Autor: Valérie Herzog
Neue Wege bei akuter Pankreatitis
Darmentzündung bekämpfen – Prognose verbessern
Eine akute Pankreatitis ist sehr schmerzhaft, sie kann aber von selbst abheilen. Verlauf und Schwere sind jedoch nicht vorhersehbar, und es können schwere Komplikationen auftreten. Der Einsatz von Mesalazin kann dabei durch Entzündungshemmung vom Darm aus indirekt die Prognose der akuten Pankreatitis verbessern, wie an der UEG-Week zu erfahren war.
Probiotikaeinsatz kann hilfreich sein
Bei Gastroenteritis und antibiotikabedingter Diarrhö
Der Einsatz von Probiotika kann bei Antibiotikatherapien die Diarrhö lindern und einer Infektion mit dem gefürchteten Clostridium difficile vorbeugen. Auch beim Reizdarmsyndrom kann deren Einsatz hilfreich sein. An der UEG-Week in Barcelona gab es zu diesem Thema ein Update.
Neue Resultate bei der Morbus-Crohn-Therapie
Monoklonale Antikörper und Januskinase-Inhibitoren
An der UEG-Week wurden einige Studien zur Therapie des Morbus Crohn mit den neueren Biologika präsentiert. Januskinase-Hemmer und monoklonale Antikörper standen dabei im Vordergrund. Ein Überblick über die neuesten Resultate.
Kombinationstherapien bei Hepatitis C
An der Schwelle zur Heilung
Mit den vorhandenen Mitteln lässt sich die Hepatitis weltweit in den Griff bekommen. Voraussetzungen dafür sind ein breites Screening sowie der adäquate Einsatz von Kombinationspräparaten. Bei Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose und schweren Nierenerkrankungen muss die steigende Toxizität von einzelnen Therapeutika berücksichtigt werden.
Herzinsuffizienz adäquat behandeln
Therapie der Herzinsuffizienz
Der Fortschritt in der Kardiologie liess die Rate an tödlichen Herzinfarkten in den letzten 30 Jahren drastisch sinken. Der Preis dafür ist die Zunahme der Herzinsuffizienzen. Wie die Funktionalität und die Lebensqualität der Betroffenen ungeachtet des Alters optimiert werden können, erklärte Prof. Frank Ruschitzka, Direktor der Klinik für Kardiologie, Universitätsspital Zürich.
COPD – Muss die Geschichte umgeschrieben werden?
Neuigkeiten zur COPD-Therapie
Drei neue Studien bewegen die COPD-Fachwelt: Die IMPACT-Studie stellt die Frage der Dreifachtherapie bei COPD neu, die PREVENT-Studie belegt eine Reduktion der Rate schwerer Exazerbationen mit einer variabel dosierten LAMA/ICS-Therapie, und die CLAIM-Studie schafft erstmals die klinische Verbindung zwischen einer LAMA/LABA-Therapie und einer verbesserten Herzfunktion. Prof. Daiana Stolz, Leitende Ärztin der Klinik für Pneumologie am Universitätsspital Basel, erläuterte die drei Studien an der Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie (SGP) in St. Gallen.
Akute Lungenembolie – Auf die Klinik ist kein Verlass
Um eine akute Lungenembolie zu diagnostizieren, müssen zur Berechnung der Vortestwahrscheinlichkeit verschiedene Risikofaktoren und Befunde miteinbezogen werden, denn die klinischen Symptome alleine lassen keine sichere Diagnose zu. Wie dabei vorzugehen ist und wovon die Therapie abhängt, erklärte Prof. Silvia Ulrich, Klinik für Pneumologie, Universitätsspital Zürich, an der Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie (SGP) in St. Gallen.
Immuntherapie des nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC)
Erfolg korreliert mit Tumor-Mutationslast
Das nicht kleinzellige Lungenkarzinom birgt eine sehr hohe Mortalität. Mit fortschreitendem Krankheitsstadium verkürzt sich die Überlebenszeit. Während im Stadium IA1 nach 24 Monaten noch 97 Prozent der Patienten leben, seien es im Stadium IIA noch 79 Prozent, im Stadium IIIA noch 55 und im Stadium IVA noch 23 Prozent, betont Prof. Solange Peters, Service d’oncologie médicale, Centre hospitalier universitaire Vaudois (CHUV), an der Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie (SGP). Immuntherapien können das Überleben verlängern.
Schweres Asthma – Oberstes Ziel: schwere Exazerbationen verhindern
Schweres Asthma kann lebensbedrohliche Anfälle induzieren. Um diese zu verhindern, ist es wichtig herauszufinden, welche Patienten dafür ein erhöhtes Risiko haben. Dazu gehört eine Überprüfung der Inhalationstechnik wie auch die Phänotypisierung des Asthmatyps, die eine Therapieanpassung nötig machen könnte, wie an der Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie (SGP) zu erfahren war.