Rückspiegel
Vor 10, vor 50 und vor 100 Jahren
Vor 10, vor 50 und vor 100 Jahren
Highlights vom Heart-Failure-Kongress 2023
Die Kombination aus einem Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor (ARNI), einem Betablocker, einem SGLT2-Inhibitor und einem Mineralokortikoidrezeptorantagonisten (MRA) bildet die Basis einer modernen Herzinsuffizienztherapie. Allerdings gibt es Situationen und Pathologien, bei denen diese Therapien nicht ausreichen. Innovative Ansätze im Management der Herzinsuffizienz und deren klinischer Stellenwert wurden in einer Sitzung des Heart-Failure-Kongresses 2023 in Prag diskutiert.
Die im vergangenen Jahr präsentierte IRONMAN-Studie war auch im Rahmen des Kongresses Heart Failure 2023 ein wichtiges Thema. Analysen dieser mit einem medianen Follow-up von 2,7 Jahren bislang längsten Studie zum Thema Eisensupplementierung bei Herzinsuffizienz zeigen unter anderem, dass auch und gerade ältere Patienten auf diese Behandlung ansprechen. Des Weiteren liefert die Studie wichtige Hinweise zur Indikationsstellung für eine intravenöse Verabreichung von Eisen.
Erhöhter TSH-Wert in der Praxis
Der TSH-Spiegel ist der zentrale Laborwert zur Abklärung der Schilddrüsenfunktion. Ist er erhöht, spricht das für eine Unterfunktion der Schilddrüse. Zum weiteren Vorgehen bei Personen mit erhöhten TSH-Werten in der Hausarztpraxis hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V. (DEGAM) neue Empfehlungen formuliert.
Die Arbeitsgruppe Lipide und Atherosklerose (AGLA) hat ihren Pocketguide «Prävention der Atherosklerose» überarbeitet. Die Aktualisierung erfolgte aufgrund von Änderungen der Limitationen für PCSK9-Hemmer durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG).
In der Schweiz ist – wie in vielen anderen europäischen Ländern – die Mortalität wegen kardiovaskulärer Krankheiten, meistens Atherosklerose-bedingt, rückläufig (1). Dennoch bleibt die sogenannte ASCVD (atherosclerotic cardiovascular disease) die häufigsteTodesursache (1). Zudem steigt die Zahl der daraus resultierenden Hospitalisationen – vor allem wegen Myokardinfarkten und Schlaganfällen (1). Die gegenläufigen Entwicklungen von Mortalität und Hospitalisationen sprechen für Erfolge in der Therapie, untermauern aber auch den Bedarf an verstärkter Prävention.
Liebe Leserinnen und Leser
Die Zeiten ändern sich, neben den klassischen, gedruckten Zeitschriften etablieren sich Onlineangebote immer mehr – und mit den neuen Möglichkeiten verändern sich vielleicht auch Ihre Lesegewohnheiten. Gehören Sie noch zu denen, die Hefte auf die Seite legen oder gar sammeln, um sie später zu lesen oder etwas nachzuschlagen?
Wir haben die am Jahreskongress der EULAR vorgestellten aktualisierten Empfehlungen zur systemischen Sklerose zum Anlass genommen, uns mit PD Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Gerth, Leiter des Europäischen Zentrums für die Rehabilitation der Sklerodermie, Reha Rheinfelden, über die Chancen der Betroffenen zu unterhalten – welche sich in den letzten Jahren deutlich verbessert haben. Der Experte erläutert, warum es wichtig ist, die Anzeichen zu erkennen und richtig einzuordnen.
Patienten, die während der Blutwäsche leichte Bewegungsübungen durchführen, sind körperlich fitter und müssen seltener ins Spital. Das ist das Ergebnis einer Studie in Deutschland, an der sich 21 Dialysezentren mit insgesamt rund 1000 Patienten beteiligten.