Autor: Klaus Duffner
Kongress-Highlights vom ECCO 2026: Neue Studien zu fistulierendem Morbus Crohn
Die Jahrestagung der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) gilt als der wichtigste Kongress für chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Auch an der diesjährigen Veranstaltung in Stockholm wurde eine Fülle neuer Studien vorgestellt. Einige davon weisen auf hoffnungsvolle therapeutische Wege. Eine kleine Auswahl.
Expertengespräch am ECCO 2026: «Bei diesem Präsidenten fahre ich nicht mehr auf amerikanische Kongresse»
An der Jahrestagung der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO) in Stockholm diskutierten Gastroenterologen aus der ganzen Welt über neue Erkenntnisse zu chronisch entzündlichen Darm erkrankungen. Interview mit Prof. Dr. Dr. Gerhard Rogler vom Universitätsspital Zürich über erfolgreiche Fistel- und Fibrosetherapien, neue Kombinationsbehandlungen, die fehlende Glaubwürdigkeit mancher Studien und seine Konsequenzen hinsichtlich der US-Wissenschaftspolitik.
Pruritus und seine vielen Facetten – Teil 1
Allgemeiner Überblick: Pathophysiologie, Diagnose, Therapie
Chronischer Pruritus ist ein häufig auftretendes Symptom, das auf zahlreiche dermatologische und nicht dermatologische Erkrankungen zurückgehen kann. Obwohl heute einige pathophysiologische Mechanismen zur Entstehung des Juckreizes bekannt sind, lassen sich chronische Formen häufig schwer therapieren. An einer gemeinsamen Fortbildung des Universitätsspitals und des Stadtspitals Zürich gingen namhafte Spezialisten dem Phänomen Pruritus in seinen vielen Facetten auf den Grund. Ein allgemeiner Überblick in diesem ersten Teil des Berichtes.
Wundbehandlung: Mit Hautersatz nicht zu lange warten
Für die Behandlung von Wunden aller Art stehen mittlerweile eine ganze Reihe unterschiedlicher Hautersatzprodukte bereit. Am 19. Luzerner Wundtag stellte der Spezialist für komplexe Wunden, PD Dr. Dieter Mayer, Dermatologische Klinik, Universitätsspital Zürich, die verfügbaren Optionen und ihre Eigenschaften vor. So unterschiedlich die Verfahren in ihrer Herstellung auch sein mögen, eines gilt für alle: Je früher mit der Verwendung von Hautersatz bei schwer heilenden («hard-to-heal») Wunden begonnen wird, desto besser sind die Ergebnisse.
Update: JAK-Inhibitoren in der Rheumatologie
Januskinase (JAK)-Inhibitoren sind hocheffektive und einfach zu verabreichende Medikamente zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. Wegen erhöhter kardiovaskulärer und thromboembolischer Risiken sowie höheren Malignominzidenzen bestehen jedoch nach wie vor Warnhinweise. Am Jahrestreffen der Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie (SGR) gab Prof. Dr. med. Diego Kyburz vom Unispital Basel einen ausführlichen Überblick zur aktuellen Studienlage.
Neue Studien zur onkologischen Sicherheit von Biologika und JAK-Inhibitoren bei RA
Krebsrisiko nicht erhöht
Am Jahrestreffen der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurde eine ganze Reihe von teils sehr umfangreichen Registerstudien zu einem Thema vorgestellt, das in der Vergangenheit immer wieder zu Sorgenfalten Anlass gab: Fördern Biologika oder JAK-Inhibitoren bei Patienten mit rheumatoider Arthritis in irgendeiner Weise Krebserkrankungen? Die Ergebnisse dieser praxisrelevanten Analysen deuten auf Entwarnung.
«Die künstliche Intelligenz hält in der Medizin rasend schnell Einzug»
Die künstliche Intelligenz (KI) wird die Arbeit der Ärzte in den kommenden Jahren stark verändern, Diagnosen werden schneller und präziser, personalisierte Therapieentscheidungen einfacher. Zu den Höhepunkten des europäischen Jahrestreffens der Rheumatologen (EULAR) in Barcelona äusserte sich Dr. Adrian Forster von der Schulthess Klinik in Zürich. Lesen Sie über hilfreiche und «blödsinnige» KI, die Wege zur möglichst optimalen Therapieentscheidung und eine gänzlich neu beschriebene Erkrankung.
Osteoporose: Knochendichte im Zentrum des Managements
Das Risiko für osteoporotische Frakturen kann durch adäquate Therapien deutlich gesenkt werden. Obwohl die Behandlungsoptionen bislang überschaubar sind, ist beim Therapiemanagement sehr vieles zu beachten. Am diesjährigen Treffen der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) in Barcelona gab Prof. Dr. Bente Langdahl vom Universitätsspital Aarhus (DK) einen umfassenden Überblick.
Rheumatoide Arthritis: Behandlung bei Remission nicht komplett abbrechen
Das neue Update der EULAR-Empfehlungen enthält fünf übergreifende Grundsätze und nur noch neun Empfehlungen – zwei weniger als in den letzten Guidelines von 2022. Da man die neuen Empfehlungen «schlanker» habe halten wollen, so Prof. Dr. Josef Smolen von der Medizinischen Universität Wien am EULAR-Kongress in Barcelona, seien einige zusammengelegt oder geändert worden.