Schlagwort: Allgemeine Innere Medizin
Funktionelle Medizin & Big Pharma
«Personalisiert» ist nicht automatisch «persönlich»
«Jeder dritte Parlamentarier hat ein Lobbymandat der Gesundheitsbranche …» titelte die «SonntagsZeitung» in ihrer Ausgabe vom 1. Oktober 2023. Dabei gäbe es zum «Primat der Pharmakotherapie», zum «Syndikat der Krankenkassen» und zum «Diktat des Kostendrucks» durchaus valable Alternativen und sinnvolle Ergänzungen: eine funktionelle Medizin, die sich konsequent an den Ressourcen des einzelnen Menschen orientiert …
Überaktive Blase – Herausforderungen bei älteren Patienten
Dr. med. Mathias Schlögl, Chefarzt Geriatrie Barmelweid AG, betonte an einer Onlinefortbildung die wichtige Rolle der Arzt-Patienten-Kommunikation, damit wirksame Medikamente ihre Wirkung auch tatsächlich entfalten und die Lebensqualität von Patienten mit überaktiver Blase verbessern können.
Atopische Dermatitis und Asthma – Behandlung mit Biologika im Alter
Zur systemischen Behandlung der atopischen Dermatitis und des Asthmas können auch im Alter Biologika verwendet werden. Welche Daten dafür vorliegen und was es dabei zu beachten gibt, darüber sprach Dr. Cristiano Caruso aus Rom (I) am EAACI-Kongress 2023.
Allergenspezifische Immuntherapie – Tauglich bei atopischer Dermatitis?
Die allergenspezifische Immuntherapie (AIT) ist bei Erkrankungen, die durch Allergene provoziert werden und eine Verschiebung zum TH2-Pol aufweisen, gut wirksam, beispielsweise bei allergischer Rhinokonjunktivitis. Auch in der Haut von Patienten mit atopischem Ekzem ist eine TH2-Polarisierung nachweisbar. Die AIT bilde also theoretisch eine attraktive Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis, sagte Prof. Thomas Werfel aus Hannover (D) am hybriden EAACI-Kongress 2023.
Chronische Urtikaria – Aktuelle therapeutische Strategien
Um bei möglichst vielen Patienten mit chronischer Urtikaria komplette Symptomfreiheit zu erreichen, sind zusätzliche neue Therapieoptionen gefragt. 2 innovative Behandlungsansätze wecken grosse Hoffnungen bezüglich klinischer Wirksamkeit, wie Prof. Martin Metz aus Berlin (D) am hybriden EAACI-Kongress 2023 berichtete.
Hautkrankheiten: Was ist häufig in der Hausarztpraxis?
In der Hausarztpraxis sehen wir eine breite Palette von harmlosen Hautveränderungen bis zu akut lebensbedrohlichen Dermatosen. Deshalb ist es hilfreich, wenn Allgemeinärzte auch über einen fundierten Überblick über häufig anzutreffende dermatologische Problemstellungen verfügen.
Tipps zur Wundversorgung in der hausärztlichen Praxis
Management bei chronischen Wunden
Die Versorgung, also das «Management» chronischer Wunden, ist ein häufiges Problem in der hausärztlichen Praxis. Das Spektrum reicht von Bagatellverletzungen, die nicht heilen wollen, bis hin zu hochspeziellen Krankheitsbildern wie dem Pyoderma gangraenosum oder den malignen Hauttumoren. Im folgenden Artikel will ich Ihnen praktische Tipps und Vorgehensweisen an die Hand geben, mit denen Sie in der Lage sein werden, die überwiegende Mehrzahl der auftretenden Wunden zu versorgen, und gewisse Regeln, an denen man erkennen kann, wann das Einbeziehen eines Spezialisten sinnvoll ist.
Wunddreieck beachten!
Lokaltherapie chronischer Wunden
Der tagesaktuelle Zustand einer Wunde entscheidet über die notwendigen lokalen Massnahmen. Dabei müssen Wundgrund, Wundrand und Wundumgebung – das sogenannte Wunddreieck – beachtet werden. Bei der Wahl der Wundauflage steht das Exsudatmanagement im Vordergrund.
Das Cotard-Syndrom
Das Cotard-Syndrom, auch als «walking corpse (wandelnde Leiche) syndrome» bezeichnet, ist eine neuropsychiatrische Störung, bei der die Betroffenen glauben, dass sie tot sind, ihre Organe nicht existieren oder sie keine Seele haben (nihilistischer Wahn). Diese überzeugenden und äusserst beunruhigenden Wahnvorstellungen können schwerwiegende psychosoziale Konsequenzen haben und erfordern oft eine professionelle Intervention. Das Syndrom wurde erstmals 1880 vom französischen Neurologen Jules Cotard beschrieben. Er berichtete von einer Patientin (Mademoiselle X), die überzeugt war, keine Organe zu haben und daher nicht sterben zu können.