Transkript
MEDIEN | MODEN | MEDIZIN
Pharmamarkt Schweiz 2025
Generika und Biosimilars treiben
Wachstum
Der Schweizer Medikamentenmarkt ist 2025 weitergewach-
sen. Gemäss von IQVIA erhobenen Daten wurden Arznei-
mittel im Wert von 8,1 Milliarden Franken zu Fabrikabga-
bepreisen verkauft. Das entspricht einem Plus von 5,0%
gegenüber dem Vorjahr. Dabei entfielen rund 7,1 Milliarden
Franken auf Medikamente zulasten der obligatorischen Kran-
kenversicherung. Haupttreiber der steigenden Nachfrage
bleiben die demografische Entwicklung und der damit ein-
hergehende zunehmende Bedarf an medizinischen Leis-
tungen. Gleichzeitig dämpften staatlich verfügte Preissen-
kungen das Wachstum des Sektors um 2,4%.
Besonders deutlich gewachsen sind erneut die Umsätze,
die mit Generika und Biosimilars erzielt wurden. Der Umsatz
mit Generika überschritt 2025 mit 1,12 Milliarden Franken
zum zweiten Mal in Folge die Milliardengrenze und legte um
6,4% zu. Noch stärker fiel das Wachstum bei Biosimilars
aus, deren Umsatz um 13,7% zunahm. Hintergrund sind
unter anderem regulatorische Massnahmen im Kontext der
Revision der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV),
die den Einsatz kostengünstiger Alternativen fördern. Die
Generikadurchdringung liegt inzwischen bei 68%, bei Bio-
similars bei 58%.
Das überdurchschnittliche Wachstum dieser Produkt-
gruppen ging zulasten der Originalpräparate. Der Umsatz
chemisch hergestellter Originale sank um 1,2%, jener von
Biologika sogar um 7,8%. Damit zeigen die gesundheits-
politischen Massnahmen zur Förderung von Generika und
Biosimilars Wirkung und tragen zur Kostendämpfung im
Gesundheitssystem bei.
Innovative Medikamente wuchsen im kassenzulässigen
Markt dagegen mit einem Plus von 4,6% nur unterdurch-
schnittlich. Patentabläufe, befristete Aufnahmen in die
Spezialitätenliste, neue Indikationen sowie regulatorische
Auflagen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) wirkten
bremsend auf das Wachstum. Branchenvertreter warnen,
dass ein starker Fokus auf Kostensenkungen langfristig den
Zugang zu innovativen Therapien beeinträchtigen könnte.
Parallel dazu sinken die Medikamentenpreise weiter.
Seit 2012 werden regelmässig Preissenkungen im Rahmen
der dreijährlichen Preisüberprüfung verfügt. Im vergangenen
Jahr reduzierte das BAG die Preise von knapp 300 Arznei-
mitteln um durchschnittlich 12%. Insgesamt ist der Medika-
mentenpreisindex laut Landesindex der Konsumenten-
preise 2025 bereits zum 29. Mal in Folge gesunken – zuletzt
um rund 1%.
Interpharma/Mü
Interpharma/vips, Medienmitteilung zum Schweizer Pharmamarkt 2025 vom 6. Februar 2026
114 ars medici 3 | 2026