Sterile Pyurie – Abklärung und Therapie
In einer Übersichtsarbeit erläutern amerikanische Wissenschaftler die vielfältigen Ursachen einer sterilen Pyurie. Des Weiteren geben sie Hinweise zur Evaluierung und zur Behandlung der betroffenen Patienten.
In einer Übersichtsarbeit erläutern amerikanische Wissenschaftler die vielfältigen Ursachen einer sterilen Pyurie. Des Weiteren geben sie Hinweise zur Evaluierung und zur Behandlung der betroffenen Patienten.
Experten der amerikanischen Agency for Healthcare Research and Quality (AHRQ) haben einen systematischen Review zur Effektivität verschiedener Therapeutika bei menopausalen Symptomen erstellt. Östrogene erwiesen sich als wirksamste Option zur Verbesserung vasomotorischer Symptome und der Lebensqualität. Die langfristige Anwendung kann allerdings mit ungünstigen Wirkungen verbunden sein. Bei psychischen und urogenitalen Beschwerden oder bei Schlafstörungen sind Östrogene ebenfalls wirksam, nicht hormonelle Alternativen schneiden hier jedoch ebenfalls günstig ab. Die Evidenz zu den Langzeitwirkungen dieser Substanzen ist begrenzt.
Durch die Zulassung direkt antiviral wirksamer Medikamente hat sich die Behandlung der chronischen Hepatitis C verändert. Interferonbasierte Regime gehören nicht mehr zu den Standardoptionen. In einer neuen Leitlinie haben deutsche, österreichische und schweizerische Fachgesellschaften ihre aktuellen Empfehlungen zur Therapie der chronischen Hepatitis bei Erwachsenen zusammengefasst. Die Zulassungen von Swissmedic weichen teilweise von den Zulassungen der EMA ab. Daher können unter Umständen nicht alle Empfehlungen der Guidelines 1:1 auch in der Schweiz umgesetzt werden.
Behandlung nach Schweregrad – Fäkaltransplantation bei Rezidiven als neue Option
Eine Darminfektion mit Clostridium difficile kann zu schwerer Kolitis führen. Der Erreger wird meist im Krankenhaus erworben, die Anzahl ambulanter Erkrankungen nimmt jedoch zu. Als Hauptrisikofaktor für die Clostridium-difficileInfektion gilt die Einnahme von Antibiotika. Zur Behandlung werden meist Vancomycin und Metronidazol angewendet. Bei Rezidiven hat sich die Transplantation von Fäkalmikroben als sichere und wirksame Strategie erwiesen.
Aus einer Langzeitstudie geht hervor, dass die darmkrebsbedingte Sterblichkeit mit regelmässigen Tests auf okkultes Blut im Stuhl deutlich gesenkt werden kann. In einer anderen Untersuchung wurde nach der Darmkrebsdiagnose mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure ein verbessertes Überleben erzielt, wenn der Tumor eine intakte Expression des HLA-Klasse-1Antigens aufwies.
Medikamente, Bewegungsprogramme und kognitives Verhaltenstraining
In einem Review haben britische und amerikanische Wissenschaftler den aktuellen Wissensstand zur Behandlung chronischer Schmerzen bei älteren Menschen zusammengefasst. Neben der medikamentösen Behandlung empfehlen die Experten vor allem Bewegungsprogramme und kognitive Verhaltenstherapien.
Ein Cochrane-Review
Topische Antihistaminika oder Mastzellstabilisatoren lindern die Symptome einer saisonalen oder perennialen Konjunktivitis besser als Plazebo. Bei kurzfristiger Anwendung haben sich diese Substanzen zudem als gut verträglich erwiesen. Daten zur Langzeitsicherheit stehen noch nicht zur Verfügung. Zur fundierten Beurteilung der relativen Wirksamkeit der Substanzen untereinander liegt derzeit keine ausreichende Evidenz vor.
In einer Nachbeobachtungsstudie des Veteran Affairs Diabetes Trial (VADT) war eine frühzeitige intensive glykämische Kontrolle bei älteren Patienten mit Diabetes Typ 2 nach etwa 10 Jahren mit einem signifikant geringeren kardiovaskulären Risiko im Vergleich zur Standardkontrolle verbunden. Eine Reduzierung der kardiovaskulären Mortalität oder der Gesamtsterblichkeit wurde allerdings nicht beobachtet.
Vorbeugend rohe Speisen meiden – Flüssigkeitszufuhr therapeutisch am wichtigsten
Bei Reisen in subtropische oder tropische Länder kommt es häufig zu einer Diarrhö. Meist wird sie durch bakterielle Enteropathogene in fäkal verunreinigten Speisen oder Getränken verursacht. Reisende sollten über geeignete Präventionsmassnahmen aufgeklärt und mit Medikamenten zur Selbstbehandlung ausgestattet werden.
Gute Resultate mit Clindamycin und Trimethoprim-Sulfamethoxazol
Die Anzahl von Hautinfektionen mit methicillinresistentem Staphylococcus aureus (MRSA) hat beträchtlich zugenommen. Bis anhin liegen jedoch nur wenige Daten zur Wirksamkeit verschiedener Antibiotika bei endemischem Vorkommen dieses Erregers vor. In einer randomisierten, doppelblinden Studie erwiesen sich Clindamycin und Trimethoprim-Sulfamethoxazol bei Erwachsenen und Kindern mit Zellulitis, Abszessen oder beiden Hautläsionen als vergleichbar wirksam und sicher.