Schweizer Zeitschrift für Gynäkologie 02/2026
Inhaltsverzeichnis
Vergleich mit zytologischer Früherkennung: Zervixkarzinom-Screening mit dem HPV-Test
Zytologische Vorsorgeuntersuchungen der Zervix haben die Karzinomraten seit ihrer Einführung in den 1940er Jahren deutlich gesenkt, aber nicht eliminiert. Das primäre HPV-Screening weist eine höhere Sensitivität für die Erkennung von zervikaler Dysplasie und Zervixkarzinom als das zytologische Screening auf und wurde in vielen Ländern bereits eingeführt.
Myom oder Sarkom? Präoperative Ultraschalldiagnostik mit dem Basel-Sarcoma-Score
Die Unterscheidung zwischen häufigen benignen Myomen und seltenen, jedoch prognostisch ungünstigen uterinen Sarkomen stellt eine grosse Herausforderung im klinischen Alltag dar. Der Basel-Sarcoma-Score (BSS) wurde hierfür als Triageinstrument entwickelt. Er ermöglicht anhand einfacher sonomorphologischer Kriterien eine strukturierte und standardisierte präoperative Einschätzung uteriner Raumforderungen.
RMI, IOTA, O-RADS und mehr: Das Management von Adnexbefunden
Die meisten Adnexbefunde sind gutartig und können konservativ oder minimalinvasiv behandelt werden. Die Einschätzung des Malignitätsrisikos ist der erste Schritt für eine korrekte Betreuung der betroffenen Patientinnen − hierfür gibt es verschiedene validierte Modelle. Bei Befunden mit niedrigem Risiko ist die Wahrscheinlichkeit für spätere Komplikationen oder Malignität sehr gering.
Die neuen ESGO-Guidelines: Tumormarker in der Surveillance
Die jüngsten ESGO-Guidelines nehmen eine Neubewertung des Einsatzes von Tumormarkern in der Nachsorge gynäkologischer Malignome vor. Sie ersetzen routinemässige Kontrollen durch ein differenziertes, klinisch orientiertes Surveillance-Konzept, in dem Tumormarker nur bei klarer therapeutischer Relevanz eingesetzt werden. Im Folgenden wird aufgezeigt, welche Bedeutung dies für die einzelnen Tumorentitäten und deren praktische Nachsorge hat.
RSV-Schutz für Neugeborene: Was spricht für die maternale Impfung?
Um Neugeborene vor dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) zu schützen, kann man bei einem Geburtstermin von Oktober bis März entweder die Schwangere rechtzeitig impfen oder dem Neugeborenen einen monoklonalen Antikörper verabreichen.
Fertilitätsprotektion: Was Krebspatientinnen bei der Entscheidung hilft
Die meisten Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter, die an Krebs erkranken, wünschen sich später einmal eigene Kinder. In ihrem Vortrag erklärte Dr. phil. Verena Ehrbar, Psychotherapeutin in der Abteilung für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie am Universitätsspital Basel, weshalb heute noch nicht alle Krebspatientinnen von einer Fertilitätsprotektion profitieren und warum Betroffene nach einer äusserst belastenden Diagnose auf fundierte Informationen und Entscheidungshilfen angewiesen sind.
Neue ASCO-Leitlinie: Management von Krebserkrankungen während der Schwangerschaft
Die ASCO hat erstmals Leitlinien zum Management von Krebserkrankungen bei Schwangeren heraus gegeben. Sie umfassen die Krebsdiagnose, Therapieoptionen sowie die gynäkologische Betreuung während der Schwangerschaft, der Geburt und Postpartum. Eine Auswahl der wichtigsten Empfehlungen.
von Yvonne Vahlensieck
Editorial
In diesem Heft
Schwerpunkt: Diagnostische Tests - die Lösung?
- Vergleich mit zytologischer Früherkennung: Zervixkarzinom-Screening mit dem HPV-Test
- Myom oder Sarkom? Präoperative Ultraschalldiagnostik mit dem Basel-Sarcoma-Score
- RMI, IOTA, O-RADS und mehr: Das Management von Adnexbefunden
- Die neuen ESGO-Guidelines: Tumormarker in der Surveillance