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Metainformationen


Titel
Impfung fördern, Krankheitsbild erkennen: Invasive Meningokokken-Meningitis
Untertitel
-
Lead
Heute ist die invasive Meningokokken-Erkrankung selten, aber nicht verschwunden. Es ist sehr wichtig, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen, jede Minute zählt. Prof. Dr. Christoph Aebi, Chefarzt der universitären Kinderklinik des Inselspitals, Bern, erläuterte das Krankheitsbild und Dr. Sandra Burri, Kinderärztin in der Praxis und Vizepräsidentin von Kinderärzte Schweiz, gab Ratschläge, wie Jugendliche für eine Impfung gewonnen werden können.
Datum
6. November 2025
Journal
ARS MEDICI 17/2025
Autoren
Barbara Elke
Rubrik
FOKUS PÄDIATRIE
Schlagworte
Impfung, Menginokokken, Menginokokken-Mengitis, Pädiatrie
Artikel-ID
82761
Kurzlink
https://www.rosenfluh.ch/82761
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Transkript


FOKUS PÄDIATRIE

Impfung fördern, Krankheitsbild erkennen
Invasive Meningokokken-Meningitis

Heute ist die invasive Meningokokken-Erkrankung selten, aber nicht verschwunden. Es ist sehr wichtig, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen, jede Minute zählt. Prof. Dr. Christoph Aebi, Chefarzt der universitären Kinderklinik des Inselspitals, Bern, erläuterte das Krankheitsbild und Dr. Sandra Burri, Kinderärztin in der Praxis und Vizepräsidentin von Kinderärzte Schweiz, gab Ratschläge, wie Jugendliche für eine Impfung gewonnen werden können.

In den 2000er-Jahren betrug die Inzidenz der invasiven Meningokokken-Erkrankungen (IMD) 2 pro 100 000 Personen; inzwischen konnte sie auf 0,5 gesenkt werden (1,2). Das bedeutet, dass im Inselspital pro Jahr durchschnittlich nicht mehr als zwei oder drei Kinder mit Meningokokken-Meningitis behandelt werden, wie Prof. Aebi berichtete. Die Krankheit tritt selten auch in anderen Lebensaltern auf. Es gibt verschiedene Serogruppen. In den frühen Lebensjahren überwiegt die Serogruppe B, bei Adoleszenten kommen neben Serogruppe B auch die Gruppen C, W und Y häufig vor.
Obwohl nur sehr wenige daran erkranken, finden sich ­Meningokokken häufig im Nasen-Rachen-Raum. Zahlen aus dem Vereinigten Königreich zeigen, dass etwa 10–15% der Adoleszenten und jungen Erwachsenen Träger sind (3). Der Prozentsatz der Träger variiert zwischen Perioden mit hoher und tiefer Krankheitshäufigkeit. Doch ist auch bei aktuell geringer Inzidenz mit einem Trägeranteil von 10% in dieser Altersgruppe zu rechnen. Risikofaktoren sind Rauchen, Küssen und Pub-Besuche (4).
Fallbeispiel
Ein junger Mann schildert, wie er seine Krankheit erlebte. Aus völliger Gesundheit fühlte er sich akut krank mit hohem Fieber, Erbrechen, starken Schmerzen in den Beinen und im Nacken. Er erinnert sich genau an die roten Flecken an den Fingern. Er ist überzeugt, dass er nur schnell in ein Spital kam, weil er ausnahmsweise bei seiner Familie weilte und nicht allein zu Hause war. Zwar wurde die Diagnose schnell gestellt, doch musste er ins künstliche Koma versetzt werden. Als Komplikation der intravasalen Gerinnung mussten die Finger sowie die Unterschenkel bis zum Knie amputiert werden. Es ist ihm gelungen, in seinen Beruf zurückzukehren, und als passionierter Reiter nimmt er inzwischen wieder an den Paralympics teil. Er war als Kind gegen den Serotyp B geimpft worden, jedoch nicht als Jugendlicher.
Quelle: Meningitis Research Foundation

