwendern der atypischen Antipsychotika Brexpiprazol oder Aripiprazol mit Demenz.
Ultraschall durchs Augenlid erkennt erhöhten Hirndruck
Immer wieder starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Übelkeit: Hinter solchen Symptomen kann sich ein gefährlich erhöhter Hirndruck verbergen. Eine kurze Optikusnervenscheiden-Sonografie (ONSD) ermöglicht es, diesen Hirndruck schnell, schonend und ohne Strahlenbelastung zu erkennen.