Kongressnews
Allergien in der Kindheit begünstigen späteres IBS-Risiko
Allergien in der Kindheit begünstigen späteres IBS-Risiko
Eosinophile Ösophagitis
Dass eine eosinophile Ösophagitis behandelt werden muss, steht für Prof. Alex Straumann, Chairman Swiss EoE Clinic, Universitätsspital Zürich, ausser Frage, denn unbehandelt droht eine allmähliche Fibrosierung mit Wandstarre und Bildung von Strikturen des Ösophagus. An der jährlich stattfindenden United European Gastroenterology Week gab er einen virtuellen Abriss, wie und womit dieser Speiseröhrenerkrankung am besten beizukommen ist.
Ein Ikterus per se sei zwar kein Killer, doch sollte man die Gelbsucht dennoch rasch abklären und nach ihrer Ursache suchen, betonte Prof. George Papatheodoridis, Gastroenterology, Medical School of National Kapodistrian University of Athens (GR), an der UEG-Week. Denn die zugrunde liegende Störung kann durchaus schwerwiegend sein und eine rasche Intervention erfordern.
Blutzuckereinstellung bei Typ-2-Diabetes
Eine schwierig einzustellende Typ-2-Diabetes-Erkrankung ist eher selten. Wenn Diabetiker schlecht eingestellt sind, ist meist die schlechte Adhärenz der Grund. Diese zu verbessern, ist bekanntermassen kein einfaches Unterfangen. Dennoch gibt es verschiedene Strategien, mit denen die Motivation gesteigert werden kann. Ein paar Tipps dazu gab Dr. Beat Wiesli am FOMF Diabetes in Zürich.
Diarrhötherapie bei Kindern
Das Probiotikum Saccharomyces boulardii senkt bei Diarrhö die Stuhlfrequenz und die Diarrhödauer bei Kindern stärker als eine standardmässige Rehydratations-
therapie ohne Probiotikum. Was randomisiert kontrollierte Studien bereits gezeigt hatten, bestätigte sich nun auch unter Alltagsbedingungen in einer Real-World-Studie in Indien.
Sechs Konzepte zur Prävention
Mit einer guten Prävention kann die Rate von rezidivierenden Harnwegsinfekten bei Frauen deutlich gesenkt werden, und zusätzlich werden dabei gleichzeitig Antibiotika eingespart. Womit sich das bewerkstelligen lässt, erklärte PD Dr. Michael Mayr, Co-Chefarzt Nephrologie, Universitätsspital Basel, an der medArt Basel 2020.
Therapie bei überaktiver Blase
Wie beginnen Sie die Therapie bei einem 60-jährigen Patienten mit einer nicht Neurogen bedingten überaktiven Blase und einer Prostatagrösse von 60 ml? Am virtuell durchgeführten Jahreskongress der European Association of Urology (EAU) schlugen dazu Experten verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vor.
COVID-19
Die Coronapandemie hat vieles auf den Kopf gestellt. Darunter auch die eigentlich gut verankerte Therapie mit den Renin-Angiotensin-Aldosteron-System-Hemmern (RAAS) wie die ACE-Hemmer oder die Angiotensin-2-Rezeptor-Blocker (ARB). Es kursierten Berichte, wonach sie bei COVID-19-Patienten eine Krankheitsverschlechterung begünstigen könnten, was zu einer grossen Verunsicherung führte. Die am ESC-Kongress präsentierte, randomisiert kontrollierte BRACE-CORONA-Studie konnte diese Bedenken nun endgültig ausräumen.
Behandlung der Herzinsuffizienz
Mit der am ESC-Kongress von Studienleiter Dr. Milton Packer, Baylor Medical Center, Dallas (USA), präsentierten EMPEROR-Reduced-Studie empfiehlt sich nun mit Empagliflozin – nach Dapagliflozin – der zweite SGLT2-Hemmer für die Therapie von Patienten mit Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion (HFrEF). Für Patienten mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion (HFpEF) geht die Suche nach einer wirksamen Therapie nach der Präsentation der PARALLAX-Studie dagegen weiter.
Blutdrucksenkung mit konsistentem Effekt
Die medikamentöse Blutdrucksenkung ist bei Patienten mit Hypertonie eine bewährte und anerkannte Therapie zur Verringerung des kardiovaskulären Risikos. Doch bei welchen Patienten sollte der Blutdruck wie tief gesenkt werden? Die internationalen Guidelines sind sich hier nicht in allen Punkten einig. Eine interessante Studie zur Frage, bei wem die Blutdrucksenkung etwas nützt, wurde am ESC-Kongress präsentiert.