Klinisches Bild Gerade bei der heutigen niedrigen Inzidenz muss man das Krankheitsbild kennen. Typisch ist das schwere Krankheitsgefühl, das meist aus voller Gesundheit heraus auftritt und das die Patienten auch schildern. Dieses kann schon vor den Hautsymptomen auftreten. Später erscheinen Petechien, die nicht erhaben sind, manchmal auch nur Maculae, die sich oft an den Handflächen und Fusssohlen finden.
Impfung Es gibt zwei verschiedene Impfstoffe, gegen die Serogruppe B und kombiniert gegen die Serogruppen A, C, W und Y. Gemäss dem Schweizer Impfplan 2025 wird eine ergänzende Impfung gegen Meningokokken nicht nur als Säuglingsimpfung, sondern auch bei Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren empfohlen: zwei Impfdosen 4CMenB (gegen Serogruppe B) mit einem Abstand von mindestens einem Monat und eine Impfdosis MCV-ACWY gegen die vier Serogruppen A, C, W und Y (5), siehe Abbildung.
Die Impfraten bei Jugendlichen sind ungenügend. 2020– 2022 hatten zwar 63% der Adoleszenten eine Dosis ACWY als Kinder bekommen, jedoch nur 27% von ihnen hatten bis zum Alter von 11–15 Jahren eine zweite Dosis erhalten (2).
Bei der Impfung gegen die Serogruppe B werden nun zunehmend Adoleszente bereits im Säuglingsalter Impfdosen erhalten haben. Anders als man vermuten würde, reicht es nicht, im Adoleszentenalter mit einer einzigen Dosis zu boostern. Ein einmaliger Booster führt zwar zu einem vorübergehenden Anstieg des Impfschutzes, dieser nimmt aber nach einem Jahr ab, nach zwei Impfungen bleibt er bestehen (5). Es sind allerdings noch nicht alle Fragen geklärt. Weitere Studien sind im Gang.
Jugendliche für Impfung motivieren Eine Studie untersuchte bei Jugendlichen im HighschoolAlter die Erwartungen rund um die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV). Viele dieser Aussagen sind auch übertragbar auf die Diskussion zur Meningokokken-Impfung. Zahlreiche Jugendliche äusserten den Wunsch, in den Entscheidungsprozess miteinbezogen zu werden. Sie wollen nicht, dass das Thema über ihre Köpfe hinweg mit den

600 ars medici 17 | 2025

FOKUS PÄDIATRIE

Die wichtigsten Punkte im Umgang mit Jugendlichen
• Sprechen Sie die Jugendlichen direkt an und beziehen Sie sie mit ein.
• Planen Sie Impftermine an «günstigen» Tagen und zu passenden Uhrzeiten.
• Verweisen Sie auf zuverlässige Websites für Informationen, z.B.: Allgemeine Informationen: www.infovac.ch www.impfen-schweiz.ch Speziell für Jugendliche: www.sg-impft.ch www.be-impft.ch
Eltern besprochen wird. So sind auch viele Jugendliche ­interessiert, etwas über den Wirkmechanismus zu erfahren, also auch zum Unterschied «Schutz vor Ansteckung» oder «Heilung», darüber, ob die Impfung für sie persönlich nützlich ist oder als Schutz für die Gesellschaft – dies war ja bei der COVID-Pandemie der Fall. Sie wollen auch wissen, wie hoch der Impfschutz ist und welche Nebenwirkungen auftreten können. Viele Teenager haben Angst vor der Nadel. Dr. Burri hat hier Hilfsmittel, sie nimmt die kleinstmögliche Nadel, impft mit dem «Buzzy», einem kleinen, schmerzlindernden Gerät, das wie ein vibrierender Marienkäfer aussieht, oder verwendet ein Pflaster, das lokal betäubend wirkt (Emla) (6).
Welches die wichtigste Informationsquelle für die Jugendlichen ist, untersuchte eine weitere US-amerikanische Studie. 47% nennen den Hausarzt, 38% die Eltern, soziale Medien wurden nur von 5% angegeben. Als zuverlässigste Quelle wurden beurteilt: Ärzte in 62%, Eltern in 24% und soziale Medien in 2% der Fälle (7). Urteilsfähigkeit in der medizinischen Praxis In der Schweiz gibt es eigentlich kein Mindestalter für die Einwilligung. Sobald man davon ausgehen kann, dass der Jugendliche das Problem versteht, kann er selbst entscheiden, ob er sich impfen lassen möchte. Natürlich ist es gut, wenn die Eltern mitziehen, aber wenn es zum Streit kommt, kann der Jugendliche selbst entscheiden (8).
Impfung erleichtern Oft hilft Jugendlichen, wenn man ihnen einen geeigneten Termin anbieten kann, der in ihre Planung bezüglich Prüfungen oder Sport passt. Es gibt auch neue Webseiten, wo Jugendliche sich informieren können (Kasten).
Barbara Elke
Quelle: Kongress pädiatrie schweiz, 22./23. Mai 2025, Bern; « Invasive meningococcal disease in adolescents and young adults: Challenges and Swiss vaccination strategy», Prof. Dr. med. Christoph Aebi, Kinderklinik, Inselspital, Universitätsspital Bern, und «Engaging teens in clinical

