Autor: Richard Altorfer
Wir digitalen Immigranten
So langsam ahnen wir «digital immigrants», die wir im Gegensatz zu den «digital natives» die digitale Welt erst im Erwachsenenalter kennengelernt haben, was Digitalisierung bedeutet. Lange war es ein Schlagwort, unter dem wir uns nichts Konkretes vorstellen konnten. Schon gar nicht waren wir uns der Folgen der Digitalisierung bewusst. Bei den einen mag die Vorstellung, dass der Kühlschrank in Zukunft Milch und Butter selbstständig bestellen wird, einen AhaEffekt ausgelöst haben, bei andern die Erkenntnis, dass wir zum gläsernen Konsumenten mutiert sind, über die Migros, Coop und die Kreditkartenfirmen so ziemlich alles wissen, bei den dritten waren es vielleicht die Diskussionen über die ethischen Fragen bei der Softwareentwicklung autonomer Autos. Wobei, weit über den Aha-Effekt sind wir noch nicht hinaus. Daten, auch das ahnen wir nur, werden in Zukunft die entscheidende Währung sein. Kommunikation, Datenvernetzung, Abläufe, Produktion werden sich wohl ändern, vermutlich sogar Teile unseres Zusammenlebens und unseres Arbeitens, eigentlich unsere Gesellschaft.
Rosenbergstrasse
Nobelpreisträger der Physiologie oder Medizin: Werner Arber (Schweiz)
«… für ihre Entdeckung der Restriktionsenzyme und die Anwendung dieser Enzyme in der Molekulargenetik»
Werner Arber wurde 1929 in Gränichen (Kanton Aargau) geboren, ging in Aarau in die Kantonsschule und machte 1949 die B-Matur. Von 1949 bis 1953 studierte er Natural Sciences am Zürcher Polytech. Sein Professor, Paul Scherrer, animierte Arber, in Genf die Elektronenmikroskopie kennenzulernen. Gleichzeitig beschäftigte sich Arber mit Grundfragen der Bakteriophagen-Physiologie und -Genetik.
Rosenbergstrasse
Rosenbergstrasse
Rosenbergstrasse
Nobelpreisträger der Physiologie oder Medizin: Willem Einthoven (Niederlande)
«… für seine Entdeckung des Mechanismus des Elektrokardiogramms»
Willem Einthoven wurde 1860 auf Java (Indonesien, damals Niederländisch-Indien) als drittes von sechs Kindern geboren. Sein Vater war Militärarzt, die Mutter Tochter eines kolonialen Finanzbeamten. Nach dem Tod des Vaters, 1866, kehrte die Mutter mit ihren sechs Kindern nach Utrecht zurück. Einthoven schloss das Gymnasium 1879 ab und begann anschliessend sein Medizinstudium in Utrecht. Anfänglich interessierte er sich vor allem für die Ophthalmologie. 1885 wurde er promoviert. Im gleichen Jahr heiratete er seine Kusine, mit der er zusammen vier Kinder hatte.
Editorial
«Berufskrankheit» Burnout? Selten ist es der Beruf allein!
Beschwerden vorgeschoben haben, um einer belastenden Situation zu entkommen. Schon wichtiger ist das Argument, dass die Diagnose Burnout oft gar nicht so eindeutig zu stellen ist und dass es recht schwierig sein wird, den vom Gesetz geforderten zumindest zu 75 Prozent eindeutigen kausalen Zusammenhang zwischen Krankheit und Arbeitsplatz nachzuweisen. Vor allem letzteres Argument gegen das Burnout als Berufskrankheit müsste eigentlich jedem einleuchten, der selber mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammenarbeitet.