Allgemeine Innere Medizin – Hausarztmedizin – Zeitlimitationen respektlos gegenüber Hausarztmedizin
Dr. med. Adrian Müller FA für Allgemeine Innere Medizin in Horgen und Präsident der APA (Ärzte mit Patientenapotheke)
Dr. med. Adrian Müller FA für Allgemeine Innere Medizin in Horgen und Präsident der APA (Ärzte mit Patientenapotheke)
Für die Behandlung der pulmonalarteriellen Hypertonie steht heute eine Vielzahl von Substanzen aus mittlerweile vier Substanzgruppen zur Verfügung. Damit könnte sich in nächster Zeit die Option bieten, Therapien für die pulmonalarterielle Hypertonie und in Zukunft möglicherweise auch für andere Formen von Lungenhochdruck zu personalisieren.
Das Management der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) beruht heute auf dualer Bronchodilatation, unter Umständen kombiniert mit einem inhalativen Kortikosteroid. Ein zunehmend besser werdendes Verständnis der zugrunde liegenden Pathophysiologie könnte die Option von Biologikatherapien ermöglichen. Nach ersten Misserfolgen liegen mittlerweile ermutigende Studiendaten für eine Reihe von Antikörpern vor. Ebenso ist in den USA inzwischen der erste PDE3/PDE4-Inhibitor in der Indikation COPD zugelassen.
Die Indikation für den Einsatz von Biologika bei schwerem Asthma wird immer breiter gefasst. Gleichzeitig steigt die Zahl der verfügbaren Antikörper mit unterschiedlichen Wirkmechanismen. In der klinischen Praxis kann die Wahl des Biologikums anhand von Phänotypisierung und Komorbiditäten getroffen werden.
Auf Remission abzielende Treat-to-Target-Strategien bewähren sich seit vielen Jahren in der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Kann dieses Konzept auch auf die entzündliche Atemwegserkrankung Asthma bronchiale angewandt werden? Vieles spricht dafür, die Definition der Therapieziele steckt allerdings noch in den Anfängen.
Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen benötigen oft ein Leben lang stark belastende Therapien. Die in der hämatologischen Onkologie mit grossem Erfolg eingesetzte Behandlung mit CAR-T-Zellen wird aktuell auch bei verschiedenen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen untersucht. Erste Ergebnisse lassen hoffen, dass sie den Patienten die Chance auf ein therapiefreies Leben ermöglichen werden.
Die neuste Version der europäischen Therapieempfehlungen bei nicht renalem systemischem Lupus erythematodes bekräftigt den Stellenwert eines Treat-to-Target-Vorgehens und die Position der beiden verfügbaren Biologika Belimumab und Anifrolumab. Zudem konnte Prof. Dr. Johannes von Kempis, St. Gallen, in seinem Vortrag aktuelle Daten zu mehreren sich in klinischer Entwicklung befindenden Substanzen vorstellen.
Platelet-Rich Plasma und Hyaluronsäure zur Behandlung von Schmerzen am Bewegungsapparat verursacht durch Arthrosen oder bestimmten Erkrankungen von Sehnen, Bändern und Enthesen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Dr. med. Lukas Wildi vom Kantonsspital in Winterthur gab einen Überblick zur Evidenz, die zu diesen beiden Optionen aktuell vorliegt, und ergänzte diesen mit einigen praktischen Anmerkungen.
Sollen Biologika in der Behandlung der Riesenzellarteriitis bereits früh eingesetzt werden? Diese Frage erörterten zwei Experten im Rahmen der Jahrestagung der Schweizer Gesellschaft für Rheumatologie. Die Pro- beziehungsweise Kontra-Argumente vertraten PD Dr. Christof Iking-Konert, Stadtspital, Zürich, und Prof. Dr. Peter M. Villiger, Medizinisches Zentrum Monbijou, Bern. Im Anschluss formulierten beide gemeinsam eine Empfehlung für den Einsatz der Biologika.
Die Therapiewahl bei atopischer Dermatitis (AD) hängt von vielen Faktoren ab: Allen voran gehören der Schweregrad und die Lokalisation der Läsionen zu den Auswahlkriterien, aber auch Alter oder Vorerkrankungen. Sogar die ethnische Zugehörigkeit kann den Therapieerfolg beeinflussen. Welche Behandlungsoptionen derzeit für welche Patienten am aussichtsreichsten sein können, erläuterte Dr. Claudia Lang vom Universitätsspital in Zürich auf dem Schweizer Allergologen-Kongress (SGAI-SSAI) in Genf.