ARS MEDICI 02/2026
Inhaltsverzeichnis
Angst, Depression, ADHS: Hohe Bildschirmzeit schadet der psychischen Gesundheit von Kindern
Eine aktuelle Analyse repräsentativer US-Daten zeigt: Kinder und Jugendliche, die täglich mehr als vier Stunden vor Bildschirmen verbringen, haben ein deutlich höheres Risiko für psychische Störungen.
UKBB: MRI-Simulator nimmt Kindern Angst und senkt Sedierungsbedarf
Als erstes Kinderspital in der Schweiz setzt das UniversitätsKinderspital beider Basel (UKBB) einen MRI-Simulator ein. Das Gerät soll spielerisch helfen, die Angst vor MRI-Untersuchungen zu nehmen und so gleichzeitig die Effizienz in der Kinderradiologie zu verbessern.
Metabolisches Syndrom: Kurzzeitige Haferkur senkt LDL-Cholesterin
Eine kurze Diät mit Haferflocken kann den Cholesterinspiegel bei Menschen mit metabolischem Syndrom überraschend stark senken – und der Effekt hält auch nach sechs Wochen an. Das zeigt eine randomisierte, kontrollierte Studie der Universität Bonn, deren Ergebnisse kürzlich in Nature Communications publiziert wurden.
Kaffee und Tee: Möglicher Schutz vor Demenz
Zwei grosse US-Studien deuten darauf hin, dass moderater Konsum von koffeinhaltigem Kaffee und Tee das Demenzrisiko senken und die geistige Leistungsfähigkeit fördern kann. Über bis zu 43 Jahre hinweg wurden 86 606 Frauen aus der Nurses’ Health Study und 45 215 Männer aus der Health Professionals Follow-up Study beobachtet.
Zwei grosse US-Studien deuten darauf hin, dass moderater Konsum von koffeinhaltigem Kaffee und Tee das Demenzrisiko senken und die geistige Leistungsfähigkeit fördern kann. Über bis zu 43 Jahre hinweg wurden 86 606 Frauen aus der Nurses’ Health Study und 45 215 Männer aus der Health Professionals Follow-up Study beobachtet.
Einladung: Medikamente und Versorgungssicherheit – öffentliche Informationsveranstaltung
Kardiale Transthyretin-Amyloidose: Welche Therapieoptionen es derzeit gibt
Die ATTR-Amyloidose ist eine Erkrankung ausgelöst durch fehlerhafte Proteinfaltung. Sie lässt sich mittlerweile durch unterschiedliche Ansätze stabilisieren, in der Entstehung unterdrücken oder mit der Auflösung der Amyloidablagerungen möglicherweise rückgängig machen. Zum Stand der Entwicklung und zum Einsatz der verfügbaren Therapien berichteten ausgewiesene Experten auf diesem Gebiet am Jahreskongress der European Society of Cardiology (ESC).
Vaskuläre Risikofaktoren: Die Kognition leidet mit
Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass die klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren nicht nur die Herzgesundheit beeinträchtigen, sondern auch die Hirngesundheit, etwa durch Hirnschläge oder Demenz. Die gute Nachricht ist, dass diese Risikofaktoren modifizierbar sind und eine konsequente Reduktion die Lebenserwartung bei klarem Geist verlängern kann. Der Aufwand lohnt sich, wie Prof. Dr. Marcel Arnold, Chefarzt, Leiter Stroke Center und Ambulantes Neurovaskuläres Zentrum, Inselspital Bern, am AGLA Update Meeting betonte.
Adipositastherapie: Der Nutzen ist allumfassend
Eine Adipositastherapie beginnt mit der Bestimmung des Body-Mass-Indexes, dessen Limitationen man sich aber bewusst sein muss, wie PD Dr. Konstantinos Koskinas, Oberarzt Kardiologie, Inselspital Bern, am AGLA Update Meeting ausführte. Ungeachtet des Messparameters bringt eine Therapie in jedem Fall einen Nutzen für den ganzen Körper, insbesondere aber für das Herz und damit für die Lebenserwartung.
