Hiob auf dem ESC
Kongress der negativen Studien
Evidenzbasierte Medizin inkludiert das Lernen aus negativen Studienergebnissen. Von diesen wurden im Rahmen des ESC-Kongresses in Rom einige präsentiert. Einige Enttäuschungen kamen überraschend.
Kongress der negativen Studien
Evidenzbasierte Medizin inkludiert das Lernen aus negativen Studienergebnissen. Von diesen wurden im Rahmen des ESC-Kongresses in Rom einige präsentiert. Einige Enttäuschungen kamen überraschend.
Ernährungsweise beeinflusst die Diabeteskontrolle
Für Typ-2-Diabetiker zählen nicht nur Gewichtskontrolle und aufgenommene Gesamtkalorien. Vielmehr verdichtet sich die Evidenz, dass die Wahl der konsumierten Nahrungsmittel die Krankheitskontrolle beeinflusst. Im Rahmen des EASD 2016 wurden spannende neue Daten zu Molkeprotein präsentiert.
Fortschritte in Diagnostik und Therapie der diabetischen Nephropathie
Die diabetische Nierenerkrankung zählt zu den grossen, weitgehend ungelösten Problemen im Management des Diabetes mellitus. Intensive Forschung zur verbesserten und vor allem früheren Diagnostik sind im Gange, und neue Antidiabetika scheinen sich günstig auf die Entwicklung der Nephropathie auszuwirken.
Welche Ernährung und welche Medikamente?
Obstipation ist ein sehr verbreitetes Problem, von dem bis zu einem Viertel der Bevölkerung betroffen sein dürfte. Ungeachtet dieser Dimensionen ist die Evidenzlage zur Behandlung eher dünn, mit wenigen Studien zu Ernährungsinterventionen und nur wenig dafür zugelassenen Medikamenten. An der United European Gastroenterology Week in Wien wurde der aktuelle Stand der Empfehlungen für die Praxis zusammengefasst.
Noch viele Fragen offen – FODMAP-Reduktion hilfreich
Bei Patienten mit Reizdarmsyndrom (IBS) sind Interventionsversuche über die Ernährung naheliegend. Insbesondere, wenn sie angeben, dass bestimmte Nahrungsmittel ihre Beschwerden beeinflussen. Dennoch ist die Evidenz der pathophysiologischen Hintergründe gering. Gute Studien belegen jedoch die Wirksamkeit einer FODMAP-reduzierten Diät.
In schweren Fällen chronisch entzündlicher Darmerkrankungen ist die Therapie mit Biologika ein unverzichtbarer Bestandteil des Armamentariums geworden. Zu den Anti-TNF-Therapien sind mittlerweile weitere Biologika mit alternativen Wirkmechanismen hinzugekommen.
Neben Biologika behalten auch alte Substanzen ihren Stellenwert
Die therapeutischen Optionen für Colitis-ulcerosa-Patienten konnten in den vergangenen 20 Jahren durch die Zulassung einiger Biologika erheblich verbessert werden. Daneben sind jedoch auch mehrere zum Teil recht alte Substanzen in Verwendung, die sich bei Patienten mit leichter oder moderater Erkrankung gut bewähren und nach wie vor ihren festen Platz im Therapiealgorithmus der Colitis ulcerosa haben.
Das SYSADOA Chondroitinsulfat ist bei Kniearthrose genauso wirksam wie Celecoxib und wirkt signifikant besser als Plazebo. Das zeigen die Ergebnisse der randomisierten, kontrollierten CONCEPT-Studie, die nach den strengen Anforderungen der EMA gestaltet wurde.
Geschlechtsunterschiede für BMI als Asthmarisikofaktor
Ein bedeutender Prädiktor für das Asthmarisiko im späteren Leben ist der Body-Mass-Index in der Kindheit, wobei hier bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Geschlechtern auffallen. Während nämlich bei Mädchen Übergewicht zu einer Risikoerhöhung führt, ist bei Knaben Untergewicht problematisch.
Vom Kohlesmog zu Verkehrskollaps und Hitzeschock
Was Umweltverschmutzung anrichtet, bekam London 1952 zu spüren. Der «Great Smog» tötete mehr als 10 000 Londoner. Die Probleme, die zu dieser Katastrophe führten, konnten gelöst werden. Dennoch schafft die Grossstadt nach wie vor suboptimale Bedingungen für die Lunge. Besonders trifft es Menschen mit respiratorischen Erkrankungen.