Schlagwort: Hausarztmedizin
«Die künstliche Intelligenz hält in der Medizin rasend schnell Einzug»
Die künstliche Intelligenz (KI) wird die Arbeit der Ärzte in den kommenden Jahren stark verändern, Diagnosen werden schneller und präziser, personalisierte Therapieentscheidungen einfacher. Zu den Höhepunkten des europäischen Jahrestreffens der Rheumatologen (EULAR) in Barcelona äusserte sich Dr. Adrian Forster von der Schulthess Klinik in Zürich. Lesen Sie über hilfreiche und «blödsinnige» KI, die Wege zur möglichst optimalen Therapieentscheidung und eine gänzlich neu beschriebene Erkrankung.
Osteoporose: Knochendichte im Zentrum des Managements
Das Risiko für osteoporotische Frakturen kann durch adäquate Therapien deutlich gesenkt werden. Obwohl die Behandlungsoptionen bislang überschaubar sind, ist beim Therapiemanagement sehr vieles zu beachten. Am diesjährigen Treffen der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) in Barcelona gab Prof. Dr. Bente Langdahl vom Universitätsspital Aarhus (DK) einen umfassenden Überblick.
Transplantation sparen: Hornhaut aus dem 3D-Drucker
Schäden an der Hornhaut des Auges beeinträchtigen weltweit Millionen von Menschen, aber wegen Mangels an Gewebespenden kann nur etwa 100 000 von ihnen pro Jahr mit einer Hornhauttransplantation geholfen werden. EmpaForscher arbeiten an einem transparenten, bioverträglichen Implantat aus dem 3D-Drucker. Damit können Defekte nahtlos und dauerhaft behoben werden.
Rheumatoide Arthritis: Behandlung bei Remission nicht komplett abbrechen
Das neue Update der EULAR-Empfehlungen enthält fünf übergreifende Grundsätze und nur noch neun Empfehlungen – zwei weniger als in den letzten Guidelines von 2022. Da man die neuen Empfehlungen «schlanker» habe halten wollen, so Prof. Dr. Josef Smolen von der Medizinischen Universität Wien am EULAR-Kongress in Barcelona, seien einige zusammengelegt oder geändert worden.
Lupus erythematodes: Neue Daten zu etablierten Therapien
Aktuell sind die therapeutischen Optionen beim systemischen Lupus erythematodes sehr begrenzt. Zur Verfügung stehen Malariamittel, allen voran Hydroxychloroquin, Immunsuppression sowie die beiden Biologika Belimumab und Anifrolumab. Zu diesen etablierten Therapien wurden in der jüngsten Vergangenheit Studiendaten publiziert, die wichtige Informationen für die Therapiegestaltung im klinischen Alltag liefern.
Lupusnephritis: EULAR-Empfehlung für Kombinationstherapien
Eine Nierenbeteiligung stellt eine häufige und klinisch schwerwiegende Komplikation des systemischen Lupus erythematodes (SLE) dar. Angesichts der verbesserten therapeutischen Optionen bei SLE hat die European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) ihre Empfehlungen für das Management der Lupusnephritis angepasst.
Hohes Erkrankungsrisiko: Ist eine vorbeugende Behandlung der Prä-RA sinnvoll?
Kann der Ausbruch einer rheumatoiden Arthritis (RA) bei Menschen mit hohem Erkrankungsrisiko durch eine medikamentöse Intervention verhindert werden? In einer bemerkenswerten «EULAR-Debatte» standen sich mit Prof. Dr. Jürgen Rech vom Uniklinikum Erlangen und Prof. Dr. Annette van der Helm-van Mil von der Universität Leiden zwei Kontrahenten mit sehr gegensätzlichen Ansichten gegenüber.
CAR-T-Zell-Therapie: Game-Changer in der Rheumatologie?
Die Depletion und das folgende «Reset» der B-Zell-Population mithilfe von CAR-T-Zellen sind ein Hoffnungsträger in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen, insbesondere bei den schwierig zu therapierenden und prognostisch ungünstigen Bindegewebserkrankungen. Zahlreiche innovative Zelltherapien auf Basis von CAR-T-Zellen befinden sich aktuell in klinischen Studien, wie eine Vielzahl von Präsentationen im Rahmen des EULAR 2025 zeigte.
Immer bessere Evidenz: Was Ernährung mit Rheuma zu tun hat
Epidemiologische Daten zeigen Zusammenhänge zwischen bekanntermassen ungesunden Ernährungsformen, insbesondere hoch verarbeiteten Lebensmitteln, und dem Risiko, eine entzündlich-rheumatische Krankheit zu entwickeln. Einen präventiven Effekt dürften hingegen Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D haben. Auch bei bereits bestehender Erkrankung scheint eine Supplementation mit Omega-3 Vorteile zu bringen.