Schlagwort: Betablocker
Therapie nach kardiovaskulärem Ereignis – Ist auch ein Therapiestopp möglich?
Eine Therapie zu beginnen, ist einfach, wenn die Indikation klar ist. Doch wie lange soll die Therapie bei kardiovaskulären Erkrankungen dauern? Können Betablocker und Statine gestoppt werden, wenn sich der Zustand bessert? Über diese Frage diskutierten verschiedene Experten am ESC-Kongress.
Herzinsuffizienz: Welche Medikamente senken die Mortalität?
In den letzten Jahren gab es erhebliche Fortschritte in der Therapie der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF), während Studien zur medikamentösen Therapie der Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) eher enttäuschend verliefen. Eine aktuelle Übersichtsarbeit untersuchte die Effekte verschiedener Medikamentenklassen auf die Mortalität und weitere Parameter von HFpEF-Patienten.
Betablocker bei Herzinsuffizienz
Wirksamkeit und Verträglichkeit sind unabhängig von Alter und Geschlecht
Eine Metaanalyse kommt zu dem Ergebnis, dass bei systolischer Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Pumpfunktion bei Sinusrhythmus Betablocker gegeben werden sollten, um die Rate von Mortalität und Hospitalisation zu verringern. Dies sollte unabhängig von Alter und Geschlecht erfolgen.
Kongressnotizen
Betablocker bei Asthma – kein kategorisches «No-go» mehr
Betablocker sollten Asthmatikern mit kardialen Begleiterkrankungen nicht grundsätzlich vorenthalten werden. Denn bei vielen Patienten überwiegt der Nutzen die eventuellen Risiken.
Betablocker als initiale Therapie der Hypertonie
Gemäss einem Cochrane-Review reduzieren ältere Betablocker wie Atenolol als Initialtherapie des Bluthochdrucks im Vergleich zu Plazebo nicht die Gesamtsterblichkeit. Des Weiteren sind sie mit höheren kardiovaskulären Ereignisraten als Kalziumkanalblocker und RASHemmer verbunden. Zu neueren vasodilatierenden Betablockern wie Carvedilol lagen keine entsprechenden Studienergebnisse vor.
Betablocker – besser als ihr Ruf
Keine Wirkung ohne Nebenwirkungen?
Müdigkeit, Schlafstörungen, Bradykardie, Übelkeit, Erbrechen – die Liste der unerwünschten Wirkungen von Betablockern ist lang. Hier stellt sich die Frage, wie Mediziner diese Problematik am besten im Umgang mit ihren Patienten handhaben.
Betablocker zeigen kardiovaskulär unabhängigen Nutzen bei COPD
Aus einer retrospektiven Kohortenstudie ging hervor, dass Betablocker als Zusatzmedikamente bei Patienten mit COPD das Risiko für die Mortalität und Exazerbationen ohne Beeinträchtigung der Lungenfunktion senken können. Dieser Benefit zeigte sich auch bei COPD-Patienten ohne kardiovaskuläre Erkrankungen oder Bluthochdruck.
Wirken alle Betablocker gleich gut?
Zwei Studien lassen vermuten, dass Patienten mit Herzinsuffizienz auch mit vielen älteren Betablockern erfolgreich behandelt werden können.
Anders als Carvedilol, Bisoprolol und Metoprolol sind viele ältere Betablocker nie in Endpunktstudien auf ihre Wirksamkeit bei Patienten mit Herzinsuffizienz (und linksventrikulärer Dysfunktion) untersucht worden. Zwei in den «Archives of Internal Medicine» erschienene Untersuchungen haben nun ergeben, dass offenbar auch die älteren Betablocker bei diesen Patienten die Mortalität und die Hospitalisationsrate senken. Die Aussagekraft der Studien ist aber umstritten.
Form und Farbe der Tabletten verbessern die Compliance
Die Herzform macht Concor® zu einem unverwechselbaren Betablocker
Die Non-Compliance ist in der täglichen Praxis ein erhebliches Problem. Die Wirksamkeit der Therapie kann dadurch deutlich eingeschränkt werden. Nur 25 Prozent der Patienten nehmen ihre Medikamente den Verordnungen entsprechend ein (1). Eine Untersuchung zeigt, dass dieses Problem mit der Form und der Farbe der Tablette behoben werden könnte (2). Deshalb ist die Concor®-Tablette gelb und herzförmig. Das ungewöhnliche Erscheinungsbild des β1-selektiven Betablockers Concor (Bisoprolol) soll helfen, die Therapietreue bei HerzKreislauf-Patienten, besonders bei der Herzinsuffizienz, zu verbessern.