Autor: Richard Altorfer
Nobelpreisträger der Physiologie oder Medizin: Alexis Carrel (Frankreich), 1912
«… als Anerkennung seiner Arbeiten über die Gefässnaht sowie über Gefäss- und Organtransplantationen»
Alexis Carrel wurde 1873 als Sohn des Kaufmanns Alexis Carrel in der Nähe von Lyon geboren. Sein Vater starb, als er noch sehr jung war. Im Jahr 1890 erwarb Carrel seine licence des sciences, ein Jahr vorher bereits die licence de lettres an der Universität Lyon. Im Jahr 1900 promovierte er zum Doktor der Medizin.
Rosenbergstrasse
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Wie der Förster zum Apotheker wurde
Bis Ende 2017 erhielten emeritierte Ärzte ab 70 im Kanton Zürich und auch andernorts
eine «eingeschränkte Berufsausübungsbewilligung für Ärzte im Ruhestand», die sogenannte Seniorenbewilligung, mit der sie sich selbst, nahe Angehörige und Freunde unentgeltlich medizinisch behandeln, also auch Medikamente bestellen, rezeptieren und abgeben durften. Per Januar 2018 kippte die Zürcher Gesundheitsdirektion diese vernünftige und bewährte Regelung ohne die geringste Not, ohne äusseren Anlass, einfach unter Berufung auf Art. 36 ff. des (unveränderten) Medizinalberufegesetzes. Seitdem ist es Ärzten nach Praxisaufgabe verboten, ärztlich tätig zu sein. Medikamente beziehen ad usum proprium? Aus die Maus, das war einmal.
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Nobelpreisträger der Physiologie oder Medizin: Tu Youyou (Chinesische Volksrepublik), 2015
«… für ihre Entdeckungen betreffend eine neuartige Therapie für Malaria»
1971 isolierten Tu und Kollegen einen Extrakt aus der süssen Wermutpflanze, Artemisia annua, der Plasmodium-Parasiten bei Mäusen und Affen effektiv eliminierte. Klinische Studien an Malariapatienten zeigten, dass die Extrakte das Fieber schnell senkten und den Parasitenspiegel im Blut reduzierten.
In den frühen 2000er Jahren empfahl die WHO die Verwendung von Artemisinin-basierten Kombinationstherapien als Erstbehandlung für Malaria.
Rosenbergstrassse
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Nobelpreisträger der Physiologie oder Medizin: Alexander Fleming (Vereinigtes Königreich), 1945
«… für die Entdeckung des Penicillins und seiner Heilwirkung bei verschiedenen Infektionskrankheiten»
1928 wurde Fleming Professor für Bakteriologie an der Londoner Universität. Er beschrieb 1929 die Möglichkeiten des therapeutischen Einsatzes von Penicillin. Während die Chemotherapie weiter fortschritt, wies Fleming die bakterizide Wirkung und die fehlende Toxizität des Penicillins nach.