Aktualisierung gegenüber der Printausgabe GYNÄKOLOGIE 4/5.2024 (erschienen am 7.11.2024
VERÄNDERTE FOLSÄUREDOSIS FÜR FRAUEN MIT EPILEPSIE
Die Schweizerische Epilepsie-Liga hat ihre Empfehlung zu Folsäure neu angepasst
VERÄNDERTE FOLSÄUREDOSIS FÜR FRAUEN MIT EPILEPSIE
Die Schweizerische Epilepsie-Liga hat ihre Empfehlung zu Folsäure neu angepasst
Das Erscheinen des gleichnamigen Buches von Sheila de Liz hat vielen Frauen einen neuen Blick auf die Wechseljahre ermöglicht. Es ist ein erfrischendes, aufklärendes Buch, das wissenschaftlich Informationen mit einem positiven und stärkenden Ansatz zu vermitteln versucht.
«Woman on Fire»: Welche Optionen sind zu empfehlen?
Wechseljahrbeschwerden sind sehr häufig. Doch müssen Frauen «da einfach durch»? Zwar ist der menopausale Übergang ein physiologischer Prozess, doch viele Symptome können therapeutisch effektiv gelindert werden. Hierfür ist ein individuelles Konzept essenziell. Im Folgenden wird ein korrektes Vorgehen in der Menopausensprechstunde und ein Überblick über die verschiedenen Therapieoptionen aufgezeigt.
Was gilt es präventiv und therapeutisch zu beachten?
Zwei Drittel der Osteoporosefälle in Europa betreffen Frauen. Das Lebenszeitrisiko einer Frau, ab 50. Lebensjahr eine osteoporotische Fraktur zu erleiden, ist mit 40 bis 50% höher als die Wahrscheinlichkeit, an einem Mammakarzinom oder kardiovaskulär zu erkranken. Die Osteoporoseprävention sollte daher Teil der gynäkologischen Vorsorge sein. Im Folgenden soll eine einfache Herangehensweise für die Praxis mit Fokus auf die menopausale Transition dargelegt werden.
Bekanntes und Unbekanntes
Die Hormonveränderungen in der Perimenopause wirken sich auch auf Gehör und Gleichgewicht aus. Der protektive Effekt von Östrogen auf das Gehör ist gut dokumentiert. Neuere Forschungsergebnisse zeigen multiple Wirkungen von Geschlechtshormonen auf das Innenohr und Vestibularisorgan sowie auf die zentrale Verarbeitung. Im Folgenden werden einige otoneurologische Erkrankungen in der Perimenopause, welche die Lebensqualität relevant einschränken, in den Fokus gerückt und Konsequenzen für den klinischen Alltag diskutiert.
Östrogen beeinflusst neurophysiologische Prozesse
Häufig berichten Frauen in der Perimenopause von kognitiven Veränderungen, die ihre tägliche Funktionsfähigkeit einschränken. Es ist wichtig, die Patientinnen aufzuklären und sie im Umgang mit den Beschwerden im täglichen Leben zu unterstützen. Im Artikel werden zurgundeliegende Veränderungen, Symptomatik, Risikofaktoren sowie Massnahmen zur Prävention und Behandlungsansätze erläutert.
Hintergrund: Die North American Menopause Society (NAMS, jetzt: The Menopause Society, TMS) weist in ihrem Positionspapier 2022 darauf hin, dass der Beginn einer Hormonersatztherapie (HRT) bei Frauen, die älter als 60 Jahre sind oder deren Menopause mehr als 10 Jahre zurückliegt, komplexe Risiken birgt und eine sorgfältige Abwägung erfordert. Für Frauen, die innerhalb von 10 Jahren nach der Menopause mit der HRT begonnen haben, gibt es keine allgemeine Regel, die HRT nach dem 65. Lebensjahr abzusetzen. Vielmehr kann die Fortsetzung der HRT beispielsweise bei anhaltenden Hitzewallungen nach individueller Abwägung der Vor- und Nachteile erfolgen (1). Trotzdem hält die Angst vor (v.a.) kardiovaskulären Ereignissen viele Ärztinnen und Ärzte häufig davon ab, eine HRT bei Frauen über 60 Jahren zu verschreiben.
Psychotherapeutische und jugendgynäkologische Aspekte
Als Frauenärztinnen und -ärzte sind wir bei jungen Mädchen immer wieder mit Essstörungen konfrontiert. Wir sind nicht selten die ersten oder gar einzigen Ansprechpartner, insbesondere wenn Amenorrhö als Symptom im Vordergrund steht. Wichtig sind Früherkennung zur Verhinderung einer Chronifizierung sowie eine langfristige Begleitung. Die Autorinnen geben aus zwei Fachdisziplinen Behandlungsempfehlungen, darunter zur Hormontherapie.
Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, gynécologie suisse (SGGG), stellt mit EGONE ein interaktives e-Learning-Portal für die ärztliche Aus-, Weiter- und Fortbildung im Fachbereich Frauenheilkunde und Neonatologie zur Verfügung. Hinter den Kulissen sind viele Fachautorinnen und -autoren an EGONE beteiligt, die den Inhalt laufend prüfen und überarbeiten. Um diese grossartige Arbeit zu würdigen und junge Fachleute zur Mitarbeit zu motivieren, wurde in diesem Jahr erstmals der EGONE-Preis verliehen.
Beim diesjährigen SGGG-Jahreskongress wurde neben themenbezogenen Vortragsreihen in einer Reihe kurzer Satellitensymposien über neuere Daten zur Verhütung in Risikosituationen und Therapien bei menopausalen Störungen berichtet. Zum Thema Antikonzeption gab es einen spannenden Überblick.