Autor: Christine Mücke
Nie wieder essen
«Gegessen wird mit den Sinnen, ernährt mit dem Verstand» – gemäss Goethe kann es im Folgenden eigentlich bestenfalls um Ernährung oder die reine Nahrungsaufnahme gehen. Letzteres in Anlehnung an die Definition von Wikipedia, die als solche die Aufnahme von organischen und anorganischen Stoffen bezeichnet, die in der Nahrung in fester, flüssiger, gasförmiger oder gelöster Form vorliegen können. Diese Stoffe tragen dazu bei, die Körpersubstanz aufzubauen oder zu erneuern und den für alle Lebensvorgänge notwendigen Energiebedarf zu decken. Die Rede ist von Schmoylent oder auch Schmoylent clean, wenn es um die glutenfreie Variante geht.
Hepatitis C: Interferon ist nicht mehr Standardtherapie
Durch die Zulassung direkt antiviral wirksamer Medikamente hat sich die Behandlung der chronischen Hepatitis C verändert. Interferonbasierte Therapien gehören nicht mehr zu den Standardoptionen. In einer neuen Leitliniehaben deutsche, österreichische und schweizerische Fachgesellschaften ihre aktuellen Empfehlungen zur Therapie der chronischen Hepatitis bei Erwachsenen zusammengefasst.
Die Zulassungen von Swissmedic weichen jedoch teilweise von den Zulassungen der EMA ab. Daher können unter Umständen nicht alle Empfehlungen der Guidelines 1:1 auch in der Schweiz umgesetzt werden. Mehr dazu finden Sie im Interview mit Dr. Philip Bruggmann, Chefarzt Innere Medizin, Arud-Zentren für Suchtmedizin, Zürich, und Chairman Swiss Experts in Viral Hepatitis (SEVHep).
Zur neuen Leitlinie (PDF)
Zum Interview mit Dr. Philip Bruggmann (PDF)
Zum Inhaltsverzeichnis Ars Medici 12/2015
Hepatitis C – neue Therapieoptionen bringen neue Herausforderungen
Die Hepatitis C war ein zentrales Thema am 50. Jahreskongress der EASL. Im Gespräch mit Dr. Philip Bruggmann, Chefarzt Innere Medizin, Arud-Zentren für Suchtmedizin, Zürich, und Chairman Swiss Experts in Viral Hepatitis (SEVHep), liessen wir die aktuellen Entwicklungen noch einmal Revue passieren. Der Experte machte deutlich, wo die Möglichkeiten und Grenzen der neuen Medikamente beziehungsweise ihres Einsatzes liegen.
ARNI deutlich besser als bisheriger Goldstandard
Vielversprechende neue therapeutische Option für die Herzinsuffizienz
Anlässlich des Cardiology Updates präsentierte Prof. Dr. Karl Swedberg, Gothenburg, in Davos die Ergebnisse der PARADIGM-HF-Studie, die bereits bei ihrer Vorstellung am ESC-Jahreskongress für Aufsehen gesorgt hatten. Darin zeigte sich der ARNI (Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor) LCZ696 als erster Vertreter einer neuen Klasse der bisherigen Standardtherapie mit dem ACE-Hemmer Enalapril überraschend deutlich überlegen.
Therapiestandard bei Herzinsuffizienz – Interview mit PD Dr. Jan Steffel
Kardiale Resynchronisationstherapie
Die Einführung der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) hat die Behandlung der Herzinsuffizienz ein Stück weit revolutioniert: Dass bei so vielen Patienten mit einem Device eine Verbesserung erzielt werden konnte, war neu – und ist innerhalb von zehn Jahren zum Standard geworden. Mehr darüber, welche Patienten infrage kommen und was dabei zu beachten ist, berichtete PD Dr. Jan Steffel, Co-Leiter Rhythmologie, Oberarzt an der Klinik für Kardiologie, Universitäres Herzzentrum Zürich, im Interview.
Cardiology Update 2015 – Gewinner der Poster Awards
Wie an jedem Cardiology Update wurden auch in diesem Jahr die besten Poster ausgezeichnet. Obwohl die Jury aus einem auswärtigen Gremium bestand (Filippo Crea aus Rom, Thierry Gillebert aus Ghent und Geoffrey Pitt aus Durham, USA) wurden diesmal alle Preise nach Zürich vergeben: Der erste Preis ging an die Gruppe von PD Dr. phil. II Giovanni Camici, Center for Molecular Cardiology an der Universität Zürich, für die Arbeit «Post-ischemic Silencing of p66Shc Reduces Ischemia/Reperfusion, Brain Injury and its Expression Correlates to Clinical Outcome in Stroke».
Kooperationen ermöglichen einen umfassenden Überblick
Interview mit Prof. Dr. med. Thomas F. Lüscher
Der 21. Cardiology-Update-Kurs bot Teilnehmern und Experten aus aller Welt wieder eine gute Gelegenheit zum Austausch. Dank erweiterter Kooperationen konnten in diesem Jahr auch Experten aus Harvard aus erster Hand berichten.
Intravitreale Injektionen bei diabetischem Makulaödem
Sind Bevacizumab, Ranibizumab und Aflibercept gleich wirksam?
Im direkten Vergleich erwiesen sich Bevacizumab, Ranibizumab und Aflibercept bei den meisten Patienten mit diabetischem Makulaödem als vergleichbar wirksam. Nur bei Patienten mit geringerem Sehvermögen zu Beginn der Therapie schnitt Aflibercept besser ab.
Die Milch macht’s
«Breast ist best» – Muttermilch ist die beste aller Optionen für Neugeborene, darüber sind sich nicht nur Kinderärzte heute einig. Stillen kann Infektionen und Allergien vorbeugen, senkt das Risiko einer späteren Diabeteserkrankung und soll sogar schlau machen. Letzteres wollen gerade einmal mehr Forscher aus Brasilien bestätigt haben. Diese berichten im «Lancet Global Health», dass Kinder, die länger als ein Jahr gestillt worden waren, im Alter von 30 Jahren einen besseren Wert im Intelligenztest erreichten als jene, die keinen Monat lang die Brust erhielten.