Pharmakologie: Paracetamol kann den Blutdruck steigern
In einer kleinen, doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie erhielten 110 Personen 2 Wochen lang die Höchstdosis von 4 g Paracetamol pro Tag oder ein Plazebo.
In einer kleinen, doppelblinden, plazebokontrollierten Cross-over-Studie erhielten 110 Personen 2 Wochen lang die Höchstdosis von 4 g Paracetamol pro Tag oder ein Plazebo.
Die Leitlinie zur stationären Therapie von COVID-19-Patienten wurde aktualisiert. Sie enthält nun Empfehlungen zu allen derzeit verfügbaren und wirksamen COVID-19-Medikamenten. Neu hinzugekommen sind mehrere medikamentöse Therapien, die in der Frühphase der Erkrankung eingesetzt werden.
Dass ein Gesprächspartner schlechter zu verstehen ist, wenn er eine Gesichtsmaske trägt, hat vornehmlich visuelle Gründe.
Der Verein «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland» hat erstmals Fördermittel in Höhe von 40000 Franken für zwei Forschungsprojekte vergeben. Eines davon befasst sich mit der unnötigen Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels und der Ver- schreibung von Vitamin D bei älteren Personen, das andere mit dem Nutzen eines Informationsblatts gegen die überflüssige Verschreibung von Antibiotika.
Vorgehen bei Verdacht auf oder bei bestehender Hypothyreose
Bei einem erhöhten TSH-Wert hängt das weitere Vorgehen vom Ausmass der Erhöhung, von individuellen Faktoren des betroffenen Patienten (z. B. Alter, Patientenwunsch) und bestehenden Symptomen ab. Man unterscheidet zwischen diskret erhöhten Werten (zwischen 4 und 10 mU/l), einer latenten Hypothyreose mit oder ohne Symptome und einer manifesten Hypothyreose.
Vor dem Hintergrund, dass zwei Drittel der Patienten mit Typ-2-Diabetes an einer kardiovaskulären Ursache versterben, ist es wichtig, dass der Fokus bei einer Diabetestherapie auf der Komorbidität liegt. Dabei ist eine frühe Kombinationstherapie sinnvoll. Nach welchen Kriterien die Wahl der Therapie getroffen werden soll und wie eine neue App dabei helfen kann, erklärte Prof. Roger Lehmann vom Universitätsspital Zürich am FOMF Innere Medizin Update Refresher in Zürch.
15 Prozent Gewichtsverlust bei Adipösen bremst die Progression des Typ-2-Diabetes deutlich oder bewirkt gar eine Remission. Zusätzlich verbessert es adipositasbedingte Komplikationen wie Fettleber, obstruktive Schlafapnoe, Arthritis, Hypertonie und Dyslipidämie. Es lohne sich also auf jeden Fall, dahingehend etwas zu unternehmen, hiess es am virtuellen Jahreskongress der European Association for the Study of Diabetes (EASD).
Jeder 7. Patient mit Diabetes entwickelt ein diabetisches Fussulkus, dessen Komplikationen zu einer Amputation führen können. Beides ist vermeidbar, wenn die Inspektion der Füsse regelmässig erfolgt und der Patient weiss, worauf er täglich achten soll. Das brauche nicht viel ärztliche Zeit, war am virtuellen Jahreskongress der European Association for the Study of Diabetes (EASD) zu vernehmen. 3 Minuten seien dafür ausreichend.
Die Ernährungs- und die Bewegungstherapie dominieren nach wie vor die Behandlung des Typ-2-Diabetes. Ein gesunder Lebensstil bleibt demnach die Grundlage der modernen Diabetestherapie, vor allem für Typ-2-Patienten, von denen 85 Prozent übergewichtig oder adipös sind. Kommt man mit einer Lifestyle-Änderung allein nicht weiter, kommen zusätzlich altbewährte und neue Antidiabetika ins Spiel.
Status quo und Ausblick
Diagnostik und Therapie der koronaren Herzkrankheit (KHK) haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Die nicht invasive Ischämiediagnostik und auch die invasive Druckdrahtmessung werden immer bedeutsamer. Mit diesen Verfahren lassen sich hämodynamisch relevante Stenosen detektieren und unnötige Revaskularisierungen verhindern. Der technische Fortschritt rückt zudem die interventionelle Versorgung der KHK weiter in den Fokus – als gute Alternative zur konventionellen Bypassversorgung. Trotzdem gilt es natürlich weiterhin, kardiovaskuläre Risikofaktoren zu reduzieren.