Autor: Renate Weber
Kongressnotizen
Einmal täglich Mesalazin bei Colitis ulcerosa
Bei aktiver Colitis ulcerosa ist die einmal tägliche Gabe von Mesalazin mindestens so wirksam wie die zweimal tägliche Verabreichung. Da die tägliche Einmalgabe gegenüber Mehrfachdosierungen Vorteile bezüglich der Compliance aufweist, wurde mit Mesalazin-Depotgranulat bereits eine Studie zum Remissionserhalt durchgeführt.
Hepatitis B und C
State of the Art und Behandlungskonzepte
Das Management bei Hepatitis B und neue therapeutische Optionen für Hepatitis-C-Patienten waren Themen an mehreren Symposien an der UEGW 2011 in Stockholm. Professor Heiner Wedemeyer, Hannover, und Professor Markus Heim, Basel, fassten in ihren Vorträgen wichtige Punkte für die Praxis zusammen.
PPI als Magenschutz
Wie zuverlässig nehmen Rheumapatienten PPI als Magenschutz ein?
Eine grosse Kohortenstudie mit Patienten aus zwölf europäischen Ländern, einschliesslich der Schweiz, brachte neue Erkenntnisse über Patientencharakteristika und das Management rheumatischer Erkrankungen unter Praxisbedingungen. Offenbar lässt die Compliance zu wünschen übrig.
Persistierende Refluxsymptome
Wie weiter, wenn sie trotz hoch dosierter PPI-Therapie bestehen?
Die empirische Therapie mit PPI gegen Reflux ist gut etabliert, sodass eine invasive Diagnostik meist erst dann in Betracht gezogen wird, wenn die PPI-Therapie versagt. An einem Symposium ging es um die Frage der Abklärung von GERD und NERD sowie die Zukunft der Säuresuppression.
Adalimumab bei Morbus Crohn
Verbesserte Zukunftsperspektiven für Patienten unter anti-TNF-Therapie
Morbus-Crohn-Patienten leiden an einer chronischen, progredienten Erkrankung. Durch eine rechtzeitige therapeutische Weichenstellung kann möglicherweise eine langfristige Kontrolle des Entzündungsprozesses gelingen. Das Therapieziel der Zukunft sollte über eine klinische Remission hinausgehen und im Sinne einer «Deep Remission» auch die Heilung der Mukosa berücksichtigen. TNF-Hemmer, wie Adalimumab, gelten als vielversprechende Medikamente, um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen.
Am Anfang steht der imperative Harndrang
Anticholinergika können verhindern, dass am Ende die soziale Isolation steht
Patienten mit hyperaktiver Blase (OAB) leiden ganz besonders unter dem imperativen Harndrang, unter drohenden und erlebten Inkontinenzepisoden, und sie schämen sich. Den Peinlichkeiten gehen sie – so gut es geht – aus dem Weg, und das geht so weit, dass viele den Weg zum Arzt scheuen. Experten bei einem von Astellas Europe ver- anstalteten Satellitensymposium waren sich einig: Es ist offenbar viel zu wenig bekannt, dass wirksame therapeutische Strategien verfügbar sind, welche die OAB-Sym- ptome und die Lebensqualität verbessern.
Hyperaktive Blase: Am Anfang steht der imperative Harndrang
Anticholinergika können verhindern, dass am Ende die soziale Isolation steht
Patienten mit hyperaktiver Blase (OAB) leiden ganz besonders unter dem imperativen Harndrang, unter drohenden und erlebten Inkontinenzepisoden, und sie schämen sich. Den Peinlichkeiten gehen sie – so gut es geht – aus dem Weg, und das geht so weit, dass viele den Weg zum Arzt scheuen. Experten bei einem von Astellas Europe veranstalteten Satellitensymposium waren sich einig: Es ist offenbar viel zu wenig bekannt, dass wirksame therapeutische Strategien verfügbar sind, welche die OAB-Symptome und die Lebensqualität verbessern.
Androgendeprivation greift die Knochen an
RANK-Liganden-Inhibitor Denosumab korrigiert falsche Weichenstellung im Knochenstoffwechsel
Die Effizienz einer Androgendeprivationstherapie (ADT) beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom steht ausser Frage, doch geht sie mit einem rasch einsetzenden, klinisch relevanten Knochenverlust und einem erhöhten Frakturrisiko einher. An einem von Amgen veranstalteten Symposium diskutierten Experten die Rolle von Denosumab, das in der Lage ist, den pathologischen Knochendichteverlust zu bremsen und die Frakturrate zu senken.
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Uwe Beise
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SONDERREPORT
Prostatakarzinom:
Androgendeprivation greift die Knochen an
RANK-Liganden-Inhibitor Denosumab korrigiert falsche Weichenstellung im Knochenstoffwechsel
Imperativer Harndrang: News Diagnostik und Therapie
Überaktive Blase (OAB)
Neue Daten über Entstehungsfaktoren und zum praktischen Management der überaktiven Blase mit und ohne Inkontinenz diskutierten Urogynäkologen und Urologen während des IUGA-Jahreskongresses.