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Titel
Immunonkologische Kombination jetzt in Erstlinientherapie in der Schweiz zugelassen
Untertitel
Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom
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Bei Patienten mit unbehandeltem fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) und intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil ist jetzt die Kombination aus Nivolumab (Opdivo®) plus niedrig dosiertem Ipilimumab (Yervoy®) von der Swissmedic zugelassen. Die Zulassung beruht auf den signifikanten Ergebnissen der Phase-III-Studie CheckMate-214.
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37743
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PRISMA / JOURNAL CLUB – INFOS AUS DER INDUSTRIE

Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom
Immunonkologische Kombination jetzt in Erstlinientherapie in der Schweiz zugelassen

Bei Patienten mit unbehandeltem fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) und intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil ist jetzt die Kombination aus Nivolumab (Opdivo®) plus niedrig dosiertem Ipilimumab (Yervoy®) von der Swissmedic zugelassen. Die Zulassung beruht auf den signifikanten Ergebnissen der Phase-III-Studie CheckMate-214.

«Es handelt sich hier die erste Phase-IIIStudie überhaupt, die eine signifikante und klinisch bedeutsame Verlängerung des Gesamtüberlebens für die Erstlinientherapie in dieser Patientengruppe zeigen konnte», kommentierte PD Dr. med. Richard Cathomas, Kantonsspital Graubünden, Chur.
CheckMate-214: Nivolumab/Ipilimumab versus Sunitinib
Die Zulassung der Swissmedic basiert auf den positiven Daten einer geplanten Interimsanalyse der Phase-III-Studie CheckMate-214. Es handelt sich um eine randomisierte und unverblindete PhaseIII-Studie, in deren Rahmen die Kombination von Nivolumab mit Ipilimumab gegenüber Sunitinib bei Patienten mit bisher unbehandeltem fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom untersucht wurde. 425 Patienten mit intermediärem und ungünstigem Risikoprofil erhielten Nivolumab 3 mg/kg Körpergewicht (KG) in

Kombination mit niedrig dosiertem Ipilimumab 1 mg/kg KG alle 3 Wochen für 4 Dosen, gefolgt von Nivolumab 3 mg/kg KG alle zwei Wochen. 422 Patienten erhielten Sunitinib 50 mg einmal täglich für 4 Wochen, gefolgt von zwei therapiefreien Wochen in jedem Behandlungszyklus. Nach Abschluss dieser 4 Dosen sollte Nivolumab intravenös 3 mg/kg KG über 60 Minuten alle 2 Wochen bis zum Progress oder Auftreten inakzeptabler Toxizität gegeben werden. Die koprimären Endpunkte der Studie waren das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS), die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR; komplettes und partielles Ansprechen) und das progressionsfreie Überleben (Progression-Free Survival, PFS), die von einem unabhängigen radiologischen Prüfkomitee (IRRC) bei Patienten der intermediären und ungünstigen Risikogruppe bestimmt wurden. Die Patienten wurden unabhängig von ihrem PD-L1-Status randomisiert (1, 2).

Signifikant verlängertes Gesamtüberleben

Im Rahmen dieser Analyse zeigte die

Kombination mit Nivolimab/Ipilimumab

unabhängig von der PD-L1-Expression

eine signifikante und bisher nicht erreich-

te Verbesserung des Gesamtüberlebens

(Overall Survival, OS) im Vergleich zum

aktuellen Therapiestandard Sunitinib,

woraufhin die Studie vorzeitig beendet

wurde. Darüber hinaus wurde unter der

Kombination ein anhaltendes Anspre-

chen mit einer höheren objektiven An-

sprechrate (Objective Response Rate,

ORR) im Vergleich zu Sunitinib beobach-

tet. Die Ergebnisse der Studie Check-

Mate-214 wurden erstmals auf dem Kon-

gress der European Society for Medical

Oncology (ESMO) 2017 vorgestellt und

im März 2018 im New England Journal of

Medicine veröffentlicht (2).

I

hir

Quelle: Medieninformation von Bristol-Myers Squibb: «Erste immunonkologische Kombinationstherapie von Swissmedic zugelassen» am 22. August 2018.
Referenzen: Fachinformation Opdivo®. Aktueller Stand, www.swissmedicinfo.ch. Motzer RJ et al.: Nivolumab plus ipilimumab versus sunitinib in advanced renal-cell carcinoma, N Engl J Med 2018; 378(14): 1277–90.

40 SCHWEIZER ZEITSCHRIFT FÜR ONKOLOGIE 4/2018