Mediterrane Diät senkt Demenzrisiko
Eine effiziente Präventionsstrategie zur Verhinderung einer Demenz ist enorm wichtig, für die persönliche Prävention als auch für das Gesundheitswesen.
Eine effiziente Präventionsstrategie zur Verhinderung einer Demenz ist enorm wichtig, für die persönliche Prävention als auch für das Gesundheitswesen.
Ein Herpes zoster kann zu langwierigen und belastenden Komplikationen führen. Da jetzt ein guter und sicherer Impfstoff verfügbar sei, werde eine Impfung ab 65 Jahren, bei Immunschwäche schon früher, dringend empfohlen, erläuterte Dr. Christiane Eberhardt vom Département de pédiatrie, gynécologie et obstétrique der Universität Genf.
Psychische Symptome und körperliche Erkrankungen
«Mir liegt etwas auf dem Magen.» Zwischen Gefühlen und dem Darm wurde bereits vom Volksmund ein Zusammenhang hergestellt. Von Hippokrates ist der Ausspruch überliefert: «Der Darm ist der Vater allen Trübsals.» Neben der Erforschung von neuen medikamentösen und psychotherapeutischen Ansätzen in der Psychiatrie widmen sich die Universitären Psychiatrischen Universitätskliniken (UPK) in Basel der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Darm und Gehirn und damit der Rolle der Ernährung bei psychischen Erkrankungen. Prof. Undine Lang, Klinikdirektorin in den UPK Basel, erläuterte an der SGETagung einige faszinierende Zusammenhänge zwischen Ernährung und Psyche.
Wird eine Anämie entdeckt, während eine andere Krankheit oder ein Unfall im Vordergrund steht, stellt sich die Frage, ab welchem Hämoglobin-(Hb-)Wert weiter abgeklärt werden sollte. Da für Frauen und Männer unterschiedliche Normwerte definiert worden seien und eine Reihe weiterer Faktoren den physiologischen Hb-Gehalt beeinflussten, sollte man den Grenzwert individuell beurteilen, erläuterte PD Dr. Esther Bächli, Klinik St. Anna, Luzern, am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM). Da in unserer Bevölkerung der Eisenmangel die am weitaus häufigste Ursache der Anämie ist, sollte man diese «Nebendiagnose» nicht übersehen, vor allem weil sie einfach therapierbar ist und die erfolgreiche Behandlung den Verlauf der Grundkrankheit positiv beeinflusst beziehungsweise das Wohlbefinden des Patienten fördert.
Für Fernreisen stehen einige Impfungen zur Verfügung. Welche Impfungen neu empfohlen werden und wo die Forschung bei der Entwicklung neuer Impfstoffe steht, erläuterte Dr. med. Cornelia Staehelin, Leitende Ärztin an der Universitätsklinik für Infektiologie, Tropen- und Reisemedizin am Inselspital Bern und Präsidentin der Swiss Society of Tropical and Travel Medicine, am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM). Sie ist Mitautorin der Website www. healthytravel.ch, die jeweils die neuesten Informationen für Reisende und Fachpersonen bereitstellt.
Klare Definitionen und Empfehlungen
Mikronährstoffe (MN) sind wesentlich für den menschlichen Metabolismus. Die jüngere Forschung zeigt die Bedeutung der MN bei vielen Pathologien. Eine Gruppe von 16 Experten hat in einer interdisziplinären Zusammenarbeit neue ESPEN-Guidelines zu den Mikronährstoffen formuliert. Für jedes einzelne Spurenelement und Vitamin wurden die Hauptfunktion, der tägliche Bedarf, die Aussagekraft der diagnostischen Verfahren, mögliche Mangelerscheinungen und die Toxizität formuliert. Frau Prof. Mette Berger, Universität Lausanne, stellte die allgemeinen Empfehlungen und die wichtigsten Kapitel zu den einzelnen MN der umfassenden Guidelines vor.
In Tierversuchen und beim Menschen
Viele Tierversuche zeigen, dass eine Kalorienrestriktion, allerdings ohne Malnutrition, die gesunde Lebensspanne verlängern und viele altersbedingten Krankheiten verzögern kann. Das wurde bei vielen Tierarten wie beispielsweise Nagetieren und Primaten deutlich (1). Ver suche am Menschen demonstrierten durch Kalorienrestriktion ebenfalls positive metabolische Effekte. Prof. Luigi Fontana präsentierte die wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre und zeigte auf, welche Fragen noch weiter untersucht werden müssen.
Herausforderung in der Langzeitpflege
Viele Bewohnerinnen und Bewohner von Langzeitpflegeeinrichtungen weisen eine Dysphagie auf. Diese führt häufig zu Komplikationen und ist mit einer erhöhten Mortalität assoziiert. Wie gross die Herausforderung ist, auf welche Zeichen man achten soll und welches die wichtigsten Punkte der Behandlung sind, erläuterte Prof. Dorothee Volkert, FriedrichAlexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland. Sie rief dazu auf, dem Krankheitsbild mehr Beachtung zu schenken.
Die mediterrane Ernährung kann Übergewicht und weiteren Krankheiten vorbeugen.
Impferfolg, Infektanfälligkeit, schwerer Verlauf
Bei einem beeinträchtigten Immunsystem besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen, für einen schweren Verlauf der Infektion und auch ein geringeres Ansprechen auf Impfungen. Eine Reihe von Ernährungsfaktoren beeinflussen die Immunabwehr. Prof. Philip Calder, University of Southhampton (UK) erläuterte, wie sich Übergewicht, Frailty, Malnutrition und weitere Aspekte der Ernährung auf das Immunsystem auswirken.