Die Kompressionstherapie stellt seit Jahrzehnten einen tragenden Pfeiler in der Behandlung der tiefen Venenthrombose (TVT) dar. Das Ziel der Kompression, die primär durch Anlegen von Kompressionsverbänden und nach Abklingen des Ödems mit Kompressionsstrümpfen erzielt wird, ist eine Verhinderung eines postthrombotischen Syndroms (PTS). Dieses tritt bei 25 bis 50 Prozent der Betroffenen nach TVT auf. Die kürzlich im «Lancet» erschienenen Ergebnisse des SOX-Trials stellen bisherige Vorgehensweisen infrage, denn demnach vermag das Tragen von Kompressionsstrümpfen die Inzidenz des postthrombotischen Syndroms nicht zu reduzieren (1). Was bedeutet das nun für die Praxis?
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