Kosmetischer Eingriff mit Folgen: Disseminierte Sarkoidose wegen Augenbrauen-Tattoo
Tätowierungen können kutane Sarkoidose-Läsionen induzieren – eine mögliche erste sichtbare Manifestation einer multisystemischen granulomatösen Erkrankung.
Tätowierungen können kutane Sarkoidose-Läsionen induzieren – eine mögliche erste sichtbare Manifestation einer multisystemischen granulomatösen Erkrankung.
Der ASH-Jahreskongress 2025 lieferte wegweisende Daten zur Optimierung etablierter Therapien und zur Einführung neuer Behandlungsstrategien in der Hämatologie: Von kurativen Ansätzen beim HodgkinLymphom über zeitlich begrenzte Zieltherapien bei chronisch-lymphatischer Leukämie bis hin zu innovativen Immun- und Zelltherapien beim Multiplen Myelom und aggressiven Leukämien zeichnen sich mehrere potenziell praxisverändernde Entwicklungen ab. Der folgende Überblick fasst die KongressHighlights zusammen.
Blutbildveränderungen kommen in der Hausarztpraxis häufig vor und haben oft vorübergehenden Charakter. Wann man zuerst einmal abwarten kann, in welchen Fällen aber eine zeitnahe Überweisung zur Spezialabklärung angezeigt ist und wann es sich um einen Notfall handelt, bei dem entsprechend verfahren werden muss, erläuterte Dr. Michael Ruschel, Leitender Arzt Hämatologie, Spital Uster, am 4. Ustermer Symposium.
Die Behandlung des fortgeschrittenen nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) bleibt trotz vieler Therapieoptionen eine Herausforderung. Insbesondere die Ein- ordnung der verfügbaren Wirksubstanzen anhand der bekannten Studienergebnisse kann nicht ohne kritische Betrachtung erfolgen. Beim diesjährigen ASCO wurden in der «Oral Session» Auswertungen zum Stellenwert von Immun- und Chemotherapie der FDA präsentiert und weitere zielgerichtete Strategien vorgestellt.
Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) sind hoch effektive Therapiestrategien, die in der Regel zudem gut verträglich sind. Beim diesjährigen ASCO wurden für die Behandlung von Brustkrebspatientinnen mit fortgeschrittener Erkrankung Ergebnisse von zwei Studien mit ADC präsentiert, die zur verbesserten Prognose bei niedriger HER2-Expression bzw. HER2-negativem Status beitragen. Die LUMINA-Studie beantwortet die Frage, ob bei frühem Brustkrebs für alle Patientinnen nach brusterhaltender Therapie eine Radiatio notwendig ist.
In der Onkologie sind neben der Verfügbarkeit von effektiven und nebenwirkungsarmen Therapieoptionen prädiktive und prognostische Marker für die Patientenselektion und Therapieentscheidungen von eminenter Bedeutung. Beim diesjährigen ASCO-Kongress wurden für verschiedene urologische Tumorentitäten Studienauswertungen zum verbesserten Therapiemanagement präsentiert.
In der Therapie des malignen Melanoms konnten mit zielgerichteten Therapien und Checkpoint-Inhibitoren enorme Verbesserungen in den Überlebensraten erzielt werden. Auf dem ASCO-Kongress 2022 wurden neue Daten zur adjuvanten und neoadjuvanten Therapie vorgestellt. Bei Patienten in fortgeschrittenen Melanomstadien liegen aktuelle Auswertungen zur Tripeltherapie sowie zur sequenziellen Therapie vor. Über die wichtigsten Studien berichtete Prof. Dirk Schadendorf aus Essen (D) in einem Online-Highlightvortrag.
Die Patientenselektion ist eine der Kernkompetenzen in der onkologischen Behandlung. Innovative Therapien erlauben eine effektive Behandlung, die im Idealfall nebenwirkungsarm sind und die Notwendigkeit für weitere Therapieoptionen minimieren. So konnte zum Beispiel bei Rektalkarzinom und Mismatch-Reparatur-Defizienz mit einer Immuntherapie auf Chemotherapie, Bestrahlung und Resektion weitestgehend verzichtet werden. Auch weitere Erkenntnisse zu gastrointestinalen Tumoren wurden beim diesjährigen ASCO-Kongress präsentiert.
Beim Gastrointestinal Cancers Symposium der American Society of Clinical Onco logy (ASCO) standen Fortschritte bei der Therapie von gastrointestinalen Tumor entitäten im Fokus. Bei den neuroendokrinen Tumoren geht es zunächst einmal auch darum, Wissenslücken zu schliessen und zur besseren Awareness beizutragen.
In verschiedenen laufenden Studien werden therapeutische Ansätze wie eine BCMAgerichtete CAR-T-Zelltherapie oder der bispezifische Antikörper Teclistamab bei stark vorbehandelten Patienten mit Multiplem Myelom untersucht. Am diesjährigen EHA-Kongress gab es zu einigen dieser Studien ein Update. Bei neudiagnostizierten Patienten verglich die ATLAS-Studie den Effekt eines Triplets als Erhaltungstherapie nach der Transplantation mit dem aktuellen Standard Lenalidomid.