Schlagwort: Schilddrüse
FIRST-TO-DISCUSS-NEWSLETTER – EMAS-Positionspapier – Schilddrüse und Menopause
Hintergrund: Schilddrüsenerkrankungen treten häufig bei Frauen auf, und einige Symptome ähneln denen der Wechseljahre wie z.B. Zyklusstörungen, Affektstörungen, vermehrtes Schwitzen, Schlafstörungen, Haarprobleme und verminderte Lebensqualität. Aus diesem Grund hat die Europäische Gesellschaft für Menopause und Andropause (EMAS) kürzlich ein Positionspapier publiziert. Im Folgenden werden die für die Praxis wichtigsten Aspekte zusammengefasst.
Hypothyreose – Erfolgreiche Substitutionstherapie in der Allgemeinpraxis
Die Schilddrüsenfunktion von Patienten mit Hypothyreose, die eine Thyroxinersatztherapie erhalten, sollte regelmässig kontrolliert werden, um eine Unterversorgung zu vermeiden. Die Autoren der vorliegenden Studie befassten sich mit der Ermittlung des optimalen Intervalls für diese Kontrollen und untersuchten, welche Faktoren den Schilddrüsenstatus beeinflussen.
Hyper- und Hypothyreose: Wann sollte man danach suchen, wie abklären und wie behandeln?
Um Funktionsstörungen der Schilddrüse ging es bei einem Vortrag von Prof. Mirjam Christ-Crain, Universitätsspital Basel, an der medArt in Basel. Die Endokrinologin beantwortete nicht nur häufige Fragen aus der Praxis, sondern sie schärfte auch das Bewusstsein dafür, dass Medikamente wie Lithium, Amiodaron und Checkpoint-Inhibitoren die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen können.
Hypothyreose – Abklärung und Therapie
Erhöhter TSH-Wert in der Praxis
Der TSH-Spiegel ist der zentrale Laborwert zur Abklärung der Schilddrüsenfunktion. Ist er erhöht, spricht das für eine Unterfunktion der Schilddrüse. Zum weiteren Vorgehen bei Personen mit erhöhten TSH-Werten in der Hausarztpraxis hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V. (DEGAM) neue Empfehlungen formuliert.
Die Schilddrüse im Laufe des Lebens
Von der Schwangerschaft bis ins hohe Alter
Wenn es um Funktionsstörungen der Schilddrüse geht, gilt es, die individuelle Lebensphase zu berücksichtigen. So unterscheiden sich beispielsweise die TSH-Referenzbereiche und die Häufigkeit, mit der bestimmte Störungen auftreten. Prof. Onno Janßen erklärte beim FOMF-Refresher Innere Medizin in Hamburg, worauf Hausärzte achten sollten.
Erhöhtes TSH bei Älteren nicht immer behandlungsbedürftig
Diagnostik und Therapie der Hypothyreose bei Patienten im fortgeschrittenen Alter
Eine offensichtliche oder subklinische Hypothyreose ist eine in der älteren Bevölkerung sehr häufige Diagnose. Nicht immer allerdings liegt dem tatsächlich eine Erkrankung der Schilddrüse selbst zugrunde, denn eine hohe Serumkonzentration von thyreoideastimulierendem Hormon (TSH), allgemein ein Indiz einer Schilddrüsenunterfunktion, kann auch rein altersbedingt sein. In einem Review hat eine italienisch-britische Arbeitsgruppe die derzeitigen Empfehlungen für eine adäquate Diagnostik und Therapie älterer Patienten mit erhöhten TSH-Werten zusammengetragen.
Funktionsstörungen der Schilddrüse
Überdiagnostik vermeiden!
Schilddrüsenpatienten sind in der Allgemeinarztpraxis häufig. Für Hausärzte gibt es bis heute aber keine umfassenden Empfehlungen oder generelle Leitlinien. Einige Entitäten wie Schilddrüsenvergrösserungen, unkomplizierte Schilddrüsenadenome und Hypothyreosen sind jedoch relativ leicht zu erkennen und zu behandeln.
Zu niedrige Schilddrüsenwerte: Was tun bei subklinischer Hypothyreose?
Was bei einer subklinischen Hypothyreose zu tun ist, wird kontrovers diskutiert. Anhand eines Fallbeispiels schilderte Dr. med. Fabian Meienberg, Endokrinologe am Kantonsspital Baselland, in welchen Fällen er eine Indikation zu Abklärung und Behandlung sieht.
Schilddrüsenhormontherapie steigert Lebensqualität nicht
Subklinische Hypothyreose
Die Behandlung der subklinischen Hypothyreose mit Schilddrüsenhormon ist bei Auftreten von Symptomen wie Fatigue und Gewichtszunahme verbreitet. Leider nützt diese Massnahme wenig, wie ein systematischer Review von Dr. Martin Feller vom Inselspital Bern nahelegt. Die Werte normalisieren sich zwar, dies jedoch ohne klinisch positiven Effekt.