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Rheumaliga
Neue Broschüre informiert über
Morbus Sjögren
Die Rheumaliga Schweiz hat eine neue Broschüre zu Morbus
Sjögren veröffentlicht. Die chronisch-entzündliche Auto-
immunerkrankung betrifft in der Schweiz schätzungsweise
15 000 bis 20 000 Personen, Frauen erkranken rund zehn-
mal häufiger als Männer.
Morbus Sjögren manifestiert sich vor allem durch eine ent-
zündlich bedingte Dysfunktion exokriner Drüsen. Klinisch
stehen Xerophthalmie und Xerostomie im Vordergrund,
häufig begleitet von Arthralgien, Myalgien und Fatigue. Die
daraus resultierende Schleimhauttrockenheit kann neben
Augen und Mund auch Nase, Bronchien oder den Genital-
trakt betreffen.
Da die Symptomatik oft unspezifisch ist, wird die Erkran-
kung nicht selten erst spät diagnostiziert. Die Broschüre
betont, dass die Diagnosestellung auf der Gesamtschau von
Anamnese, klinischem Befund sowie serologischen und ge-
gebenenfalls histologischen Untersuchungen beruhen sollte.
Bei Verdacht empfiehlt sich eine rheumatologische Abklä-
rung. Eine kausale Therapie steht bislang nicht zur Verfü-
gung. Die Behandlung zielt primär auf eine symptomatische
Linderung der Schleimhauttrockenheit, etwa mittels Trä-
nenersatzmitteln, Speichelstimulation sowie geeigneter
Schleimhautpflege. Ergänzend sind eine regelmässige oph-
thalmologische und zahnärztliche Betreuung sowie – bei
entzündlichen systemischen Manifestationen – eine medi-
kamentöse antiinflammatorische Therapie angezeigt.
Die rund 40-seitige Broschüre informiert über Krankheits-
bild, Diagnostik und Therapieoptionen und thematisiert zu-
dem die Bedeutung von Selbstmanagement und interdiszi-
plinärer Betreuung. Sie veranschaulicht aus Sicht einer
Betroffenen, wie stark eine wenig sichtbare Erkrankung den
Alltag prägen kann, auch um anderen Betroffenen Mut zu
machen. Die Broschüre kann im Webshop der Rheumaliga
Schweiz kostenlos in Deutsch, Französisch und Italienisch
bestellt werden.
Mü
Medienmitteilung der Rheumaliga Schweiz vom 20. Januar 2026
Zum Online-Shop:
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