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JOURNAL CLUB
MRA senken Hospitalisationen bei HFpEF
Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion (HFpEF) ist
weit verbreitet und geht mit einer erheblichen Morbidität
und Mortalität einher. Der klinische Nutzen einer Therapie
mit Mineralokortikoidrezeptorantagonisten (MRA) (Eplere-
non, Finerenon, Spironolacton) bei dieser Patientengruppe
ist nach wie vor unklar und wurde deshalb anhand einer
Metaanalyse zu klären versucht.
Primäre Endpunkte waren die Gesamtmortalität, die kar-
diovaskuläre Mortalität und Hospitalisationen aufgrund von
Herzinsuffizienz, während zu den sekundären Endpunkten
Hyperkaliämie zählte. Einundzwanzig Berichte, die 11 ein-
zelne Studien mit insgesamt 50 983 Patienten umfassten,
erfüllten die Einschlusskriterien; 8 976 Patienten erhiel-
ten eine MRA-Therapie, 28 999 dienten als Kontrollgruppe.
Die Anwendung von MRA war nicht mit einer statistisch
signifikanten Verringerung der Gesamtmortalität oder der
kardiovaskulären Mortalität assoziiert. Die MRA-Therapie
war jedoch mit einer signifikanten Verringerung von herzin-
suffizienzbedingen Hospitalisationen assoziiert (Risk Ratio:
0,81; 95%-KI: 0,73 bis 0,90; p < 0,0001), allerdings auch mit einem erhöhten Risiko für Hyperkaliämie. Zusammen- fassend lässt sich sagen, dass die MRA-Therapie bei HFpEF die Zahl der Spitalaufenthalte wegen Herzinsuffizienz senkt, ohne jedoch einen signifikanten Mortalitätsvorteil zu bieten, und mit einem erhöhten Risiko für Hyperkaliämie verbunden ist. vh 432 ars medici 9 | 2026