Rehabilitative Interventionen in verschiedenen Krankheitsphasen der MS
Die Multiple Sklerose (MS) ist geprägt durch einen zunehmenden multisystemischen Befall des zentralen Nervensystems mit oft komplexen Störungsbildern und sehr variablem Verlauf. Auch wenn sich durch krankheitsmodifizierende Behandlungen in frühen Krankheitsphasen eine Milderung des Krankheitsverlaufs erreichen lässt, kommt es im Langzeitverlauf dennoch bei einem Grossteil der Personen mit MS (PmMS) zu invalidisierenden funktionellen Störungen mit zunehmenden Einschränkungen in der sozialen Partizipation und der Lebensqualität. Der frühzeitige Einbezug rehabilitativer Interventionen in ein umfassendes Therapiekonzept ist für den Langzeitverlauf wichtig, um frühzeitig drohenden Behinderungen entgegenzuwirken und das Leistungsniveau und die Lebensqualität von PmMS möglichst lange zu erhalten. Die Art, die Modalität und die Intensität rehabilitativer Programme richtet sich nach der Krankheitsphase sowie den funktionellen Einschränkungen und den daraus abgeleiteten Zielen.