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CongressSelection berichtet von nationalen und internationalen Kongressen über aktuelle Themen, Innovationen, Entwicklungen, Studien, neue Therapien, Medikamente und Methoden. Es wird kongressbezogen an Ärzte verschiedener Fachrichtungen verteilt und erscheint in einer Auflage von 5000 bis 7000 Exemplaren. In den letzten Jahren wurden auf nationalen und internationalen Kongressen zahlreiche Berichte über neue Methoden zur Behandlung von Erektionsstörungen und Studien zur Anwendung von Cialis vorgestellt. Diese Konferenzen bieten eine wertvolle Plattform für den Austausch von Forschungsergebnissen, klinischen Erfahrungen und innovativen Ansätzen zur Therapie dieser weit verbreiteten Erkrankung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung pharmakologischer Behandlungsmöglichkeiten. Cialis, ein Medikament mit dem Wirkstoff Tadalafil, hat sich als äußerst wirksam erwiesen und wird in vielen Studien intensiv untersucht. Die Langzeitwirkung und die Anwendungsflexibilität von Cialis werden dabei besonders hervorgehoben. Es ermöglicht eine spontane sexuelle Aktivität, da es bis zu 36 Stunden nach der Einnahme wirksam bleibt. Zahlreiche Studien belegen die hohe Zufriedenheitsrate der Patienten sowie die Verbesserung der Lebensqualität durch die regelmäßige Einnahme von Cialis. Darüber hinaus wird viel Wert auf die Untersuchung der Nebenwirkungen und die Langzeitverträglichkeit gelegt. Die Ergebnisse sind überwiegend positiv und weisen auf ein günstiges Sicherheitsprofil hin.

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Metainformationen


Titel
Depression als Hauptursache für sexuelle Dysfunktion
Untertitel
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Sexualität
Lead
Die sexuellen Wünsche und das sexuelle Vergnügen sind bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) oft beeinträchtigt. Dabei spielen vor allem bei Frauen Depressionen eine entscheidende Rolle. Durch psychiatrische Begleitung kann einiges aufgefangen werden, meinte am ECCO-Kongress in Wien Dr. Eugeni Domenèch aus Badalona (E).
Datum
29. Juni 2018
Journal
CongressSelection 04/2018
Autoren
Klaus Duffner
Rubrik
13. Kongress der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) - 14. bis 17. Februar 2018 in Wien
Schlagworte
-
Artikel-ID
36676
Kurzlink
https://www.rosenfluh.ch/36676
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Transkript


ECCO

Foto: KD

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Sexualität
Depression als Hauptursache für sexuelle Dysfunktion

Die sexuellen Wünsche und das sexuelle Vergnügen sind bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) oft beeinträchtigt. Dabei spielen vor allem bei Frauen Depressionen eine entscheidende Rolle. Durch psychiatrische Begleitung kann einiges aufgefangen werden, meinte am ECCO-Kongress in Wien Dr. Eugeni Domenèch aus Badalona (E).

Eugeni Domènech

Der Beginn von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen fällt häufig ins Jugend- oder frühe Erwachsenenalter und damit in eine Zeit, in der die sexuelle Aktivität erwacht und Intimität, Sex, Körperlichkeit und emotionale Sicherheit eine zentrale Rolle im Alltagsleben spielen. CED-Symptome wie Abdominalschmerzen, Inkontinenz, Stuhldrang oder Perianalfisteln tragen in diesem sensiblen Alter nicht dazu bei, Selbstvertrauen, sexuelle Wünsche und sexuelles Vergnügen zu fördern, erklärte Domènech (1).

geringerer Selbstachtung und wiederum mit verminderter sexueller Befriedigung verbunden (5). Obwohl sich mehrheitlich Frauen und junge Menschen um die Körperwahrnehmung Sorgen machen (6), offenbarten in einer neueren Übersicht auch Männer enorme psychosexuelle Belastungen (1). So leiden 10 bis 50 Prozent der männlichen CED-Patienten unter einer sexuellen Dysfunktion. 33 bis 50 Prozent geben an, dass sich sowohl ihre sexuellen Wünsche als auch ihre Befriedigung nach der CED-Diagnose vermindert hatten. Von den sexuell inaktiven Männern machte rund die Hälfte ihre Darmerkrankung für die sexuelle Abstinenz verantwortlich.

