Onkologie – Impfverweigerer finden unter unseren Patienten kaum Verständnis
Dr. med. Thomas von Briel, Onkozentrum Hirslanden, Zürich
Dr. med. Thomas von Briel, Onkozentrum Hirslanden, Zürich
Nachsorge nach erfolgreicher Krebsbehandlung
Erfolge bei der Krebsbehandlung führen auch in der Schweiz zu einer zunehmenden Zahl von Langzeitüberlebenden, bei denen die eigentliche Krebsbehandlung abgeschlossen ist und die einer Nachsorge bedürfen. Die gemäss angloamerikanischer Literatur als «cancer survivors» bezeichneten Betroffenen werden immer häufiger in der hausärztlichen Praxis betreut. Was müssen Hausärztinnen und Hausärzte bei der Betreuung dieser Patientengruppe beachten?
Zusammenfassung der Neuerungen zur Therapie des frühen Mammakarzinoms
Unter dem Motto «Customizing local and systemic therapies for women with early breast cancer» konzentrierte sich die 17. Internationale St. Galler Brustkrebs-Konsensuskonferenz 2021 auf massgeschneiderte Therapien des frühen Mammakarzinoms. Dieser Artikel fasst die zentralen Aspekte und wichtigen Neuerungen zusammen.
Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO virtual), Mai/Juni 2021
Frauen mit frühem Brustkrebs mit BRCA1- oder BRCA2-Mutation profitieren massgeblich von der adjuvanten Behandlung mit dem PARP-Hemmer Olaparib nach Abschluss der standardisierten neoadjuvanten oder adjuvanten Chemotherapie. Das ergab die erste Interimsanalyse der randomisierten, doppelblinden OlympiA-Studie, die kürzlich auf der virtuellen ASCO-Jahrestagung als Highlight präsentiert und zeitgleich im «New England Journal of Medicine» publiziert wurde.
Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO virtual), Mai/Juni 2021
In der adjuvanten endokrinen Therapie bei hormonrezeptor-(HR-)positivem Brustkrebs kommen standardmässig Aromatasehemmer (AI) zum Einsatz, welche als Nebenwirkung die Knochendichte verringern und zu Osteoporose führen können. Jetzt zeigte eine breite Metaanalyse, dass der steroidale AI Exemestan die Knochen weniger angreift als nicht steroidale AI.
Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO virtual), Mai/Juni 2021
Frauen mit metastasiertem hormonrezeptorpositivem (HR+), HER2-negativem (HER2–) Brustkrebs profitieren signifikant von der Zugabe eines CDK4/6-Hemmers zur endokrinen Therapie. Bezüglich Ribociclib zeigte die finale, explorative Analyse der MONALEESA-3-Studie (1) nach median 56,3 Monaten ein verlängertes Gesamtüberleben (OS) von 53,7 Monaten (vs. 41,5 Monate; HR: 0,73). Aktuelle OS-Daten nach median 73,3 Monaten Follow-up unter Palbociclib in der PALOMA-3-Studie (3) zeigten, dass der Überlebensvorteil in der Zweitlinientherapie mehr als 6 Jahre anhielt.
Interview mit Dr. med. Thomas von Briel Onkozentrum Hirslanden Zürich
Immer bessere Überlebensraten dank Immuntherapie
Die Wahrscheinlichkeit, das maligne Melanom langfristig zu überleben, steigt dank neuer Therapien stetig an. Trotzdem sind die Prognosen, je nach Metastasierung, sehr unterschiedlich. Prof. Reinhard Dummer vom Universitätsspital Zürich (USZ) stellte bei den Zürcher Dermatologischen Fortbildungstagen (ZDFT) neue Studien und überarbeitete Leitlinien vor.
Testosteronersatztherapie für alle?
Männer, die ein Prostatakarzinom erfolgreich kuriert hatten, waren dennoch von einer Testosteronersatztherapie ausgeschlossen. Diesbezüglich hat der Wind gedreht. Daten zeigen inzwischen, dass die Testosteronersatztherapie das Prostatakarzinomrisiko nicht zu erhöhen scheint, die European Association of Urolology hat ihre Empfehlungen entsprechend angepasst.