Abbildung: Die Impfung gegen Meningokokken (Serogruppe B und ­ACWY) wird als ergänzende Impfung im Säuglings- und Kleinkindalter sowie zwischen 11 und 15 Jahren empfohlen. Quelle: Bundesamt für Gesundheit, Eidgenössische Kommission für Impffragen. Schweizerischer Impfplan 2025. Richtlinien und Empfehlungen. Bern: Bundesamt für Gesundheit, 2025; mit freundlicher ­Genehmigung
practice: Effective strategies for meningococcal vaccination», Dr. med. Sandra Burri, Kinder- und Jugendpraxis am Bollwerk, Bern
Referenzen: 1. Bundesamt für Gesundheit (BAG): Invasive Meningokokken-Erkran-
kungen. 30.01.2025. https://www.bag.admin.ch/de/invasive-meningokokken-erkrankungen 2. Ergänzende Impfempfehlungen zum Schutz vor invasiven Meningokokken-Erkrankungen. Stand 2023. BAG-Bulletin 2024;3:8. 3. Cartwright KA et al.: The Stonehouse survey: nasopharyngeal carriage of meningococci and Neisseria lactamica. Epidemiol Infect. 1987;99(3):591-601. doi:10.1017/s0950268800066449 4. MacLennan JM et al.: Meningococcal carriage in periods of high and low invasive meningococcal disease incidence in the UK: comparison of UKMenCar1-4 cross-sectional survey results. Lancet Infect Dis. 2021;21(5):677-687. doi:10.1016/S1473-3099(20)30842-2 5. Rollier CS et al.: Immunogenicity of a single 4CMenB vaccine booster in adolescents 11 years after childhood immunisation. Vaccine. 2022;40(32):4453-4463. doi:10.1016/j.vaccine.2022.04.085 6. Herman R et al.: Vaccination perspectives among adolescents and their desired role in the decision-making process. Hum Vaccin Immunother. 2019;15(7-8):1752-1759. doi:10.1080/21645515.2019.1571891 7. Griffin DS et al.: Adolescents trust physicians for vaccine information more than their parents or religious leaders. Heliyon. 2018;4(12):e01006. Published 2018 Dec 8. doi:10.1016/j.heliyon.2018.e01006 8. Artikel 16 des Schweizerischen Zivilgesetzbuch (2018), Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften, https://www.samw.ch/ de/Ethik/Themen-A-bis-Z/Urteilsfaehigkeit.html
KURZ UND BÜNDIG
• Die aktuelle Inzidenz der invasiven Meningokokken-Erkrankungen (IMD) ist tief. Es ist die Frage, ob dies durch die Impfung oder durch eine natürliche Entwicklung zustande kommt.
• Ein konstanter Anteil von ca. 50% der IMD ist durch die Serogruppe B bedingt.
• Der Höhepunkt der IMD-Inzidenz liegt bei < 5 Jahren und bei Adoleszenten von 15–24 Jahren. • Die hauptsächlichen Risikofaktoren für eine MeningokokkenTrägerschaft sind Alter, männliches Geschlecht und Rauchen. ars medici 17 | 2025 601


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