Autor: Richard Altorfer
Editorial – Wer war eigentlich … – Herr Valsalva?
Editorial – Wer war eigentlich … – Herr Crohn?
1884–1983
Burrill Bernard Crohn wurde 1884 als Sohn von jüdischen Emigranten in New York geboren und wie seine 11 Geschwister streng orthodox erzogen.
In New York besuchte er das City College. Nach seiner eigenen Biographie beschloss er, Mediziner zu werden, weil sein Vater schreckliche Verdauungsprobleme hatte und er ihm unbedingt helfen wollte.
Editorial – Were war eigentlich … – Herr Down?
1828–1896
John Langdon Haydon Down (1828– 1896) war ein englischer Arzt, der als Beschreiber und Namensgeber des Down-Syndroms bekannt wurde. Er
war einer der Wegbereiter der Sozialpädiatrie. Von ihm stammt das Zitat «Wir müssen die höchstmögliche Kultur, die beste physische, sittliche und intellektuelle Ausbildung anbieten, um jenen, die den grössten Anspruch auf unsere Sympathie haben, neue Bereiche des Glücks zu eröffnen.»
Ginkgo biloba: Bei spontanen Gedächtnisstörungen früh einsetzen!
Kognitive Störungen lassen sich nicht kurativ behandeln. Der Pflanzenextrakt Ginkgo biloba vermag jedoch die kognitive Leistung kurzfristig zu verbessern und kann möglicherweise langfristig die Progression einer Demenz hinauszögern. Dafür sprechen diverse Studienresultate.
Rosenbergstrasse 115
Ziemlich unverfroren, was sich der Bundesrat erlaubt. Allen voran Herr Berset. Der Bundesrat bestimmt eigenmächtig über die Ärzteeinkommen. Es ist genau der Mechanismus, den alle Kritiker des Tarmed, von Managed Care, ja sogar der Einheitskasse, vorhergesagt haben. Wovor sie gewarnt haben. Was sie repetiert haben bis zum Gehtnichtmehr. Was sie ihren gutgläubigen Kollegen klarzumachen versucht haben: Der Tarmed wird missbraucht werden zur Deckelung der Gesundheitskosten. Zur Senkung der Ärzteeinkommen. Zur Stabilisierung der Krankenkassenprämien. Und genau so ist es gekommen. Gut, diesmal trifft es weniger die Hausärzte – scheinbar. Die werden im Moment gehätschelt – jedenfalls verbal, die Taten werden derweil verschoben auf den Sanktnimmerleinstag.
Rosenbergstrasse 115
Ein Kollege, den guten Rat eines Freundes zitierend: Heirate lieber eine Reiche! Die Armen haben auch Fehler.
Real-Life-Daten mit Dabigatran bestätigen die Zulassungsstudie RE-LY
FDA Drug Safety Communication Update
Eine grosse neue Studie zeigt: Das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls oder einer zerebralen Blutung ist bei Patienten mit Vorhofflimmern unter Dabigatran (Pradaxa®) kleiner als unter Warfarin. Häufiger sind demgegenüber die gastrointestinalen Blutungen. Die FDA bestätigt aufgrund der Resultate die im Vergleich zu Warfarin relative Unbedenklichkeit von Dabigatran.
Rosenbergstrasse 115
Gang durch die Wohnung eines plötzlich verstorbenen und noch keine 50 Jahre alten, alleinstehenden Mannes. Ein komischer Vogel war er gewesen, offenbar ohne Angehörige (jedenfalls wollte keiner sein Erbe antreten, es hätte ja auch kaum was zu erben gegeben). Einer aus einer Randgruppe. Ziemlich am Rande, und doch irgendwie liebenswürdig. Zumindest harmlos. Da liegen sie nun, die Überbleibsel eines nicht gelungenen Lebens. Manches achtlos, eben noch gebraucht, manches belanglos, aber liebevoll drapiert: Figürchen, Haschpfeife, Feuerzeug, eine Puppe aus Indonesien, ein Quarz, Schwarz-Weiss-Fotos, Bilder an den nikotingelben Wänden, Essensreste, eine Maske. Nichts Besonderes, nur lästig, weil’s entsorgt werden muss. Entsorgt. So also ist der Gang durchs Leben. Ist er so? Na dann … Gute Reise! Im Ernst!
Rosenbergstrasse 115
Auch wenn man eine gewisse Sympathie hegt für Pazifisten – die Forderung, Waffen sollten nicht in Krisengebiete exportiert werden dürfen, muss jeden halbwegs pragmatisch denkenden Zeitgenossen zum Schmunzeln bringen: Waffen verkaufen ja, aber nicht in die Länder, in denen man die Waffen braucht? Höchstens in Regionen, in denen alles friedlich ist? Niedliche Vorstellung. Wie meinte ein Zyniker: Das Verbot, Waffen in Spannungsgebiete zu liefern, ist etwa so realistisch wie ein Gesetz, das bestimmt, dass man Schuhe nur an Bettlägerige verkaufen dürfe.