REDUCE-IT: Triglyzeride senken reduziert kardiovaskuläre Ereignisse
Triglyzeride rücken zunehmend ins Rampenlicht, erhöhen sie doch ebenfalls das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Eine Senkung der Triglyzeride reduziert dieses Risiko, und zwar unabhängig vom TriglyzeridGlukose(TyG)-Index, wie die am Jahreskongress der European Association for the Study of Diabetes (EASD) präsentierte Subanalyse der REDUCE-IT-Studie gezeigt hat.
SURPASS-CVOT: Kardiovaskuläre Prüfung bestanden
Am Jahreskongress der European Association for the Study of Diabetes (EASD) wurden die Langzeitdaten des GIP-/GLP-1-Rezeptoragonisten Tirzepatid in einer Nichtunterlegenheitsstudie präsentiert. Als Vergleichssubstanz diente nicht wie üblich Plazebo, sondern der GLP-1-Rezeptoragonist Dulaglutid, dessen kardiovaskuläre Vorteile bereits bekannt waren.
Risiko für Herz und Gefässe: Lipidsenkung zu häufig vernachlässigt
Während viele Patienten Therapien für zu hohen Blutdruck und Diabetes erhalten, wird die Lipidsenkung nicht mit gleicher Konsequenz durchgeführt. Dabei gilt hohes LDL-Cholesterin als der stärkste kardiovaskuläre Risikofaktor. Welche Optionen zur Verfügung stehen, wie stark diese wirken und bei wem sich eine Therapie lohnt, erklärte Prof. Dr. Roger Lehmann, Universitätsspital Zürich, an einer FOMF-Veranstaltung in Zürich.
SOUL-Studie: Auch oraler GLP-1-RA ist unbedenklich fürs Herz
Für den subkutan zu verabreichenden GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) Semaglutid war in den vergangenen Jahren der Beweis zur kardiovaskulären Unbedenklichkeit erbracht. Für die später entwickelte orale Form wurden diese Daten kürzlich publiziert. Am Jahreskongress der European Association for the Study of Diabetes (EASD) ist die kardiovaskuläre Outcome-Studie SOUL besprochen und Subanalysen präsentiert worden.
Asthma & COPD: Was ist wichtig für die Abklärung und Therapie?
Asthma und COPD können mittlerweile gut behandelt werden, wenn die diagnostischen Mittel ausgeschöpft werden. Dazu gehört auch die Messung der Eosinophilenzahl, die die Krankheitsschwere gut widerspiegelt. Die diagnostischen und therapeutischen Schritte erläuterte Prof. Dr. Jörg Leuppi, Kantonsspital Baselland, am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) in Basel.
Primäre biliäre Cholangitis: Neue Wege in der Therapie
Fortschritte in Diagnostik und Therapie versprechen Patienten mit primärer biliärer Cholangitis eine individualisierte Behandlung und eine verbesserte Lebensqualität. Neue Ansätze könnten die Zukunft der Therapie prägen.
Leberprobleme in der Praxis: Strukturiertes Vorgehen bei erhöhten Leberwerten
Erhöhte Leberwerte sind in der Praxis keine Seltenheit, jedoch nicht immer Ausdruck einer hepatischen Grunderkrankung. Prof. Dr. Beat Müllhaupt, Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie, Universitätsspital Zürich, zeigte auf, welche Laborparameter, Scores und Tests bei der Abklärung eine zentrale Rolle spielen.
Metaanalyse: GLP-1-RA reduzieren Ereignisse: kardiovaskuläre wie auch renale
Eine Metaanalyse von elf randomisierten, kontrollierten Studien ergab, dass GLP-1-Rezeptoragonisten klinisch relevante Nierenereignisse, Nierenversagen und kardiovaskuläre Ereignisse signifikant reduzieren.
Colchicin gegen Herzinfarkt
Nikotin in jeglicher Form herzschädlich
Säurehemmer bei Schwangeren
Bronchitis: weniger Ausfalltage mit Pelargonium
Kaffeeverzicht nach Kardioversion unnötig
Facts zu Hypothyreose
Inhaltsverzeichnis Pädiatrie
Früherkennung wichtig für optimale Behandlung: Skoliosen im Kindes- und Jugendalter
Idiopathische Skoliosen sind nach wie vor der häufigste Grund für Deformitäten der Wirbelsäule bei Kindern und Jugendlichen. Trotz anhaltender Forschung auf diesem Gebiet sind die Ursachen, die zur Entstehung dieser Skoliosen führen, noch immer weitgehend unklar. Da es sich bei der adoleszenten idiopathischen Skoliose um eine Wachstumsstörung der Wirbelsäule handelt, ist eine Früherkennung entscheidend für eine optimale Behandlung.