Partnerschaften ähnlich häufig wie in der Allgemeinbevölkerung
Allgemein existieren hinsichtlich der Häufigkeit von Partnerschaften bei CED-Patienten keine Unterschiede zur Allgemeinbevölkerung. Was die Partnerschaftsrate angeht, können zwischen Morbus-Crohn-(MC-) und Colitis-ulcerosa-(CU-)-Patienten oder zwischen den Geschlechtern ebenfalls keine Unterschiede festgestellt werden (1). Was jedoch einen Einfluss auf die Sexualität von CED-Patienten nehmen kann, sind bestimmte Medikamente. So verändern Kortikosteroide sowohl das körperliche Erscheinungsbild (Akne, Gewichtszunahme u.a.) als auch die Intimität (Oral- und Vaginalpilze, Stimmungsschwankungen). Zudem sei Methotrexat bei Patienten mit rheumatoider Arthritis mit Impotenz in Verbindung gebracht worden, berichtete Domènech. Daneben können chirurgische Eingriffe zu Nervenschäden im Beckenbereich führen. Allerdings zeigten verschiedene Daten, dass Darmoperationen eigentlich keinen Einfluss auf das Sexualleben hätten.
Depression als Hauptproblem
Was jedoch in allen Studien der vergangenen Jahre deutlich wurde, ist der Einfluss von Stimmungsschwankungen auf die Sexualität (2). So zeigte sich, dass vor allem Frauen durch ihre Darmerkrankung unter Depressionen leiden – mehr noch: Depressionen sind häufig sogar die Hauptursache für sexuelle Dysfunktion. Wer in einer solchen Situation psychiatrischen Beistand erfährt, hat nach sechs Monaten wesentlich weniger sexuelle Probleme als Betroffene ohne psychiatrische Hilfe (3). Auch die Perzeption der Erkrankung hat einen enormen Einfluss auf Depression, Angstzustände und sexuelle Befriedigung (4). Wie in einer Studie aus dem Jahre 2015 mit 330 CED-Patienten deutlich wurde, war die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körperbild eng mit schlechterer Lebensqualität,

Ansprechpartner Hausarzt

An wen sollen sich CED-Patienten mit ihren sexuellen Sorgen

wenden? Rund die Hälfte der Betroffenen würde gerne mehr

zum Einfluss der chronisch entzündlichen Darmerkrankung

auf ihre Sexualität und Intimität wissen. Sie glauben, dass der

Hausarzt der adäquate Ansprechpartner für solche Anliegen

ist. «Aber die anderen 50 Prozent denken nicht so!», gab der

spanische Gastroenterologe zu bedenken. Auch dem Pflege-

personal komme, nicht zuletzt bei der Detektion von Stim-

mungsschwankungen, eine grosse Bedeutung zu. Das Scree-

ning nach psychiatrischen Symptomen, die Behandlung von

Depressionen oder Angstzuständen und die Einleitung einer

CED-Remission seien der effizienteste Weg, um die Lebens-

qualität der Betroffenen, einschliesslich einer erfüllten Sexua-

lität, wiederherzustellen.

L

Klaus Duffner
Referenzen: 1. O’Toole A et al: Review article: the psychosexual impact of inflammatory bowel
disease in male patients. Aliment Pharmacol Ther 2014; 39(10): 1085–1094. 2. Mantzouranis G et al.: Inflammatory Bowel Disease and Sexual Function in Male and
Female Patients: An Update on Evidence in the Past Ten Years. https:// www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26254470. J Crohns Colitis. 2015; 9(12): 1160–1168. 3. Yanartas O et al: The effects of psychiatric treatment on depression, anxiety, quality of life, and sexual dysfunction in patients with inflammatory bowel disease. Neuropsychiatr Dis Treat 2016; 12: 673–683. 4. Knowles SR et al.: Illness perceptions in IBD influence psychological status, sexual health and satisfaction, body image and relational functioning: A preliminary exploration using Structural Equation Modeling. J Crohns Colitis. 2013; 7(9): e344-350. 5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=McDermott%20E%5BAuthor%5D &cauthor=true&cauthor_uid=25569732. McDermott E et al.: Body image dissatisfaction: clinical features, and psychosocial disability in inflammatory bowel disease. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25569732. Inflamm Bowel Dis 2015; 21(2): 353–360. 6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Mar%C3%ADn%20L%5B Author%5D&cauthor=true&cauthor_uid=23124604. Marín L et al: Sexual function and patients' perceptions in inflammatory bowel disease: a case-control survey. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23124604. J Gastroenterol. 2013; 48(6): 713–720. Quelle: Scientific Session 3 «Returning to a normal life with IBD» beim Jahreskongress der European Crohn’s and Colitis Organisation (ECCO), 14. bis 17. Februar in Wien.

6 CongressSelection Gastroenterologie | Juni 2018


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