PD Dr. med. Katrin Parmar: Neurologie
«Wir in der Rehabilitation können und wollen bereits zu Beginn einer Diagnosestellung z.B. der MS einbezogen werden»
«Wir in der Rehabilitation können und wollen bereits zu Beginn einer Diagnosestellung z.B. der MS einbezogen werden»
Interview mit PD Dr. med. Marc Spielmann, Klinik Wald
Mit dem steigenden Anteil an älteren Menschen in der Bevölkerung ändern sich auch die Anforderungen an die Rehabilitation. Neben der organbezogenen Rehabilitation, zum Beispiel nach einer Fraktur, werden im Alter Reha-Massnahmen wegen Gebrechlichkeit, der sogenannten Frailty, zunehmend wichtig. Wir sprachen mit PD Dr. med. Marc Spielmanns, Klinik Wald, über altersspezifische Aspekte der Rehabilitation und die entsprechenden Anforderungen an Reha-Institutionen.
Bei der Betreuung von Kindern mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Zerebralparese (CP) oder zystischer Fibrose (CF), sind in der kinder- und jugendärztlichen Praxis Therapieverordnungen zuhanden der verschiedenen Therapiestellen auszufertigen. Wir versuchen, in diesem Artikel einen Überblick über die verschiedenen Therapien und Indikationen zu geben sowie diese anhand von Fallvignetten in einen praktischen Kontext zu stellen.
Postkommotionelles Syndrom ernst nehmen und behandeln
Das milde Schädel-Hirn-Trauma gehört zu den häufigsten Diagnosen im Kindes- und Jugendalter. 10 bis 20 Prozent der Betroffenen leiden auch langfristig unter Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Konzentrationsund Schlafstörungen, um nur einige Symptome des postkommotionellen Syndroms zu nennen. Wie erkennt man diese Patienten, und welche Massnahmen sind sinnvoll?
Wenn Kinder und Jugendliche längere Zeit im Spital oder in einer Rehabilitationsinstitution verbringen müssen, stellen sich verschiedene Fragen: Welche medizinischen Massnahmen werden von wem vergütet, und auf welche Hilfsmittel besteht Anspruch in welcher Form? Welche zusätzlichen unterstützenden Leistungen werden an die Eltern entrichtet? In den letzten Monaten haben sich auf politischem Parkett einige erfreuliche Verbesserungen ergeben.
Interview mit Prof. Hubertus van Hedel, Kinder-Reha Schweiz
Die Robotik hat auch in der Rehabilitation Einzug gehalten. Was können die Maschinen bewirken, und welchen Stellenwert haben sie bei der Rehabilitation von Kindern mit neurologischen Problemen? Wir sprachen darüber mit Prof. Hubertus van Hedel, Forschungsleiter an der Kinder-Reha Schweiz, Universitäts-Kinderspital Zürich, in Affoltern am Albis. Er empfiehlt, Robotertechnologien prinzipiell mit konventionellen Therapien zu kombinieren.
Die Spezialschule für Kinder und Jugendliche mit Bewegungseinschränkungen (CP-Schule) in St. Gallen ist mit ihrer ganzheitlichen Sicht und der interdisziplinären Förderung der jungen Menschen von zentraler Bedeutung und in dieser Art einzigartig in der Ostschweiz.
Die Faszination der pädiatrischen Rehabilitation liegt vor allem auch darin, dass diesem noch jungen Fach ein ganzheitliches Konzept zugrunde liegt. Ein Kind ist nie alleine krank. Rehabilitationsmedizin erfolgt in enger Kooperation mit unterschiedlichen Therapeuten, Fachleuten aus Bewegungswissenschaften und (Neuro-) Psychologie, der Pflege, und sie erfordert – ebenso wichtig – den Einbezug kultureller und schulischer Aspekte, der Sozialpädiatrie sowie versicherungsmedizinischer und juristischer Gegebenheiten.
Iris Klausmann ist Chefärztin in der RehaClinic Braunwald und hat sich auf die psychosomatische Rehabilitation spezialisiert. Im folgenden Beitrag äussert sie gemeinsam mit dem Leitenden Psychologen der RehaClinic Braunwald, PD Dr. phil. Klaus Rink, einige Gedanken zu den Unterschieden der Akutpsychiatrie und der Psychosomatischen Rehabilitation und eine Vision zur Verbesserung der Patientenversorgung.
Die Rehabilitation bei chronischen Schmerzpatienten erfolgt heute in Rehabilitationszentren mit interdisziplinären Kooperationsstrukturen in Diagnostik und Behandlung. Ziel ist es, die Patienten schnellstmöglich in den Arbeitsprozess zu reintegrieren. Aber sind multidisziplinäre Programme anderen aktiven Behandlungsprogrammen immer überlegen? Das wurde am Symposium intensiv diskutiert.