«Fruktoholismus»: Unsere Sucht nach der Fruktose und deren Folgen
Der Fruktosekonsum hat sich in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt. Auch bei Kindern und Jugendlichen ist er deutlich angestiegen. Dieser übermässige Fruktosekonsum führt zu einer Leberverfettung, wie mit zunehmender Evidenz belegt ist, und zwar unabhängig vom Körpergewicht.
menuCH-Kids – erste Ergebnisse: Was essen Kinder und Jugendliche in der Schweiz?
Die Daten der menuCH-Kids-Studie liefern wichtige Erkenntnisse zu den Ernährugsgewohnheiten. Sie unterstützen die Erkennung von Gesundheitsrisiken und bilden die Grundlage für die Entwicklung von evidenzbasierten Handlungsempfehlungen von ernährungspolitischen Massnahmen. Die jetzt publizierten Rohdaten werden weiter ausgewertet und bilden eine wichtige Grundlage für weitere Forschungsprojekte.
Typ-1-Diabetes: Die Progression nach Neudiagnose kann verlangsamt werden
Awareness, Versorgungsstrukturen und Forschung: Seltene Krankheiten in der Schweiz
In der Schweiz gilt eine Krankheit als selten, wenn weniger als eine von 2000 Personen betroffen ist. In ihrer Gesamtheit stellen seltene Krankheiten jedoch ein relevantes gesundheitliches Problem dar: Rund eine von 14 Personen lebt mit einer seltenen Erkrankung. Eine Veranstaltung am UniversitätsKinderspital Zürich widmete sich der Sensibilisierung für diese Krankheitsgruppe und zeigte Perspektiven für eine verbesserte Versorgung der Betroffenen auf.
Mein härtester Kampf begann abseits vom Spielfeld
Impressum
Editorial
In diesem Heft
Medien, Moden, Medizin
- Angst, Depression, ADHS: Hohe Bildschirmzeit schadet der psychischen Gesundheit von Kindern
- UKBB: MRI-Simulator nimmt Kindern Angst und senkt Sedierungsbedarf
- Metabolisches Syndrom: Kurzzeitige Haferkur senkt LDL-Cholesterin
- Kaffee und Tee: Möglicher Schutz vor Demenz
APA - Ärzte mit Patientenapotheke
Medizin
Berichte
- Kardiale Transthyretin-Amyloidose: Welche Therapieoptionen es derzeit gibt
- Vaskuläre Risikofaktoren: Die Kognition leidet mit
- Adipositastherapie: Der Nutzen ist allumfassend
- REDUCE-IT: Triglyzeride senken reduziert kardiovaskuläre Ereignisse
- SURPASS-CVOT: Kardiovaskuläre Prüfung bestanden
- Risiko für Herz und Gefässe: Lipidsenkung zu häufig vernachlässigt
- SOUL-Studie: Auch oraler GLP-1-RA ist unbedenklich fürs Herz
- Asthma & COPD: Was ist wichtig für die Abklärung und Therapie?
- Primäre biliäre Cholangitis: Neue Wege in der Therapie
- Leberprobleme in der Praxis: Strukturiertes Vorgehen bei erhöhten Leberwerten
Studien
Journal Club
- Colchicin gegen Herzinfarkt
- Nikotin in jeglicher Form herzschädlich
- Säurehemmer bei Schwangeren
- Bronchitis: weniger Ausfalltage mit Pelargonium
- Kaffeeverzicht nach Kardioversion unnötig
- Facts zu Hypothyreose
Fokus Pädiatrie
- Inhaltsverzeichnis Pädiatrie
- Früherkennung wichtig für optimale Behandlung: Skoliosen im Kindes- und Jugendalter
- «Fruktoholismus»: Unsere Sucht nach der Fruktose und deren Folgen
- menuCH-Kids – erste Ergebnisse: Was essen Kinder und Jugendliche in der Schweiz?
- Typ-1-Diabetes: Die Progression nach Neudiagnose kann verlangsamt werden
- Awareness, Versorgungsstrukturen und Forschung: Seltene Krankheiten in der Schweiz