Atopische Dermatitis – Risikoabschätzung mit Biomarker
Mit einem Biomarker des Immunsystems kann bei Neugeborenen die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer atopischen Dermatitis sowie deren Schweregrad abgeschätzt werden.
Mit einem Biomarker des Immunsystems kann bei Neugeborenen die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer atopischen Dermatitis sowie deren Schweregrad abgeschätzt werden.
Liebe Leserinnen und Leser
Wir werden wohl mehr Patienten bekommen, bei denen das Abwehrsystem gestört wurde. Eine deutsche Studie unter Federführung von Prof. Jochen Schmidt und Falko Tesch, Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung am Universitätsklinikum Dresden, analysierte Krankenversicherungsdaten von insgesamt 38,9 Millionen gesetzlich Krankenversicherten aus Deutschland der Jahre 2019 bis 2021.
Infektionen bei Kindern, die sich im Bereich der Haut äussern, umfassen ein grosses Spektrum. Der folgende Beitrag beschränkt sich zum einen auf bakterielle und virale Infektionen und zum anderen auf eine Auswahl von Erkrankungen, die häufiger vorkommen und/oder erst relativ neu erforscht sind.
Mehr als 10 800 Teilnehmer aus 115 Ländern besuchten den gastroenterologischen Kongress «United European Gastroenterology Week (UEGW)», der erstmalig als Hybridkongress virtuell und in Wien stattfand. Die Vorträge waren auch für andere Fachdisziplinen relevant, z. B. die nachfolgenden Erkenntnisse, wie das Mikrobiom im Darm das Ansprechen auf die Immuntherapie beeinflusst, das bei Patienten mit malignem Melanom untersucht wurde.
Bei der atopischen Dermatitis ist das Immunsystem der Haut in komplexer Weise dysreguliert. Mit Biologika gelingt es, einzelne Interleukine oder ihre Rezeptoren zu blockieren, während mit JAK-Inhibitoren ganze Gruppen von Zytokinen gehemmt werden können. Über den aktuellen Stand der systemischen Therapie berichtete Prof. Andreas Wollenberg aus München (D) am hybriden EADV-Kongress 2022.
Mit einem Biomarker des Immunsystems kann bei Neugeborenen die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer atopischen Dermatitis sowie deren Schweregrad abgeschätzt werden.
Patienten und Ärzte sind oft mit den vorhandenen Möglichkeiten zur Behandlung des bullösen Pemphigoids nicht wirklich zufrieden. Es fehlt weiterhin eine einfach anwendbare, hoch wirksame und gut verträgliche Therapie zur langfristigen Kontrolle dieser chronischen Krankheit alter Menschen. Über eine aktualisierte Leitlinie zum Management des bullösen Pemphigoids und über neue Therapieansätze sprach Prof. Luca Borradori aus Bern am hybriden EADV-Kongress 2022.
Mehr als 20 000 Menschen sterben jedes Jahr in Europa durch das maligne Melanom, das vor allem aufgrund der stetig steigenden Inzidenzen ein zunehmendes volkswirtschaftliches Problem darstellt (1). Entscheidend für das weitere Schicksal der Patienten ist die möglichst frühe Diagnose: Eine belgische Studie zeigte jetzt, dass durch ein dermatoskopisches Präscreening von verdächtigen Hautläsionen in der Primärversorgung wertvolle Zeit gewonnen werden kann (2).
Die therapeutischen Möglichkeiten der Hidradenitis suppurativa werden sich demnächst erweitern: Die Zulassung von Secukinumab wird erwartet, nachdem zwei Phase-III-Studien eine überlegene Wirksamkeit in dieser Indikation gezeigt haben. Ein weiterer Hoffnungsträger ist der JAK2/TYK1-Hemmer Brepocitinib. Neue Optionen werden angesichts schlechter Ansprechraten der verfügbaren Therapien auch dringend benötigt.
Viele Jahre lang gab es trotz hohem medizinischem Bedarf keine wirklich wirksamen Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Alopecia areata. Diese Situation könnte sich bald ändern, nachdem Ende Mai 2022 die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eine positive Stellungnahme zu dem JAK-Inhibitor Baricitinib für die Behandlung von Erwachsenen mit schwerer Alopecia areata abgegeben hat.