Autor: Barbara Elke
Update Reiseimpfungen: Wie häufig? Wie gefährlich?
Neben den klassischen Reiseimpfungen sind auch Auffrischimpfungen des Standard-Impfplans wichtig. Nicht nur die Reisedestination, auch die Jahreszeit, ob Trekking oder Stadtbesuch sind für die Wahl der Impfung entscheidend. PD Dr. Esther Künzli, Co-Leiterin des Zentrums für Tropen- und Reisemedizin des Schweizer Tropen- und Public-Health-Instituts (Swiss TPH), Basel, zeigte die statistische Häufigkeit und die Gefährlichkeit verschiedener Krankheiten und präsentierte auch Fortschritte bei Neuentwicklungen von Impfungen.
KI in der Hausarztpraxis: Viel Potenzial – schwieriger Start
Ohne technische Unterstützung ist das Patienten- und Bürokratieaufkommen nicht mehr zu bewältigen, und daher ist das Interesse an Entlastung schon jetzt sehr gross, wie der Allgemeininternist und Fach informatiker Frederik Hantke im Gespräch mit Ars Medici hervorhebt. Wo er Potenzial in künstlicher Intelligenz (KI) sieht und wo er Gefahren vermutet, lesen Sie im folgenden Interview.
GLP-1-Rezeptoragonist oder Sport – Pro und Contra
Soll man Übergewichtigen Sport empfehlen oder eine Therapie mit GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) starten? Während zuerst der Endokrinologe Prof. Dr. Bernd Schultes, Stoffwechselzentrum St. Gallen, die Vorteile der GLP-1-RA hervorhob, zeigte anschliessend der Kardiologe Prof. Dr. Christian Marc Schmied, HerzZentrum Hirslanden Zürich und HerzGefässZentrum im Park, Zürich, die Bedeutung der körperlichen Aktivität auf. Schnell wurde klar, nicht «entweder oder», sondern «sowohl als auch». Beide Referenten betonten, wie wichtig die Kenntnis der Wirksamkeit und Grenzen beider Therapien ist, um jedem Patienten die optimale Behandlung zu ermöglichen.
Evidenz und Risiken Die antientzündliche Ernährung
Bei verschiedenen Krankheiten kann eine antientzündliche Ernährung einen günstigen Effekt haben. Sie sollte eine medikamentöse Therapie aber nicht ersetzen. Prof. Dr. Kim Lauper, Leitende Ärztin, Rheumatologie, Universitätsspital Genf (HUG), präsentierte die aktuellen Erkenntnisse zur Wirkung antientzündlicher Ernährung und zeigte auch deren Grenzen auf.
Bei verschiedenen Krankheiten kann eine antientzündliche Ernährung einen günstigen Effekt haben. Sie sollte eine medikamentöse Therapie aber nicht ersetzen. Prof. Dr. Kim Lauper, Leitende Ärztin, Rheumatologie, Universitätsspital Genf (HUG), präsentierte die aktuellen Erkenntnisse zur Wirkung antientzündlicher Ernährung und zeigte auch deren Grenzen auf.
Die neue Impfstrategie: RSV-Epidemie erfolgreich eingedämmt
Während der RSV-Epidemien waren die Kinderspitäler stark überlastet. Operationen mussten verschoben werden. Letzten Winter wurden die Babys in ihrem ersten Lebensjahr mit Nirsevimab geschützt oder alternativ die Schwangeren geimpft. Dr. Pierre-Alex Crisinel, Département femme-mère-enfant, Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), Lausanne, zeigte, dass der Rückgang der RSV-Infektionen wirklich auf die Impfstrategie zurückgeführt werden kann und keine natürliche Fluktuation darstellt.
Rezidivierende oder chronische Nasensymptome: Wann ist eine Adenoidektomie indiziert?
Eigentlich ist die Indikation zur Adenoidektomie klar formuliert. Doch im klinischen Alltag bleiben oft Fragen offen zur Rolle der Begleiterkrankungen, Therapieoptionen oder Operationsrisiken. Prof. Dr. Nicolas Gürtler, Leiter Pädiatrische ORL-Klinik am Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB), erläuterte die aktuellen Richtlinien, die heutigen Operationstechniken und -risiken und allfällige Therapiealternativen.
Kinder mit Neurodermitis: Nahrungsmittelallergie – wie abklären und therapieren?
Kinder mit einer Neurodermitis sind besonders gefährdet, eine IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie zu entwickeln. Die Reaktionen können leicht bis lebensbedrohlich sein. Prof. Dr. Kirsten Beyer, Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, präsentierte wichtige Aspekte zu Diagnostik, Therapie und Prävention.
Impfung fördern, Krankheitsbild erkennen: Invasive Meningokokken-Meningitis
Heute ist die invasive Meningokokken-Erkrankung selten, aber nicht verschwunden. Es ist sehr wichtig, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen, jede Minute zählt. Prof. Dr. Christoph Aebi, Chefarzt der universitären Kinderklinik des Inselspitals, Bern, erläuterte das Krankheitsbild und Dr. Sandra Burri, Kinderärztin in der Praxis und Vizepräsidentin von Kinderärzte Schweiz, gab Ratschläge, wie Jugendliche für eine Impfung gewonnen werden können.
Sind Zuckeralkohole und Süssstoffe eine Alternative?
Die Schweiz weist einen sehr hohen Zuckerkonsum auf, was mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Ob Zuckeralkohole wie Xylit und Erythrit oder künstliche Süssstoffe eine geeignete Alternative darstellen, wird kontrovers diskutiert. Prof. Dr. phil. II Anne Christin Meyer-Gerspach, zusammen mit Prof. Dr. med. Bettina Wölnerhanssen Co-Leiterin der Forschungsgruppe Metabolik/Gastroenterologie am Claraspital Basel, erläuterte, wie unterschiedlich Saccharose, Glukose, Fruktose und verschiedene Zuckeralternativen die Sättigung beeinflussen, und ging zudem auf Vor- und Nachteile der verschiedenen Substanzen ein.